Ahamerika-Ritt

Unbekannt ·Sonstiges

Beschreibung

In DSZ 1/164 schreibt Rt Favorito (197), teilweise mit Zitaten aus älteren Ausgaben DSZ dazu Folgendes: „Die h. Brooklynia unter der Leitung von Rt Gambrinus rief das Uhuversum zum ersten großen Ahamerika-Ritt auf. Und so begann ein historisches, schlaraffisches Abenteuer am 22. Juni 1911 welches bi...

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In DSZ 1/164 schreibt Rt Favorito (197), teilweise mit Zitaten aus älteren Ausgaben DSZ dazu Folgendes: „Die h. Brooklynia unter der Leitung von Rt Gambrinus rief das Uhuversum zum ersten großen Ahamerika-Ritt auf. Und so begann ein historisches, schlaraffisches Abenteuer am 22. Juni 1911 welches bis 25. August 1911 dauerte, und bei dem 60 Schlaraffen mit Tross die Ostküste der Vereinigten Staaten besuchten. „Kurzum – mit heller Begeisterung trafen sich am 21.des Heumondes a.U.52 60 dieser Schlaraffen in der h. Brema zu einer Abschiedsfeier. Am anderen Tage dampfte der stattliche Dampfer „Barbarossa“ von Bremerhaven aus, dem Ozean zu. Über der Brücke hing das bekränzte Wappen der Allmutter Praga und unter schlaraffischen Klängen der Schiffskapelle, Tücherschwenken und brausenden Lulurufen der Zurückgebliebenen verließen wir die liebe Heimat.“ Die Schiffreise dauerte damals ganze sieben Tage. Diese Reise bot nicht nur ein interessantes Besuchsprogramm mit damals höchsten Standards, sondern war von Beginn bis zum Ende mit einzigartigen schlaraffischen Eigenheiten ausgeschmückt. „Den Höhepunkt erreichte der Sieben-Tage-Ritt in einer Festsippung auf der ‚Barbarossa‘. Der Schiffszimmermann hatte den großen Speisesaal als „Burg“ umgewandelt, mit erhöhtem Thron und Altar. Die Flaggen aller Nationen schmückten die Feststätte. „Uhu“ saß auf einem umgedrehten silbernen Sektkübel, geschmückt mit einer amerikanischen Krawatte. Das Tamtam bildete eine große metallene Bratenschüssel! Kapitän und Offiziere, sowie die anwesenden Amerikaner waren eingeladen worden... Lachsalven durchbrausten das neu gegründete Reych „Oceana atlantica mit der schwimmenden Seefeste Barbarossa“ als Rt Trenk (4), der bekannte liebenswürdige Recke, als Neptun mit Bart und Haar aus Tangwerg gefertigt und goldener Krone und Dreizack in der Burg erschien und sich mit humorvollen Versen die Störung seiner Ruhe verbat. An einem der letzten Tage (der Schiffreise) aber revanchierte sich Neptun, in dem er uns „Nebel“ sandte. Die ganze Nacht hindurch ertönte alle halben Minuten das dumpfe „Tut-Tú(t)“, was aber sofort mit „Uhu“ übersetzt wurde und als Aufforderung gedeutet wurde, die Nacht durchzusippen. Irgendwelcher „Zusammenstoß“ war nicht zu beklagen, außer demjenigen einiger Ritter, die schwer geladen kaum die Nummer ihrer Kabine finden konnten.“ Und weiter berichtet Rt Fürst Balladerich in der DSZ: „Als wir die „Freiheit“ (Freiheitsstatue am Eingang von New York) passierten und das Märchenland der Wolkenkratzer im Hintergrund dämmern sahen, sauste ein kleines Motorboot heran mit der amerikanischen und deutschen Flagge geschmückt und drinnen stand ein Ritter der Nova Yorkia - wie Lohengrin - und umkreiste die Barbarossa indem er auf dem Piston „Lulu Praga“ blies. Diese zarte Aufmerksamkeit steigerte unsere Freude und nach kurzer Zeit fuhren wir in das Dock des Norddeutschen Lloyd ein.“. Ein Monat später berichtet Rt Fürst Balladerich in DSZ: „Der kühne Plan eines Amerika-Ritts europäischer Schlaraffen, eines schlaraffischen Argonautenzugs über das Weltenmeer nach den Gestaden der jungfräulichen Columbia, - er ist nicht länger ein Traum, dessen Erfüllung in unabsehbarer Ferne liegt. Der Amerika-Ritt ist gesichert!“ Und weiter wird den Teilnehmern Wissenswertes für die Reise vermittelt: „...3.Kleidung: Zu empfehlen sind warme Kleider für den Ozeanritt. „Smoking“ für die Hauptmahlzeiten an Bord und in den Hotels, sonst zwanglose Toilette, für Burgfrauen, Straßen- und Besuchs-Toilette, Shawl und eine warme Reisedecke. ... 5. Auslands-Pässe sind nicht erforderlich...7. Extra-Unkosten: An Bord: Labung, Lunten und Trinkgelder. Zu Lande: Lunten, Labung, wenn diese nicht frei laut Festprogramm, Wäsche und kleine Ausgaben persönlicher Natur...8. Das Programm umfasst, ganz abgesehen von den schlaraffischen Reychen, alles, was europäische Touristen, die den Vereinigten Staaten einen kurzen Besuch abstatten, von Sehenswürdigkeiten in ihren Reiseplan einschließen. Besonders zu erwähnen: Besichtigung New Yorks mit siebentägigem Aufenthalt im vornehmsten Hotel der Metropole (Hotel Knickerbocker). Coney Island, die lustige Insel, ein amerikanischer Wurstel-Prater am Meer. Strandfest mit Bankett in Manhattan Beach. Ausflüge zu den Niagarafällen und der Industriestadt Buffalo. Besuch der Bundeshauptstadt mit dem Weißen Haus und der berühmten Kongress-Bibliothek, Ausflug zu George Washingtons Grab in Mount Vernon. Besuch Philadelphias und New Havens mit der Universität Yale, Ausflug nach Atlantik City, dem größten Seebad der Welt. Besichtigung der Kadetten-Schule zu West Point und Dampferfahrt auf dem „amerikanischen Rhein“ (Hudson River), Dachgartenparty im Hotel Astor, 20 Stockwerke über dem Broadway. Und vieles mehr.“ Und dann wird’s ernst, als der Schatzmeister Rt Lampe der h Brooklynia spricht: „Gesamtkosten, alles inbegriffen, 1500 Mark (1750 Kronen oder 1875 Francs) – bitte an Rt Lampe Nr. 1350 Madison Ave. New York City, USA senden. Niemand, das kann schon heute als sicher gelten, wird diesen Entschluss später zu bereuen haben, Lulu!“ Landesschatzmeister Rt Computicus hat berechnet, dass die damaligen Gesamtkosten auf heute umgerechnet ca. 11.000 € für diese zweimonatige Reise betrugen.“
Quelle: Lulupedia Import