Malmöhus

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 371 — Malmöhus. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

371 Malmöhus
Wie bereits in der vorhergehenden Chronik angedeutet, wurde das h. Reych Malmöhus a.U. 121
durch den Verlust eines der besten und ältesten Freunde, des ER Urwastel, schwer getroffen. Dann
folgte ihm der Ehrenritter Don Bisko und a.U. 123 traf das Reych der Ahallaritt zweier Gründungs-
ritter, der Rtt Kon-Servus und Civiling. Diese Uhujahre wurden folgerichtig als Sorgen- oder besser
Trauerjahre bezeichnet. ln der Zeitspanne zwischen a.U. 128 und a.U. 138 ritten darüber hinaus
neun weitere Ritter unseres Reyches gen Ahalla. Schwierig und mit viel Arbeit sowie einem be-
trächtlichen Einsatz von Mammon verbunden, war der, durch sowohl günstige als auch nicht vo-
raussehbare Ereignisse notwendige, viermalige Standortwechsel der Schonenburg. Die alte und
ehrwürdige Stadt Lund war Zeugin des erstmaligen Umzugs des Reyches in eine neue Burg. Drei
weitere Standortwechsel der Schonenburg in die und innerhalb der Stadt Malmö waren in dieser
Zeitspanne ebenfalls notwendig und mit vielen Kosten und Mühen verbunden.
Gegen Ende a.U. 144 wurde der bisher Ietzte Standort der Schonenburg geweiht und steht jetzt
den Sassen des Reyches und ihren Gästen als moderne und angemessene Umrahmung ihrer Sip-
pungen und Feiern zur Verfügung. Die Nähe des Zentralbahnhofs und des Autobusknotenpunktes
macht unseren Gästen das Auffinden der Burg Ieicht.
Die Gesamtzahl der Sassen des h. Reyches Malmöhus ist zur Zeit leider gering. Ein Ez und acht
Erbschlaraffen befinden sich in unseren Reihen und acht Ritter aus germanischen und österreichi-
schen Reychen nehmen als Ehrenritter unseres Reyches einen Ehrenplatz in der Schonenburg ein.
Folgende Oberschlaraffen haben in der Zeit dieser Chronik im Reyche gewirkt: Rt Promus (11 Jahre),
Rt Fünfzighertz (10 Jahre), Rt Bela (13 Jahre) Rt Clavis (3 Jahre), Rt Winking (6 Jahre), Rt Benzidin (7
Jahre), Rt Att (17 Jahre), Rt Schnippler (5 Jahre).
An unserer Rittertafel sitzen zurzeit nur wenige Ritter. Auch die Junkertafel ist nur spärlich besetzt.
A.U. 121 -144 sind 26 Neuzugänge zu verzeichnen.
ln gleicher Zeitspanne wurden 23 Ritterschläge vollzogen. Eine Vielzahl von Einzeleinritten ausge-
nommen, vermerkten wir 948 Einritte aus germanischen und österreichischen Reychen in einer
Fähnleinstärke von mindestens 5 Sassen. Davon sind 97 Einritte von den Ehrenrittern unseres Rey-
ches (einschließlich der 4 Einritte unseres Gründungsritters Rt Huptma Alemann) vorgenommen
worden. Obwohl wir uns wünschten, dass die Zahl der Einritte höher wäre - vor allem nach der
Fertigstellung der Brücke über den Öresund - glauben wir dennoch den hier angegebenen Zahlen
ein substantielles Interesse der europäischen Schlaraffia an unserem Reych und dessen Wohl und
Wehe entnehmen zu können. Die Zukunftsaussichten sind natürlich durch die geringe ZahI der an
der Junkertafel befindlichen Sassen geprägt.
Das Interesse am schlaraffischen Leben in unserem Reych könnte sich durch die für profane Me-
dien interessante Ernennung einer, in Schonen kulturell bekannten Persönlichkeit (Fritioff Nilsson
Piraten) zum Ehrenschlaraffen, bedeutend erhöhen. Außerdem ist die Schaffung einer Heimseite
bereits in der Diskussion. Helfende Hände aus einem germanischen Reych sind uns hierbei sicher
und ein „Uhunetzmeister” ist bereits in Auge gefasst. Das Reych sieht seiner Zukunft mit Zuver-
sicht entgegen.
Die „Brückensippungen” sind zu den wichtigsten Traditionssippungen unserer und unserer Nach-
barreyche geworden sind. Wir hoffen und wünschen, dass über profane Anfangsschwierigkeiten
hinaus, hier eine Institution im Werden ist, die zu immer engerer Anteilnahme und Kenntnis von
Nord und Süd unseres schlaraffischen Kontinents führen möge.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
372 Rocky Montania
Die letzte Chronik verkündet, unser Reych habe „durch Ankauf eine bleibende Stätte gefunden.”
Es kam aber doch anders: die profanen Behörden verboten uns das Sippen in unserer mit so viel
Mammon und Schweiß errichteten Burg. Dieses Zwischenspiel hat uns letzten Endes mehrere lang-
jährige Sassen gekostet, denn diese konnten einfach nicht mehr die Kraft aufbringen, noch einmal
von vorne zu beginnen.
Doch wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Seit a.U. 131 sippen wir in einer der schönsten Bur-
gen Nordamerikas, wie uns immer wieder von einreitenden Freunden bescheinigt wird. Ein Einritt
bei uns lohnt sich auch deshalb, weil wir in dem Ruf stehen, besonders lustig und trinkfest zu sein.
Und trotz unserer etwas entlegenen Lage in Westkanada haben wir mehrere ausrittfreudige Sassen,
fünf der unsrigen sind Kolumbusritter, und einer hat gar den Basta.
Welches waren die Höhepunkte des verflossenen Vierteljahrhunderts? Da war einmal das rauschen-
de 25. Stiftungsfest, mit 200 Einritten. Auch die nord-/südamerikanische Brückensippung a.U. 144
war unvergesslich. Unseren ersten Ehrenschlaraffen haben wir auch erkoren, es ist kein anderer als
der Schriftsteller Karl May (ES Greenhorn), der ja unsere Gemarkungen schon vor über 100 Jahren
so eindrucksvoll beschrieb.
Doch der absolute Gipfel war wohl die Geburt unserer ersten und bislang einzigen Tochter. A.U. 138
wurde die hohe Kamlupsia aus der Traufe gehoben und a.U. 148 erhielt sie den AHA-Orden. Wir
sind stolz auf unsere Tochter, die bestens gedeiht. Trotz der nahezu 700 km (über 3.000 m hohe
Berge) ist ein reger und herzlicher Verkehr zwischen Mutter und Tochter entstanden.
Leider haben wir aber auch viele schwere Verluste erlitten: Die Ez Legionarus und Flaur-Kraut sind
viel zu früh gen Ahalla geritten. Auch mussten wir mit schwerem Herzen einige junge und vielver-
sprechende Sassen ziehen lassen, denn die Profanei entsandte sie in weit entfernte Gemarkungen.
Dennoch sehen wir voller Zuversicht der Zukunft entgegen. A.U. 152 werden wir unser 40. Stiftungs-
fest celebrieren, und wir haben das Glück, dass in unseren Reihen noch drei Erzritter regelmäßig
sippen, nämlich die Rtt Bar-Bar, Investi-Kuss und Uerige.
Dazu hat sich ein gutes Dutzend jüngerer Jahrgänge gesellt, und wenn wir weiter so tun wie bisher,
und wenn uns die anderen Reyche mit Einritten beglücken, braucht man sich um die Zukunft der
Rocky Mountania keine Sorgen zu machen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 456-457