Beschreibung
Grünewald, Mat(t)hias (auch Grün) (auch Nithard, Mathias)
Titel: Grün
Reych: Nr. 45 Moguntia (Mainz)
Geb.: um 1480 im Raum Würzburg
Gest.: 27. oder 31.08.1528 in Halle an der Saale
Volltext
deutscher Maler Aus dem Leben Grünewalds ist wenig bekannt, das beweisen schon die o.g. Angaben bezüglich Name und Geburts- bzw. Todesdaten. Dazu gibt eine Forschung, die vor wenigen Jahren erfolgte, folgende These: Man fand den Namen und die Lebensdaten eines Bildschnitzers und Malers Mathis Grün, der zur gleichen Zeit am Mittelrhein tätig war. Aufgrund der Namensverwandtschaft glaubte der Entdecker, den wahren, den historischen Grünewald gefunden zu haben. Eine Identifizierung des Künstlers mit einem der Namen Nithart - Gothart oder Grün wird durch den gleichlautenden Vornamen erschwert, denn in den meisten Urkunden wird nur von Meister Mathis gesprochen, bisweilen mit dem Zusatz Maler oder Bildschnitzer. Aus knappen Angaben lassen sich zwei Hinweise entnehmen: Meister Mathis hat für den 1509 von Dürer für den Frankfurter Jakob Heller vollendeten Altar in der dortigen Dominikanerkirche zwei Standflügel mit Heiligen in Grisaillemalerei ausgeführt. Von den 4 Tafeln für den Heller-Altar trägt diejenige mit dem hl. Laurentius ein Monogramm aus den Buchstaben „M" und „G" sowie einem daneben gestellten „N“. Diese Namenszeichnung Iässt sich zwar in Mathis Nithart Gothart auflösen, würde man Mathis Grün lesen, bliebe das „NW ungedeutet. Man fragt sich, ob der Name des Malers nun Gothart oder Nithart gelautet habe. Da der von Meister Mathis angenommene Sohn Andreas in allen Urkunden den Zunamen Nithart führte, dürfte auch der Adoptivvater den gleichen Familiennamen getragen haben. Dieser Name Nithart ist in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in Ulm und in Würzburg nachweisbar. Wahrscheinlich entstammte Meister Mathis dem Würzburger Geschlecht. Früher vermutete man, dass er um 1450 oder 1460 geboren wurde, heute wird allgemein angenommen, dass seine Geburt erst um 1480 oder wenig früher anzunehmen ist. Mathis Grünewalds Werke: „Verspottung Christi", 1503 und damit ein Jugendwerk, „Kreuzigung Christi", 1505, der bereits erwähnte „Heller-Altar", 1513 - 1515, sein gewaltiges Werk, der „Isenheimer Wanderaltar" für das dortige Antoniterkloster, „Die Heiligen Erasmus und Mauritius", 1520 - 1523, „Maria-Schneewunder", Teil eines Altares aus dem Jahre 1519 und „Stuppacher Maria". Alle seine Werke ausführlich zu beschreiben, würde wohl zu weit führen, obwohl es lohnend wäre. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt