Gleichen-Rußwurm, Alexander von

Unbekannt ·Ritterbuende

Beschreibung

Ritterbünde * 06.11.1865 auf Schloss Greifenstein in Bonnland, Unterfranken; † 25.10.1947 in Baden-Baden, vollständig Heinrich Adalbert Carl Alexander Konrad Schiller, Freiherr von Gleichen, genannt von Rußwurm, war ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Kulturphilosoph. Auch beka

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Ritterbünde * 06.11.1865 auf Schloss Greifenstein in Bonnland, Unterfranken; † 25.10.1947 in Baden-Baden, vollständig Heinrich Adalbert Carl Alexander Konrad Schiller, Freiherr von Gleichen, genannt von Rußwurm, war ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und Kulturphilosoph. Auch bekannt als „Mäusebaron“, durfte er als Urenkel Friedrich von Schillers ehrenhalber in der weiblichen Nachkommenslinie den Familiennamen Schiller tragen. Er besuchte die Kriegsschule in Metz und diente 1883-1895 als Leutnant und Adjutant des Großherzogs von Darmstadt. 1895 heiratete er und lebte fortan vor allem auf Schloss Greifenstein und in München. Von klein an mit dem Gedankengut der Klassik vertraut versuchte er dieses in eigenen Werken umzusetzen. Er verfasst neben einer Biografie seines Urgroßvaters zahlreiche Dramen, Gedichte, Romane, Novellen sowie kulturphilosophische und kulturhistorische Abhandlungen. Da das Andenken an seinen berühmten Vorfahren in der Familie hoch gehalten wurde, schien seine schriftstellerische Tätigkeit dabei kaum verwunderlich. Seine Großmutter Emilie, die jüngste Tochter Friedrich Schillers, veröffentlichte nicht nur dessen Briefwechsel, sondern baute ihm zu Ehren auch ein Museum in Schloss Greifenstein auf. Zusammen mit seinem Vater stiftete Alexander von Gleichen-Rußwurm im Jahr 1880 Papiere aus dieser Sammlung und ermöglichte damit die Gründung des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar. 1938 enteigneten die Nationalsozialisten den Stammsitz der Familie, woraufhin Gleichen-Rußwurm nach Baden-Baden zog, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. Eine Enteignung seiner dortigen Villa 1945 durch die Franzosen konnte er mit Hilfe jenes Ehrenbürgerbriefes der Französischen Republik, den einst Friedrich Schiller erhalten hatte, verhindern. Eines seiner bedeutendsten Werke ist „Der Ritterspiegel – Die Geschichte der vornehmen Welt des Mittelalters“ von 1918, erschienen bei Hoffmann, Stuttgart. Wurde 2005 neu aufgelegt im voltmedia Verlag Paderborn. ↑ Ritterspiegel 3
Quelle: Lulupedia Import