Pegnesischer Blumenorden

Unbekannt ·Ritterbuende

Beschreibung

Ritterbünde Abk. P.Bl.O, lat. Societas Florigera ad Pegnesum, gegründet 1644, besteht bis heute in Nürnberg (Franken) Nicht konfessionell gebundene Nürnberger Literatur- und Sprachgesellschaft. 1644 erfolgte die Gründung des Ordens an der Pegnitz bei Nürnberg (daher „pegnesisch“) durch die beiden Di

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Ritterbünde Abk. P.Bl.O, lat. Societas Florigera ad Pegnesum, gegründet 1644, besteht bis heute in Nürnberg (Franken) Nicht konfessionell gebundene Nürnberger Literatur- und Sprachgesellschaft. 1644 erfolgte die Gründung des Ordens an der Pegnitz bei Nürnberg (daher „pegnesisch“) durch die beiden Dichter Georg Philipp Harsdörffer (1607 – 1658) und Johann Klaj (1616 – 1656) Die Mitglieder, zu denen seit dem 17 Jahrhundert auch Frauen gehörten, wählten sich einen Ordens- oder Hirtennamen, sowie eine Blume als Symbol und nannten sich „Pegnitzschäfer“. Zweck der Gesellschaft war: „Förderung der Verehrung Gottes und der deutschen Treue, Pflege und Verbesserung der deutschen Sprache und Dichtkunst“. Als Versammlungsort des Blumenordens dient seit 1676 der bei Kraftshof nahe Nürnberg gelegene Irrhain. Zeitweilig war auch Rockenbrunn ein Hauptschauplatz der Schäferspiele des Pegnesischen Blumenordens, der den Moritzberg zu seinem Parnaß erklärt hatte. Bekannte Mitglieder waren über die Jahrhunderte u.a. Johann Rist (1607 – 1667), Christoph Martin Wieland (1733 – 1813), Theodor Fontane (1819 – 1898), Conrad Ferdinand Meyer (1825 – 1898), Joseph Victor von Scheffel (1826 – 1886), Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916), Wilhelm Raabe (1831 – 1910), Peter Rosegger (1843 – 1918), Detlev von Liliencron (1844 – 1909) und Gerhart Hauptmann (1862 – 1946).
Quelle: Lulupedia Import