Beschreibung
nicht zum Schlaraffenlatein gehörender Begriff für das Rednerpult in den Burgen der Schlaraffenreyche, von denen alle Fechsungen und Vorträge, in manchen Reychen auch das ambtliche und nichtambtliche Protokoll verlesen werden. Rostra ist eigentlich die Mehrzahl von Rostrum, lat. der Schnabel. Rostra...
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nicht zum Schlaraffenlatein gehörender Begriff für das Rednerpult in den Burgen der Schlaraffenreyche, von denen alle Fechsungen und Vorträge, in manchen Reychen auch das ambtliche und nichtambtliche Protokoll verlesen werden. Rostra ist eigentlich die Mehrzahl von Rostrum, lat. der Schnabel. Rostra war im antiken Rom die Bezeichnung für mehrere Rednerplattformen auf dem Forum Romanum. In der Form die Rostra wird das Wort wegen der Analogie mit Tribüne oder Plattform häufig als Singular missverstanden. Der zunächst lediglich für die Rednertribüne republikanischer Zeit am nordwestlichen Ende des Forums benutzte Name leitete sich von den Rostra genannten Schiffsschnäbeln ab. Es handelte sich bei diesen Rammspornen meist um dreifache, in der Wasserlinie liegende, eisenbeschlagene spitze Schnäbel am Bug der römischen Kriegsschiffe, die der Konsul Gaius Maenius im Jahr 338 v. Chr. an der Rednertribüne hatte anbringen lassen. Es waren Siegestrophäen von den erbeuteten Schiffen, die die Römer im Latinerkrieg gegen die Volsker im Hafen von Antium, dem heutigen Anzio, rund 60 Kilometer südlich von Rom erbeutet hatten. Der Zierat wurde im Laufe der Zeit („pars pro toto" auf Latein) zum Begriff für das Ganze.
Quelle: Lulupedia Import