Beschreibung
Ritterbünde Ritterschaft bzw. Ritterbund, gegründet um 1850, bestand bis 1981 in München. Der Harbni-Orden war ein Geselligkeits-Verein wider den tierischen Ernst, der spielerisch mittelalterliches Ritterleben pflegte und bis 1981 bestand. Der Name ging wohl auf eine Zeile in einem alten Volksmusikl
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Ritterbünde Ritterschaft bzw. Ritterbund, gegründet um 1850, bestand bis 1981 in München. Der Harbni-Orden war ein Geselligkeits-Verein wider den tierischen Ernst, der spielerisch mittelalterliches Ritterleben pflegte und bis 1981 bestand. Der Name ging wohl auf eine Zeile in einem alten Volksmusiklied zurück: „s’Deandl is harb auf mi“. Die Mitglieder kamen aus der Oberschicht der königlich-bayerischen Residenzstadt. Es waren Professoren, Künstler, hohe Beamte und Offiziere, Kommerzienräte, Medizinalräte, die sich Ritter-Namen gaben und damit auch ansprachen. So verbarg sich hinter dem schönen Titel „Banzenburg der Fehltafinger“ kein anderer als der Brauereibesitzer August Pschorr. Zu den Höhepunkten im Vereinsjahr zählte das Ordensfest, bei dem sog. Novizen ihren Ritterschlag erhielten. Zur Anziehungskraft des Ordens trugen auch die „Lätizel“ bei, selbst verfasste Theaterstücke, die die Harbni-Mitglieder mit großer Hingabe zum Gaudium des geladenen Publikums zur Aufführung brachten. Bekanntes Mitglied: um 1900/1901:, Ritter Otto von Hexenstein alias Kommerzienrat Otto von Pfister, Getreidegroßhändler und Präsident der IHK München 1906-1911, in den 20er Jahren: Otto ↑ Piper (Pseudonym: P. Sincerus), ein anerkannter Burgenforscher. (Wikipedia)
Quelle: Lulupedia Import