Praga - Burgen

Unbekannt ·Sonstiges

Beschreibung

„Freund’s Restauration“ gilt als Gründungslokal der Schlaraffia, auch wenn in der „Chronologischen Übersicht“ der „Hopfenstock“ erwähnt wird. Freunds Restauration lag an der Ecke Wassergasse / Grube in Prag, wo Franz ↑ Thomé wahrscheinlich am 1.Mai 1859 den Proletarier-Club ausrief und am 10.Oktober...

Volltext

„Freund’s Restauration“ gilt als Gründungslokal der Schlaraffia, auch wenn in der „Chronologischen Übersicht“ der „Hopfenstock“ erwähnt wird. Freunds Restauration lag an der Ecke Wassergasse / Grube in Prag, wo Franz ↑ Thomé wahrscheinlich am 1.Mai 1859 den Proletarier-Club ausrief und am 10.Oktober 1859 die Schlaraffia gegründet wurde, auch wenn sie damals noch nicht so hieß. „Gasthaus zum Hopfenstock“ unter Castellan Wobro, Wassergasse 674, Gebäude mit beeindruckendem ↑ Brokoff-Portal, heute Navratilova 674/2; 1.Stammburg der Prager Schlaraffia ab Herbst 1860. Fälschlicherweise wird in einem damaligen Protokoll vermerkt, dass die Gründung der Schlaraffia am 10.10.1859 dort stattfand. Sie fand aber in ↑ „Freund’s Restauration“ statt. Zum Auszug aus dem Hopfenstock hielt Rt Box die Schlussrede, ihr wurde der Segen entzogen und „Wehe“ über sie gerufen. Hierauf folgte der Trauerklang „So leb denn wohl“ und Mendelssohns Quartett „Es ist bestimmt in Gottes Rat“. Bierfeste „Stadt Jerusalem“, nach dem Gründungslokal „Freund’s Restauration“ und dem „Hopfenstock“ zweite Burg der Praga ab 9.Februar (März) 1861. Hier wurden die ersten Beschlüsse bezüglich der Organisation der Schlaraffia gefasst. Neustädter Theaterrestauration, auch Neustädter Theatergarten, nach der Bierfeste „Stadt Jerusalem“ die dritte Burg der Praga (1). Sie lag in der Nähe der heutigen Staatsoper, Statni opera, Wilsonova 4. Der Umzug erfolgte am 14. (11.) Mai 1861 Kaiser von Österreich, nach der Neustädter Theaterrestauration die vierte Burg der Praga (1). Der Umzug erfolgte nach nur einem Monat am 15.Juni 1861. Zum 2.Geburtstag im Lethemond 1861 ging es für kurze Zeit zurück in den Hopfenstock. Vom Hopfenstock zog die Praga am 5.Juli 1862 erneut in die Neustädter Theaterrestauration. Am 4.Oktober 1862 übersiedelte die Praga von der Neustädter Theaterrestauration zum 3. Mal in den Hopfenstock. Übersiedlung der Praga von der Stammburg Hopfenstock in die Koppmannia (Restaurant Koppmann’scher Garten, auch Kopmania oder Kopmanka tschechisch), Tempelgasse 649, heute Semplice – Templova ulice 6, die fünfte Burg, im Oktober 1863. Die Koppmannia wird in den Praga-Aufzeichnungen beim Auszug am 16.Oktober 1869 Koppmannia und beim Wiedereinzug am 5.Oktober 1572 Kropmannia genannt. Übersiedlung der Praga (1) von der Koppmannia in die Geisleriana (Restaurant Geisler), die sechste Burg, am 16.Oktober 1869. Übersiedlung zurück in die Kropmannia erfolgte am 5.Oktober 1572 (1570, 1571?). Das wird von Drasal als 10.Wohnungswechsel bezeichnet. Übersiedlung der Praga (1) am 10.Oktober 1574 in die sechste Burg, die Libalia, auch Libalburg – Libal’s Restaurazion, Ferdinandstr. 20, heute Cojový trámek Tea und Reduta Jazz Club Národní trída 20. Ab dem 13.Oktober 1577 sippte die Praga im „Deutschen Haus“ in den Räumen des Deutschen Casinos, Am Graben 36, heute Slowansky dum, Na Priskope 36. Die siebente Burg wurde Teutoburg genannt. Im so genannten „Marmelsaal“ fanden größere Veranstaltungen statt. Am 25.1.1596 stellte Rt Barnabas in Gegenwart von 59 Sassen der Praga ein Project zum Erwerb eines Grundstücks in der Stefansgasse für 27.000 fl und dem Bau einer eigenen Burg sowie einem Zinshaus mit Restaurationsmöglichkeiten vor, welches sofort genehmigt wurde. Am 15.August 1896 begann der Abriss des alten Hauses Stefansgasse Nr.35. Die letzte Sippung erfolgte am 27.3.1597 mit einem Ritterschlag. Am 13.November 1597 bezog die Praga endgültig die neue eigene Allmutter – Burg in der Stefansgasse 36, heute Hotel Alcron, Stepanská ulice 36. Die Burgweihe erfolgte am 20.November, der Name Teutoburg wurde beibehalten. 10 Tage später, am 30.November und 1.Dezember kam es in Prag bei politisch motivierten Straßenkundgebungen zu einer regelrechten Belagerung des Hauses. Der Steinhagel zerstörte sämtliche Fenster- und Spiegelscheiben, die Burgschänke wurde vollständig ausgeraubt. Am 30.November schritt das Militär ein, am 1.Dezember die Polizei, um weitere Verwüstungen zu verhindern. Dadurch entfielen die Sippungen am 4. und 11.Dezember 1597. Die letzte Sippung erlebte die Teutoburg zum Ende der Winterung a.U.78/79. Zu Beginn der Winterung a.U.79/80 (1938) wurden die Sippungen nicht wiederaufgenommen. Danach erfolgte die Beschlagnahme und Vernichtung des beweglichen und unbeweglichen Vermögens der Praga.
Quelle: Lulupedia Import