Beschreibung
Gilm zu Rosenegg, Hermann Graf von (auch sein Jurastudium. 1836 trat er als Rechtspraktikant in den Staatsdienst und arbeitete an)
Titel: Sonett
Reych: Nr. 216 Porta Tiroliae (Kufstein)
Geb.: 01.11.1812 in Innsbruck
Gest.: 31.05.1864 in Linz
Volltext
österreichischer Lyriker Der Sohn eines Gerichtsassessors ging in Feldkirch und Innsbruck zur Schule und begann 1830 dort verschiedenen Tiroler Kreisämtern, 1840 in Schwaz a. Inn, 1843 in Bruneck und 1845 in Rovereto. 1847 begab er sich nach Wien, um an der Hofkanzlei als Konzeptspraktikant zu beginnen. 1850 wurde er im Ministerium des Inneren angestellt. 1854 zog es ihn nach Linz, wo er zum Statthaltereisekretär ernannt wurde und 1856 zum Leiter des Präsidialbüros aufstieg. Begeistert für das Land Tirol, von freisinnigen Anschauungen in Politik und Religion beseelt, zeichnete sich Gilm als Lyriker durch Frische der Empfindung und Schönheit der Sprache aus. Er war ein Lyriker mit volksnaher Natur- und zarter Liebeslyrik. Hier sei an seine „Sonette aus Welschtirol" sowie an die „Sommerfrischlieder aus Natters" und das Lied „Allerseelen". Seine politischen Gedichte waren oft scharf und dennoch schwungvoll formuliert. Mit seinen prächtigen „Schützenliedern“ nährte Gilm die Tradition von 1809. Seine zum Teil scharfen „Jesuitenlieder“ brachten ihm so manche Unannehmlichkeiten ein. Eine Sammlung seiner „Gedichte“ erschien erst nach seinem Tode, die auch eine Biographie enthält. Desgleichen wurden auch seine „Familien- und Freundesbriefe", von M. Necker zusammengestellt, rund 50 Jahre nach seinem Tode veröffentlicht. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt