Rütli

Unbekannt ·Ritterbuende

Beschreibung

Ritterbünde literarische Gruppe, bstand 9.12.1852 – ca. 1897 in Berlin Der Rütli, auch Das Rütli, Rytly und Rytli, wurde am 9. Dezember 1852 als „eine Art Nebentunnel“ von Mitgliedern des ↑ „Tunnels über der Spree“ gegründet. Man wollte sich für privatere Treffen dem etwas steifen Zeremoniell und vo

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Ritterbünde literarische Gruppe, bstand 9.12.1852 – ca. 1897 in Berlin Der Rütli, auch Das Rütli, Rytly und Rytli, wurde am 9. Dezember 1852 als „eine Art Nebentunnel“ von Mitgliedern des ↑ „Tunnels über der Spree“ gegründet. Man wollte sich für privatere Treffen dem etwas steifen Zeremoniell und vor allem der publizistischen Enthaltsamkeit des „Tunnels“ entziehen und traf sich wöchentlich einmal bei einem der Mitglieder. Ein besonderer – gegenüber dem „Tunnel“ zusätzlicher – Reiz bestand darin, dass auch die Ehefrauen „zugelassen“ waren; freilich erst nach der „Arbeit“ im zweiten (nicht literarisch-künstlerischen) Teil und vor allem wohl auch deswegen, weil damit für Speis und Trank gesorgt war. Die Mitglieder unterschieden genau zwischen den „Ur-Rütlionen“ [Paul Heyse (1830 – 1914), Theodor Fontane (1819 – 1898), Adolph Menzel (1815 – 1905), Theodor Storm (1817 – 1888)] und den „Späteren“ [u.a. Otto Roquette, (1824 – 1896), oder Moritz Lazarus (1824 – 1903)]. Anfangs wurde des Gründungsdatums feierlich an jedem 9. Dezember gedacht. Doch da dieser Termin in den Feierlichkeiten des Tunnel-Stiftungsfestes am 3. Dezember beinahe immer unterging, verlegte man ihn kurzerhand auf den 5. Februar. Auch hier wurden – ähnlich den Tunnel-Treffen – Gäste eingeladen: Berthold Auerbach (1812 – 1882), Friedrich von Bodenstedt (1819 – 1892), Eduard Devrient (1801 – 1877) u.a. Der Rütli existierte ungefähr bis 1897. Am 5. Januar 1897 schrieb Fontane an Lazarus: „ … ass der Rütli eingeschlafen, ist ein Segen; er war seit Jahren ein Trauerbild. “
Quelle: Lulupedia Import