Reych Nr. 181

Burckhardt, Max

Unbekannt ·A-C

Beschreibung

Burckhardt, Max Dr.
Titel: Rat Schimpf
Reych: Nr. 181 Castellum Cornoviae (Korneuburg)
Geb.: 14.07.1854 in Korneuburg
Gest.: 16.03.1912 in Wien

Volltext

österreichischer Jurist, Theaterdirektor, Schriftsteller Max Burckhard widmete sich zunächst dem Rechtsstudium in Wien. Auf Grund seines dreibändigen Werkes „Österreichisches Privatrecht" (1883-89) wurde er Privatdozent für österreichisches Privatrecht an der Wiener Universität, folgte später einem Ruf ins Ministerium für Kultus und Unterricht, wo er 1887 zum Ministerial-Vizesekretär ernannt wurde. Von 1890-98 war Burckhard als Theaterdirektor am Wiener Burgtheater tätig. Seine bewährte Theaterleitung war durch die Heranziehung hervorragender Schauspieler wie Friedrich Mitterwurzer, Adele Sandrock, Lotte Medelsky, Otto Treßler, Hedwig Bleibtreu und Josef Kainz, aber auch durch das Eintreten für Ibsen, Hauptmann, Halbe, Sudermann und Schnitzler gekennzeichnet. Das ausgeprägte Rechtsempfinden kam nicht nur in seinen Arbeiten im öffentlichen Recht, wie zum Beispiel im „Leitfaden der Verfassungskunde der österreichisch-ungarischen Monarchie" und in „Aesthetik und Sozialwissenschaft" zum Ausdruck. Er war im besonderen bemüht auch die rechtliche Stellung der Schauspieler theoretisch mit seiner Arbeit „Das Recht der Schauspieler" und in der Praxis während seiner Theaterleitung zu sichern. Dazu gehörte auch seine Fühlungnahme mit Genossenschaften und Arbeitervereinen. Nach seiner Theaterzeit war er zwei Jahre als Rat beim Verwaltungsgericht tätig. Nun erst hatte er Zeit und Muse gefunden, sich auf der literarischen und dichterischen Ebene zu entfalten. Ersteres als Mitherausgeber der ,,Zeit“ in Wien und letzteres in seinen Komödien „Die Bürgermeistenwahl" und „Die verflixten Frauenzimmer", ferner in seinen Romanen und Erzählungen ,,Gottfried Wunderlich", „Die Insel der Seligen", „Scalasanta“ und im Volksstück „S'Katherl". Seine eigenen Lebensabschnitte sind festgehalten in den Schriften „Quer durch Juristerei und Leben", ,,Quer durch's Leben" und „Das (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt