Beschreibung
Gotthelf, Jeremias (auch Bitzius, Albert)
Titel: Uli vom Bauernspiegel
Reych: Nr. 70 Berna (Bern)
Geb.: 04.10.1797 in Murten
Gest.: 22.10.1854 in Lützelflüh
Volltext
schweizer Pfarrer und Dichter Unter dem Einfluß der Revolutionskriege herangewachsen, studierte Gotthelf Theologie in Bern und Göttingen, wurde 1820 Vikar bei seinem Vater, der seit 1805 die Pfarrei Utzendorf verwaltete. 1824-29 war er als Vikar der Gemeinde Herzogenbuchsee tätig und wurde 1832 protestantischer Pfarrer in Lützelflüh. Er bemühte sich als Lehrer um bessere Erziehungsmethoden und um ein universelles Unterrichtssystem in den Schulen. Seine volkstümlichen Erzählungen aus dem bäuerlichen Leben waren voll eines derben Humors, aber auch von psychologischen Zügen und sittlichem Gehalt. Seine Werke gehören zu den bemerkenswertesten Literaturleistungen des 19. Jahrhunderts. Den meisten Beifall fanden „Käthi die Großmutter", „Uli der Knecht" und dessen Fortsetzung „Uli der Er schrieb außerdem: „Bauernspiegel“, „Leiden und Freuden eines Schulmeisters", „Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet", „Geld und Gut" und die „Käserei in der Vehfreude". Unter seinen vielen Kurzgedichten seien besonders erwähnt „Die Schwarze Spinne" und „Elsi, die seltsame Magd". Gotthelf gilt als bedeutender Naturalist, der derb und packend das bäuerliche Leben seines Heimatkantons bis in die kleinsten Einzelheiten zur Anschauung brachte. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt