181 Castellum Cornoviae
Über 320 festbereite Uhubrüder und Gäste feierten des Reyches 75-er in der 1807. Sippung am
27.04. a.U. 126. Der große Stadtsaal war voll besetzt. Das erlesene Programm begeisterte. Dieser
Erfolg wirkte fort: Der eigene Sassenstand stieg von 58 auf 69 und die hohe Zahl nachfolgender
Einritte sind eine fulminante Dokumentation.
Die alte Führungsgarde, wie wld Rtt Thespis, die Rtt Advocanto, Ahakadi, Gygant, und Nöck wurden
seither von jüngeren Wahlwürden abgelöst. Für die innere und äußere Stetigkeit für die Führung
der Reychsgeschäfte sorgten alsbald die Rtt Froh, Tiri Lu und Tobac, später Rtt Tel Ami Mauwurf
und Ras Port, tatkräftig unterstützt von Rtt Spezi Fex, Don Zahl Es, Atzlethe und Heck-Meck. Sie
alle zeichnet als Dank zumindest ein Erb W aus. Vier J zügelten ab a.U. 126 die Sassen der Jk-Tafel.
Zur Zeit verjüngen 19 Nachwüchsler nicht nur den Altersdurchschnitt der Sassenschaft, auch ihre
große Ausrittfreudigkeit beschert(e) dem Reych vermehrte Einritte und mannigfache Beziehungen.
Das Junkerturney tobt seit 46 Jahrungen mit zyklisch wechselndem Austragungsort zwischen den
Reychen 181, 230 und 375. Dem Sieger winkt als Wanderpreis eine besondere Junkerkette.
Und seit a.U. 120 lädt Castellum Cornoviae alle Hofnarren zum „HOFNÄRRISCHEN KONVENT”.
Diese humorvolle Sippung wirkt wie ein Magnet für Sassen und Gäste, sodass immer akuter Platz-
mangel herrscht. Der Konvent unter dem Vorsitz unseres ER Sketch (24), dem unser besonderer
Dank gilt, ist Ohrenschmaus, Augentrost und Zwerchfellmassage zugleich, denn die lieben Burg-
frauen und/oder musischen Vorträge bannen jeden Teilnehmer in „Uhus hofnärrisches Treiben”.
Ludwig Börnes (1786-1837) schrieb einst: „Humor ist keine Gnade des Geistes – er ist eine Gabe des
Herzens!”Und wir Cornovcen wissen sehr wohl zu unterscheiden zwischen lachhaft und herzhaft.
Beim 90. Stiftungsfest (2.232 Sippung am 29.04. a.U. 141) war der Stadtsaal wieder Schauplatz
einer Jubelsippung, vortrefflich ausgerichtet von der nachgerückten Reychsregierung. Öffentliche
Verwaltung und Presse waren zugegen. Behördliches Lob und „Stadtgespräche” wirkten positiv
nach. DAS alles konnte dazu beitragen, dass der Begriff „Geheimbund” für Schlaraffia nicht zutrifft.
Unsere Feste, die nach außen hin die Lebenskraft unseres Reyches (Bundes) bezeugen, finden ihre
Wurzeln zugleich im echt schlaraffischen Sippungsgeschehen sowie im getreuen Freundeskreis.
Die Stärke des Reyches liegt in der Sippungsgestaltung und -konzeption. Nicht minder wichtig ist
unsere atz- und lethefreudige NACHsippung, weil sie persönliche Kontaktaufnahmen zusätzlich
fördert. Man(n) geht dabei aus sich heraus!! Da der biologische Abbau leider Edles dezimiert, sip-
pen nur noch vier Ritter, die das 50. Stiftungsfest erlebten. Dazu erinnert die wappenreiche Ahalla-
Nische sowie das mit Konterfeis geschmückte Ahalla-Buch mit dem Wahlspruch „Ihr weilet unter
uns“ und erweckt im Betrachter Erinnungen: „Ja, ja, mit DEM hab ich auch gesippt!” Im Ostermond
a.U. 136 startet(e) der Versuch, das ehemalige mährische Reych Iglavia (90) wieder zu beleben. Der
Status Feldlager ist angesichts der vielen Probleme mit Burg, Nachwuchs, Sprache, Finanzen - in
Anerkennung der Bemühungen vorerst als TEILERFOLG zu werten. die weitere Entwicklung wird
vorangetrieben. Die Cornovcen-Burg wurde im letzten Jahrzehnt nochmals umgestaltet, klimatisiert
und eine monderne Küche eingerichtet. Eigene Styxinnen verwöhnen aller Freunde Gaumen. Für
den OR schufen wir einen eigenen Sitzungsraum mit einem umfangreichen, interessanten Archiv-
bereich. Unsere Burg ist ein uhuversumweit geschätztes Juwel und eine bildliche Dokumentation
des schlaraffischen Spiels. Eine besondere Informationsquelle ist auch unsere stets aktuelle Heim-
seite im Internet. Kraft des Sassenstandes steuern wir frohgemut auf die nächste Sternstunde un-
sers Reyches – das 100. Stiftungsfest a.U. 151, zu.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
182 Bisonia
Als a.U. 125 die letzte Chronik erschien, zählte unser Reych noch 34 sesshafte Sassen; dieser Sas-
senstand blieb in den folgenden zehn Jahrungen konstant.
A.U. 126 wurde unser 75. Stiftungsfest mit über 200 Einritten gebührend gefeiert, und in den darauf
folgenden Jahrungen konnten wir mehrere denkwürdige Ritterschläge celebrieren. Ein Höhepunkt
in unserer Reychsgeschichte war es, als wir a.U. 134 Gastgeber der 14. Reychstagung des Landes-
verbandes Schlaraffia Nordamerika waren.
Dank gebührt den Veranstaltern, insbesondere wld Rt Domofex, der sich in aufopfernder Weise
für dieses Fest eingesetzt hatte. Die Reychstagung verlief so gut, dass die Bisonia im Uhuversum
wieder im Gespräch war. Weitere Höhepunkte waren das 80., 85.,90.,und 95. Stiftungsfest, unsere
2.500 Sippung sowie der alle zwei Jahrungen stattfindende Erieachsenritt. Das Reych bewährte sich
auch in einigen Reychsfehden, die bestens ausgefochten wurden, und schließlich wurden wir auch
für zwei Reychsfehden als Fehderichter auserkoren.
Einer unserer Stützen, Rt Merkuri, als unermüdlicher Reiseleiter im Uhuversum ein Begriff, wurde
vor kurzem vom LVNA mit der silbernen Verdienstmedaille geehrt.
Bemerkenswerterweise konnten wir im vergangenen Vierteljahrhundert durchwegs in ein und der-
selben Burg sippen, und zwar in unserer im Uhuversum bekannten Niagaraburg mit all ihrem hand-
geschnitztem Burgmobilar.
Es war unvermeidbar, dass wir im vergangenen Vierteljahrhundert von vielen altbewährten Recken
und Schlaraffenfreunden für immer Abschied nehmen mussten. Hiervon seien nur einige erwähnt,
die auch außerhalb unserer Gemarkungen bekannt waren: die Rtt Widerhall, Amigo, Kajak, Hamur,
Domofex, Ramses, Umso-Desto, Danubio und Lontano.
In den letzten 10 Jahrungen nahm unsere Sassenschaft immer mehr ab, sodass wir in den letzten 5
Jahrungen mit nur zwei Oberschlaraffen und einem Dutzend Unentwegter sippten. Selbst die Frage
wurde laut, ob wir vielleicht die Burg verkaufen und uns auflösen sollten. Doch dem Widerstand
einiger Ritter ist es zu verdanken, dass dieser Plan nicht in die Tat umgesetzt wurde.
A.U. 147 erlosch unsere Ziehtochter, das h.R. SyracUHUsa, und wir übernahmen als Fahrende vier
ihrer verwaisten Ritter. Wir sind der Hoffnung, dass alles wieder einen Aufschwung nehmen wird
und sehen mit zwei Prüflingen den Freuden eines Ritterschlages entgegen.
An jedem Uhutag erwerben wir unser Schlaraffentum von Neuem. Die führenden Kräfte mögen
wechseln, wir stoßen auf neue Namen und hören von neuen Taten. Doch die alte Schlaraffia Biso-
nia, als Verkörperung der schlaraffischen Idee, bleibt zeitlos.
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