Paixhanslia

Unbekannt ·Sonstiges

Beschreibung

Vorerst nicht zu verwechseln mit dem Schlaraffenreych Paixhanslia an der Vechlapruggen (315). Vor mehr als 170 Jahren war eine strebsame, tüchtige Familie aus Schwaben nach Vöcklabruck gekommen, die hier eine Eisen- und Stahlgießerei errichtete, welche sich wegen der Güte ihrer Erzeugnisse bald eine...

Volltext

Vorerst nicht zu verwechseln mit dem Schlaraffenreych Paixhanslia an der Vechlapruggen (315). Vor mehr als 170 Jahren war eine strebsame, tüchtige Familie aus Schwaben nach Vöcklabruck gekommen, die hier eine Eisen- und Stahlgießerei errichtete, welche sich wegen der Güte ihrer Erzeugnisse bald einen geachteten Ruf erwarb. Der Kaiser der Franzosen schickte einen erfahrenen General hierher, der durch genaue Prüfungen die Qualität der Erzeugnisse feststellen sollte. Dieser General, Paixhans mit Namen, blieb etwa zwei Jahre in Vöcklabruck und sammelte, da er sehr gesellig war, einen Kreis einheimischer Bürger um sich, die bald regelmäßig nach einem festgesetztem Zeremoniell wöchentlich Abende mit künstlerischen Vorträgen, launischen Einfällen und humorvollen Neckereien veranstalteten. Als Paixhans wieder in seine Heimat zurückkehrte, blieben die durch die anziehende Gesellschaft verbundenen Männer in der gewohnten Runde beisammen und nannten diese Runde nach ihrem französischen Freunde Paixhanslia. Die bedeutendsten Bürger der Stadt wurden in Zukunft ihre Mitglieder. So gehörten ihr der Mundartdichter Franz Stelzhamer, der Komponist Dr. Anton Bruckner und als sogenannter Verkehrsgast auch der steirische Heimatdichter Peter Rosegger (Rt Heimgarten der Grazia - 4) an. Der zweite Weltkrieg machte auch diesem Verein ein Ende. Erst nach dem Kriege kamen die alten Freunde wieder zusammen und begannen zuerst ganz primitiv und dann nach ihren Möglichkeiten, sich zu treffen. Da aber eine gedeihliche Entwicklung, die den Bestand des Vereines hätte garantieren können, nicht mehr möglich war, machten zwei Mitglieder, die auch Schlaraffen waren, Rt Schieberramsch aus der Budovicia (41) gekommen und Rt Ari fahrender Sasse der Styria (32), den Vorschlag, den Verein, dessen zeremonielles Sippen und dessen Art schlaraffischem Wesen sehr ähnlich waren, in die Schlaraffia überzuführen. So kam es am 10.12. a.U.90 zur Coloniegründung. (aus „Chronik des Verbandes Allschlaraffia Il. Band a. u. 100/101)
Quelle: Lulupedia Import