Beschreibung
Gogh, Vincent van
Titel: Vincent
Reych: Nr. 49 Carolsuhu (Karlsruhe)
Geb.: 30.03.1853 in Groot-Zundert
Gest.: 29.07.1890 in Auvers-sur-Oise
Volltext
niederländischer Maler Der Sohn eines Pfarrers arbeitete 1869 bis 1876 in verschiedenen Kunsthandlungen, brach nach kurzer Zeit seine Tätigkeit als Missionar in dem belgischen Kohlerevier Borinage ab. Er begann 1880 als Autodidakt nach dem Vorbild niederländischer Meister zu zeichnen, gab auch ein Kunststudium in Antwerpen vorzeitig auf. Er lebte und malte 1886 - 1888 auf dem Montmatre in Paris. Unter dem Eindruck der Impressionisten Toulouse-Lautrec, Gauguin sowie von japanischen Farbholzschnitten wurden Licht und Farben seiner anfänglich dunklen Malweise, „Die Kartoffelesser", 1885, zunehmend heller und er wandte sich Landschaftsdarstellungen und Stilleben zu. Auf der Suche nach einer neuen Farbigkeit ging er 1888 in die sonnige Provence nach Arles, entdeckte seine Technik der Rohrfederzeichnung und malte hier seine bekanntesten Bilder, darunter „Boote am Strand", „Sonnenblumen“, „Caféterrasse am Abend" und mehrere Selbstportraits. Sein Versuch, zusammen mit Gauguin eine Künstlerkolonie zu gründen, endete mit seinem psychischen Zusammenbruch und der Selbstverstümmelung des Ohres, Ende 1888. Von seinem Bruder Theo, der zeitlebens für ihn sorgte, in eine Heilanstalt gebracht, malte er dort fieberhaft und produktiv weiter flammend leuchtende, vor Unruhe flackernde expressionistische Landschaften, Getreidefelder und kreisende Gestirne, „Sternennacht“,1889, bis er sich in einer neuen Nervenkrise das Leben nahm. Sein zu Lebzeiten verkanntes Schaffen, er hatte nur ein einziges Bild verkauft, beeinflusste wegweisend die Kunst des 20. Jahrhunderts und wird durch zahlreiche hinterlassene Briefe erhellt. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt