Soupiritum

Unbekannt ·Ritterbuende

Beschreibung

Ritterbünde bestand 1841/1842 – 1848 in Wien. Das 1841 vom ehemaligen Ludlamiten Karl von Holtei (1798 – 1880) ins Leben gerufene „Soupiritum“ war eine „Tischgesellschaft“, die sich am Freitagabend zum gemeinsamen Soupé traf und „bei Lichte betrachtet nichts anderes war, als eine junge Ludlam, gezie

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Ritterbünde bestand 1841/1842 – 1848 in Wien. Das 1841 vom ehemaligen Ludlamiten Karl von Holtei (1798 – 1880) ins Leben gerufene „Soupiritum“ war eine „Tischgesellschaft“, die sich am Freitagabend zum gemeinsamen Soupé traf und „bei Lichte betrachtet nichts anderes war, als eine junge Ludlam, geziert durch einige alte Zierden jener Unsterblichen“, wie von Holtei in seinen Memoiren „Vierzig Jahre“ schreibt. Im „Soupiritum“ übte man sich in unsinnigen Parodien, gab sich ebensolche unsinnigen Satzungen und Bräuche, sowie Zeitungen heraus, die die Namen „P.T. Blatt“ oder „Soupiritischer Beobachter“ trugen. Auch im „Soupiritum“ konnte man ehemalige Ludlamiten antreffen, wie z.Bsp. Ignaz Franz Castelli (1781 – 1862) und Heinrich von Sichrovsky (1794 – 1866). Ob Grillparzer ebenfalls daran teilnahm, ist nicht bekannt. Im Revolutionsjahr 1848 wurde eines der bekannteren Mitglieder, der Advokat und Musikprofessor Albert Julius Becher (* 1803) im November standrechtlich erschossen. Das war auch das Ende des „Soupiritum“.
Quelle: Lulupedia Import