Beschreibung
Um 1819 bildete sich in Wien ein gesellig-literarischer Verein, dessen Mitglieder sich ‚Schlaraffen’ nannten; die Schlaraffey hat als ihre Ideale die des ‚Märchen vom Schlaraffenland’, Faulheit und Genießertum, herausgestellt im Sinne der Verherrlichung des Faulenzens und des Genusses. Das Niveau de...
Volltext
Um 1819 bildete sich in Wien ein gesellig-literarischer Verein, dessen Mitglieder sich ‚Schlaraffen’ nannten; die Schlaraffey hat als ihre Ideale die des ‚Märchen vom Schlaraffenland’, Faulheit und Genießertum, herausgestellt im Sinne der Verherrlichung des Faulenzens und des Genusses. Das Niveau der war keinesfalls hochstehend, im Gegenteil oft seicht und zotig. Im großen und ganzen handelte es sich wohl mehr um eine anonym bleiben wollende Gesellschaft, über deren Mitglieder man nichts weiß. Mit Schlaraffia in unserem Sinne hatte sie nicht das Mindeste zu tun. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Schlaraffey zur gleichen Zeit (wohl um 1824) wie die ‚Ludlamshöhle’ verboten wurde, sich freiwillig aufgelöst habe und dann in Vergessenheit geriet. Das vorhandene Archiv wurde am 1.3. a.U. 73 (1932) vom Reyche Vindobona erworben.
Quelle: Lulupedia Import