Beschreibung
Vivaldi, Antonio (auch auf die Entwicklung der Violintechnik von großer Bedeutung. Bach war von seinen)
Titel: Ritornell
Reych: Nr. 29 Asciburgia (Aschaffenburg)
Geb.: 04.03.1678 in Venedig
Gest.: 28.07.1741 in Wien
Volltext
italienischer Priester, Geiger, Komponist Über das Leben dieses großen zukunftsweisenden italienischen Meisters des Spätbarocks ist nur wenig bekannt. Seine Vaterstadt ist wahrscheinlich Venedig, wo ihn sein Vater ausbildete. Bekannt ist, dass Antonio Lucio, mit vollem Namen, ab 1685 als Violinist im Orchester von San Marco wirkte. Vermutlich war er auch Schüler des Komponisten Giovanni Legrenzi (1626 - 1690), der zu dieser Zeit Konservatoriumsdirektor in Venedig und Kapellmeister an der Kirche „San Marco" war. 1703 wurde er zum Priester geweiht und wegen seiner roten Haare „Il prete rosso" genannt. Als Violinvirtuose, Kapellmeister und Musikpädagoge war er meist in Venedig tätig, wirkte aber auch einige Zeit in Mantua und unternahm viele Reisen innerhalb Italiens sowie im Ausland. Er schrieb zahlreiche Opern und viele Instrumentalwerke, die ihn in ganz Europa bekannt machten. Sein umfangreiches Schaffen zeichnete sich durch große Experimentierfreude aus und beeinflusste fast alle namhaften Komponisten seiner Zeit. Neben Argangelo Corelli, Giuseppe Torelli (1658 - 1709) und Tommaso Albioni, trug vor allem Vivaldi entscheidend zur Ausprägung des Concerto grosso bzw. der vorklassischen Solokonzertform bei. Er erfand ständig neue formale und spieltechnische Bereicherungen wie das „Ritornell“ und war damit Violinkonzerten so beeindruckt, dass er neun Konzerte für Klavier bearbeitete und sich davon auch zu einem eigenen Klavierkonzert anregen ließ. Außerdem schrieb Vivaldi viele Konzerte für Cello, Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Trompete und andere Instrumente sowie Violinsonaten, Triosonaten und hervorragende kirchliche und weltliche Vokalmusik, darunter das Oratorium „Judith“, 1716. Mitunter zeigen Vivaldis Konzerte, von denen oft mehrere unter einem Sammeltitel zusammengefasst sind, programmatische Tendenzen. So werden zum Beispiel die 12 Konzerte „L'estro armonico", die vier Konzerte „Le quatro stagioni" (Die vier Jahreszeiten) noch heute viel gespielt. Johann Sebastian Bach arbeitete sechs Violinkonzerte von Vivaldi in Klavierkonzerte um. Vivaldi starb während eines Aufenthaltes in Wien und ist auch dort begraben. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt