Reych Nr. 31

Hayduk, Alfons

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Hayduk, Alfons
Titel: von Slik
Reych: Nr. 31 Onoldia (Ansbach)
Geb.: 18.11.1900 in Oppeln
Gest.: 15.07.1972 in Erlangen

Volltext

deutscher Schriftsteller Weiland Sasse der HR Glivitium und Onoldia Seine Vorfahren väterlicherseits stammen aus Oberschlesien und Ungarn, mütterlicherseits aus Niederschlesien und den Niederlanden. Er wächst in Oppeln auf, tritt der Wandervogelbewegung bei, kommt nach Breslau und legt dort bereits 1921 seine Lehrerprüfung mit Auszeichnung ab. Er studiert an der Universität, querbeet, ohne sich auf ein bestimmtes Fach zu verlegen, aber vorher schon fängt er an zu schreiben, lyrische Jugendgedichte, die zeigen, wie sehr er in seiner oberschlesischen Heimat verwurzelt ist. In Chemnitz avanciert er zum jüngsten Theaterdirektor Deutschlands. Ende der zwanziger Jahre gründet er in Hindenburg die Wanderbühne Oberschlesien und übernimmt deren Leitung bis in den Anfang der dreißiger Jahre. Aber der Beruf ist für ihn Nebensache. Seine große Leidenschaft ist und bleibt die Sprache, das Schreiben. Er verwendet viel Zeit darauf, alten Sagen, Geschichten, Volksschwänken und Chroniken nachzuspüren und sie in seiner eigenen Sprache aufzuzeichnen. Das ist seine Kunst: Erzählen, gestalten. Er trägt Hunderte von Anekdoten zusammen und lässt darin ein lebendiges Bild seiner oberschlesischen Heimat auferstehen. Aber nicht nur Heiteres fließt aus seiner Feder, Feulletons, Aufsätze, Buch- und Theaterkritiken, Essays, Erzählungen, Reiseschilderungen, Kinderbücher, Laienspiele, Theaterstücke – an die dreißig Bücher mit einer Auflage von über einer Viertelmillion Exemplare liegen vor. Der Lohn bleibt nicht aus. Eichendorff-Plakette, Schlesischer Adler, Ehrengabe der Stadt Oppeln, Schlesischer Literaturpreis 1967 und vieles andere zeugen von der Wertschätzung seines literarischen Schaffens. Noch als Ruheständler leitet er das Kulturwerk Schlesien, um einen Beitrag für seine Heimat zu Zum Knappen Nr. 49 wir er gekugelt am 8.1.71 im Reych Nr. 258 Glivitium (profan Gleiwitz / Oberschlesien) und in der Ast 72/73 ist er bereits aufgeführt als Rt. von Slik der Liter-Rat. Nach dem Krieg und der Gefangenschaft kommt er nach Ansbach und wird von a.U. 96 an ununterbrochen bis zur Jahrung 113/114 zum Oberschlaraffen des Reyches gewählt. Die letzte Wahlperiode allerdings kann er nicht mehr antreten. Der Lohn für schlaraffische Treue bleibt nicht aus. Erbschlaraffe, Ursippe für 25-jährige treue Zugehörigkeit zur Schlaraffia, Erboberschlaraffe nach zehn Jahrungen auf dem onoldischen Thron und schließlich Ehrenritter des Reyches Norimberga am 24.1.113, ein halbes Jahr vor seinem Ahallaritt, den er nach kurzer, schwerer Krankheit am 15. Heumond a.U. 113 antreten muss. In den Erinnerungen der Onoldia lebt er weiter. Der kleine von Slik, der große Sprachkünstler, der heimattreue Oberschlesier, der begeisterte Schlaraffe. Ein wahrer Freund – leider nur für eine kurze, aber glückliche Zeitspanne in der Geschichte der Onoldia, (Text: Rt. Aqua (31) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt