Reych Nr. 105

Braun, Wernher von

Unbekannt ·A-C

Beschreibung

Braun, Wernher von
Titel: Apollo der Weltraumstürmer
Reych: Nr. 105 Newarka (Dover)
Geb.: 23.03.1912 in Wirsitz
Gest.: 16.06.1977 in Alexandria

Volltext

deutscher Raketenforscher Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun entstammte einer Familie ostpreußischer Gutsbesitzer Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Familie nach Schlesien umsiedeln. Das Interesse für Naturwissenschaften wurde schon als Kind geweckt, ein astronomisches Fernrohr begeisterte von Braun erstmals für den Weltraum. Zukunftsromane, wie die von Jules Verne, führten zu ersten Experimenten mit Feuerwerksraketen, als Wernher 13 Jahre alt war. 1929 folgten erste Experimente an Raketen mit Flüssigkeitstriebwerken im Verein für Raumschifffahrt. Seinem Abitur 1930 folgte ein Studium an der Technischen Hochschule Berlin und der ETH Zürich. Von 1932 an arbeitete er als Zivilangestellter am Raketenprogramm des Heereswaffenamts. 1934 erreichte die von ihm entwickelte A2 eine Höhe von 2.200 m. Von 1937 bis 1945 war von Braun Leiter der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, wo er eine der ersten Boden-Boden Raketen, der A4 (später: V2), entwickelte. Die A4 war mit einer Gipfelhöhe von bis zu 200 km das erste von Menschen erbaute Objekt im Weltraum. Von Brauns Forschen war jedoch weniger auf Vernichtungswaffen, sondern mehr auf die Raumfahrt gerichtet, hiervon zeugen Pläne, die als Weiterentwicklung der A4 Kapseln für Astronauten enthielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg sicherten sich die Amerikaner von Brauns Dienste, zunächst für die eigene Rüstungsindustrie. 1951 konnte er die bemannte Raumfahrt als durchführbar darstellen. 1955 erhielt von Braun die amerikanische Staatsbürgerschaft und wurde ab 1959 der NASA unterstellt, wo er u.a. die Mercury-. Gemini- und Apollo-Programme leitete. Sein größter Erfolg sollte die erste bemannte Mondlandung 1969 werden. 1970 bis 1972 war von Braun stellvertretender Direktor der NASA und arbeitete an einer bemannten Mars-Mission, die er aufgrund von Budgetkürzungen aber nicht durchsetzen konnte. Aus Enttäuschung wechselte er zum Luft- und Raumfahrtkonzern Fairchild, wo er noch 4 Jahre als Vizepräsident wirken sollte. Ein Jahr später starb der Pionier und Visionär der Raumfahrt, auf seinem Grabstein steht der Psalm „Die Himmel erzählen von der Herrlichkeit Gottes; und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Zahlreiche Auszeichnungen wie das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und Ehrendoktorwürden zeugen von der Anerkennung, die Wernher von Braun erfahren durfte. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt