Beschreibung
Wilhelm, Karl
Titel: Donnerhall
Reych: Nr. 191 Crefeldensis (Krefeld)
Geb.: 05.09.1815 in Schmalkalden
Gest.: 26.08.1873 ebenda
Volltext
deutscher Komponist Als Sohn und Schüler eines Stadtmusikers studierte er seit 1832 in Kassel bei A. Bott und L. Spohr und vollendete 1835 seine Ausbildung in Frankfurt bei A. Schmitt und J. Andre. 1840 ging er nach Krefeld, wo er zuerst Dirigent der Liedertafel und 1849 des Singvereins wurde. Als Privat- und Schulgesangslehrer war er hochgeschätzt. Er hob das musikalische Niveau der Stadt durch seine aller Seichtheit abholden Konzertprogramme, die auch Mendelsohn, Schumann und R. Franz berücksichtigten. Auch war er Mitbegründer der niederrheinischen Sängerfeste, deren drei erste in den Jahren 1853, 1855 und 1856 er selbst leitete. Am 10.03.1854 komponierte er das bereits 1840 von Max Schneckenburger gedichtete Lied „Die Wacht am Rhein", das am 11.06.1854 anlässlich der silbernen Hochzeit des Kaisers Wilhelm I. zum erstenmal gesungen wurde und 1870 die deutschen Soldaten in Frankreich zum Kampf begleitete. Karl Wilhelm wurde 1860 zum Kgl. Musikdirektor ernannt und erhielt eine Jahrespension von 3000 Mark für die „Wacht am Rhein". 1865 legte er alle seine Ämter nieder und kehrte nervenkrank und verbittert in seine Heimatstadt Sein Werk umfasst 12 patriotische Lieder, 69 Lieder für die heranwachsende Jugend, 72 Lieder und Gesänge und 70 Quartette. Durch Orden und Medaillen, Geldspenden und durch Popularität geehrt, zog er sich mehr und mehr Seine Vaterstadt hat ihm zu Ehren ein Denkmal errichtet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt