Beschreibung
Asam, Cosmas Damian
Titel: Licht und Raum
Reych: Nr. 370 Im Isarwinkel (Geretsried)
Geb.: 28.09.1686 in Benediktbeuern
Gest.: 10.05.1739 in München
Volltext
deutscher Maler, Baumeister Asam entstammt einer namhaften bayerischen Künstlerfamilie des 17. und 18. Jahrhunderts. Er und sein Bruder Egid Quirin (1692 - 1750) erhielten gemeinsam bei ihrem Vater Hans Georg Asam, der den szenarischen Aufbau der großen italienischen Fresken studiert und zum Vorbild für seine Freskenmalerei in Deutschland genommen hatte, eine sorgfältige Ausbildung. Die beiden begabten und künstlerisch vielseitigen Brüder lernten ebenfalls in Italien bei verschiedenen berühmten Freskanten, vor allem bei dem Meister der spätbarocken Deckenmalerei, Andrea Pozzo. Ab 1714 wieder in München ansässig, schufen Cosmas als Maler und Architekt, Egid als Plastiker und Stukkateur Gesamtkunstwerke, bei denen von der Architektur bis zum letzten Detail der Raumausstattung alles vollendet aufeinander abgestimmt war. Wichtigster Aufgabenbereich der Brüder war die Ausstattung von Kirchen, wie die Dreifaltigkeitskirche in München (1714/15), die Wallfahrtskirche in Amberg, Mariahilf (1717), die Heilig-Geist-Kirche in München (1727) als auch die Ausschmückung neuerer Bauten zeitgenössischer Künstler, wie z. B. Maria Einsiedeln (1724-26). Höhepunkte gemeinsamen Schaffens bildeten solche Aufträge, bei denen die Brüder die Gesamtaufgabe vom Bau bis zur fertigen Einrichtung durchführen konnten, wie bei der Klosterkirche St. Georg in Weltenburg (1716 - 1721), beim Freisinger Dom St. Maria und St. Korbinian, eine Prachtleistung der barocken Vereinheitlichung in dem 56 m langen Innenraum (1723/24) und bei der Benediktinerabtei St. Emmeran in Regensburg (Magdalenenkapelle 1731/33) sowie beim Festsaal des Benediktinerstifts Bresnov (1727) und bei der Johann-Nepomuk-Kirche, „Asamkirche“ (1733 - 1746) in München. Auch im Bayerischen Wald sind seine Werke zu finden: im Kloster Ensdorf, Kloster Michelfeld, in den Pfarrkirchen Waldeck und St. Anna in Ruhmannsfelden und in der Klosterkirche in Oberaltaich. Cosmas Damian Asam gewann einen internationalen Ruf als Maler. Nicht nur in Bayern und Österreich, auch in Böhmen und Schlesien und in der Schweiz führte er Aufträge aus. Zu seinen Meisterwerken zählt das 600 qm große Deckengemälde „Maria als Weltkönigin" im Oratorium S. Maria de Victoria in Ingolstadt (1736). (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt