* 5.6.1801 in Prag, † 24.10.1884 in Smichow bei Prag, Hofrat, deutsch-böhmischer Dichter. Ebert war der Sohn des fürstenbergischen Residenten in Böhmen und Hofrates Michael Ebert. Nach dem Besuch des Prager Gymnasiums und des Löwenburg’schen Konviktes in Wien studierte Ebert in Prag Philosophie. Während des Studiums wurde er 1819 Mitglied im „Prager burschenschaftlichen Kreis“. Nach dem Tod des mit ihm befreundeten Professors für Ästhetik Johann Heinrich Dambeck, der sein dichterisches Schaffen mit großer Anteilnahme gefördert hatte, und weiteren Schicksalsschlägen, die sich deutlich in Eberts lyrischem Werk niederschlugen, widmete er sich dem Studium der Rechtswissenschaften. Ab 1825 arbeitete Ebert als Bibliothekar und Archivar. 1829 wurde er in Donaueschingen fürstlicher Rat und Archivdirektor im Archiv seines Paten Fürst Karl Egon von Fürstenberg. Ab 1832 war er in Prag tätig und wurde 1848 Hofrat. Er setzte sich 1848 politisch für das Zusammenleben der deutschen und tschechischen Kulturen in Böhmen ein und war Mitunterzeichner eines entsprechenden Aufrufs tschechischer und deutscher Schriftsteller vom 21. März 1848. Zu den Opern Der Schild von Leopold Eugen Měchura und Lidwinna von Joseph Dessauer schrieb Ebert die Libretti. 1860 wurde er Mitglied der Direktion (Vorstand) in der Künstlervereinigung
↑ Arcadia (auch Arkadia) in Prag. Mindestens ein Dutzend Dramen und zahlreiche (teils epische) Gedichte hielten der kritischen Selbsteinschätzung des Dichters nicht stand und blieben unveröffentlicht.