Rothe, Johannes

Unbekannt ·Ritterbuende

Beschreibung

Ritterbünde * um 1360 in Creuzburg; † 5. Mai 1434 in Eisenach, Stadtschreiber, Kanoniker, bedeutender deutscher Historiker und spätmittelalterlicher Autor. Er sollte als Sohn einer ratsfähigen Familie Geistlicher werden. Nach seinen Schriften zu urteilen, bekam er eine hohe und gelehrte Ausbildung.

Volltext

Ritterbünde * um 1360 in Creuzburg; † 5. Mai 1434 in Eisenach, Stadtschreiber, Kanoniker, bedeutender deutscher Historiker und spätmittelalterlicher Autor. Er sollte als Sohn einer ratsfähigen Familie Geistlicher werden. Nach seinen Schriften zu urteilen, bekam er eine hohe und gelehrte Ausbildung. Rothe verbrachte sein gesamtes Leben im Raum Eisenach. Ein Jahrzehnt war er als Ratsschreiber, Historiker und Autor tätig und kümmerte sich in dieser Funktion um die Bearbeitung und Sammlung der Rechtsbücher der Stadt. Er wurde bischöflicher Kaplan und trat 1387 zum ersten Mal urkundlich als Priester im Marienstift (Kollegiatstift der Frauenkirche) in Erscheinung. 1394 als Vikar am Marienstift blieb er in dieser Stellung, bis er 1412 in den Kreis der Kanoniker aufrückte. 1432 erkannte man ihm die Dignität (Würde) des Schulmeisters (scolasticus) des Kapitels zu. Er verfasste Schriften zu vielfältigen Themen. Neben seinen chronistischen, didaktischen und juristischen Schriften sind dies auch geistliche Dichtungen. Er schrieb unter stets erweitertem Gesichtswinkel drei Chroniken: die Eisenacher Stadtchronik (um 1414), die Thüringische Landeschronik (um 1418/1419) und die um 1421 beendete Thüringische Weltchronik, die er der Landgräfin Anna von Schwarzburg widmete. Diese Werke haben seinen Ruf als Vater der thüringischen Geschichtsschreibung begründet. In seinem ↑ Ritterspiegel (1) fasste Rothe die Standeslehren der späten Ausläufer des hochmittelalterlichen Rittertums zusammen. Mit dem spätmittelalterlichen Lehrgedicht wandte er sich an ein junges, adliges Publikum. (Wikipedia)
Quelle: Lulupedia Import