340 Porta Alegrensis
Anno Uhui 126 wurde das Reych von dem Triumvirat der Rt Alli (OÄ),Theatralist (OI)und Joggeli
(OK)regiert. A.U. 127 wurde Rt Nobel der Beschwingte(Dr. Carlos Hunsche), einer der bedeutends-
ten deutsch-brasilianischen Historiker, nach Ahalla abberufen. Zusammen mit Rt K.i.P. war er Mit-
gründer des kurzlebigen Uhustammtisches Hortensiae Gramadense.
Es folgte eine sehr schmerzhafte Folge von Ahallaritten beliebter Sassen unseres Reyches: a.U. 128
die Rtt Deposito und Reb-Läusl, a.U. 129 Rtt Jupp und Farbenkleks, a.U. 131 Rt Oskarito, a.U. 133
die Rtt Turnfroh, Kariex und SRLA ErbO Tico Tico, an dessen „Stammtisch Achenbach” die Porta
Alegrensis ihren Uranfang genommen hatte.
A .U. 134 sind die Rtt Onça, SRLA ErbO Looping, ein weiterer Gründervater, der aus dem Patenreych
Onoldia stammte und Rt Joggeli in Ahalla eingeritten.
A.U. 135 haben wir unsere Burg in der Sociedade Germania verloren. Nach einigen Jahrungen in
einer Notburg, konnten wir in Porto Alegre im Verein vom 25. Juli, dem kulturellen Zentrum der
Brasilianer deutscher Abstammung, unser neues Nest aufbauen. A.U. 136 verlor das Reych den Rt
Praliné und a.U.138 Rt Gschaftlhuber. A.U.139 sind die verdienten Rtt ErbK Emmental und Papa-ulul
in Ahalla eingeritten.
Alle drei Jahrungen wird das „Fest der weissen Orchidee” begangen, das vor vielen Jahren in der
Heimburg des Rt Acará als Freundschaftsfest aller Sassen des Landesverbandes entstand. Das Tur-
ney um die Onoldiakette und die Porta Alegrensis-Sippung zu Onoldia sind weitere wichtige Ereig-
nisse. A.U. 130 wurde in der Gauchoburg die Reychsfehde Bonaerensis – Rio Carioca ausgetragen.
146 schlug sich dort die Paulista mit der Curitibana. Ab a.U. 130 wiederholen sich die Einritte statt-
licher Fähnlein europäischer und nordamerikanischer Sassen. A.U. 142 tagten in der Gauchoburg
die Schlaraffenräte des LVLA. Am 21.8. a.U. 144 beging das Reych seine 1.500 Sippung mit der
Hoffnung auf Fortschritt und Wachstum.
A.U. 140 musste Rt Monetarius den Weg gen Ahalla antreten. A.U. 145 folgte ihm unser Nestor Bril-
lantenträger Rt Radix. A.U. 145 trat ErbO Korsett von seinem hohen Amte zurück und OK Quirli-Fax
wurde in den GU-Stand erhoben. Zum XV. Orchideenfest a.U. 147 ritten der ASR und sein Vorsitzen-
der Rt Ton DIN bei uns ein. 105 Schlaraffenbrüder füllten die Gauchoburg bis auf den letzten Platz.
Charakteristisch für das Reych ist die Präsenz junger Sassen aus dem riograndenser Deutschtum,
die noch den anheimelnden Hunrücker Dialekt sprechen. Das reichhaltige Sippungsprogramm be-
inhaltet alljährlich eine Gedenkfeier an die ersten deutschen Einwanderer von 1824. Man fechst in
der Mundart und beteiligt sich am Turney um die Gauchokette. A.U. 147 erwies sich als sehr positiv,
denn das Reych erreichte erneut den Stand von 22 Sassen, unter ihnen vier Musiker, die die Sippun-
gen angenehm bereichern.
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341 Belominensis
A.U. 125 konnte das Vademecum einen Sassenstand von 30 Rittern, Junkern und Knappen ver-
zeichnen. Den Thron zierte das Triumvirat Asinusserl, Hypocraticux und Froh-Sinn. Man sippte mit
den Tonheroen, erlebte Münchhausiaden, ehrte Smetana, Morgenstern, Schubert, Johann Strauss,
Hans Sachs und feierte eine Lethesippung bei Wein, Weib und Gesang. Die Belominensis fühlte
sich wie eine große Familie.
In der Sommerung bewirteten Rt Malz der Gehopfte und Burgfrau häufig das ganze Reych in ihrer
Heimburg im Hoppegarten. Nach dem Ahallaritt des beliebten Rt Malz, heiratete Rt Asinusserl
dessen Burgfrau und führte diese Tradition in großzügiger Weise weiter. Rt Malz hatte zu Lebzeiten
verfügt, dass ein Haus und 1.000 Quadratmeter Parkplatz der Schlaraffia offiziell überschrieben
wurden.
Hier entstand die prunkvolle Burg der Belominensis. Großartige Krystallinen gaben die Rtt Macht-
nix, Don Serrote, Feuerbusch und Froh-Sinn auf ihren Latifundien. Die Belominensis hatte auch ein
Reychsorchester, das von den Rtt Feuerbusch und Advokalist geleitet wurde. Rt Geigerzähler war
ein veritabler Virtuose auf dem Seufzerholz. Das Orchester spielte bei mehreren grossen Veranstal-
tungen, deren bedeutendste der Einritt des ASR war. An diesem Fest nahmen 500 Ritter, Tross und
Gäste teil.
Rt Karolus brachte aus seinem Fundus viele unbekannte Komponisten zu Gehör und spielte mit
Musilux vierhändig auf dem Clavicimbel. Manchmal sprach er über musikkritische Themen. Nach
dem Ableben von Rt Knurrhahn, ließ er jahrelang das Vademecum drucken und versenden.
Nach 1.200 Sippungen begann das Reych abzubröckeln. Die wirtschaftliche Krise um a.U. 130-132
traf die Belominensis hart. Viele der auf Kontrakt nach Brasilien gekommenen Uhubrüder muss-
ten nach Europa zurückkehren. Eine erhebliche Anzahl trat den Weg gen Ahalla an. Dazu kamen
Schwierigkeiten mit der Burg. Man musste das Burglokal neunmal wechseln. Nun lag die Burg
immer noch weit außerhalb der Stadt und war wegen Unsicherheit auf den Strassen schwer zu errei-
chen. Schließlich ereigneten sich persönliche Reibereien, die a.U. 139 zur Selbstauflösung des Rey-
ches führten. Einige Sassen meldeten sich in den Reychen Paulista und Rio Carioca fahrend. Statu-
tengemäß gingen Burg und Grundstück an das evangelische Altersheim. Die Reychskleinodien und
Utensilien wurden in der Fabrik eines Sassen eingelagert. Sie fielen später Einbrechern zum Opfer.
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