XXIII. Concil zu Lulucerna

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Das XXIII. Allschlaraffische Concil zu Lulucerna a.U. 145

Volltext

XXIII. CONCIL
ZU LULUCERNA
Das h. Reych Lulucerna wurde auserkoren vom 22. - 24. Lethemond a.U. 145 das XXIII. Allschlaraf-
fische Concil auszurichten. Die Sassen der h. Lulucerna und viele Helfer aus umliegenden Reychen,
haben mit grosser Freude dieses Concil im Namen des Landesverbandes Helvetia vorbereitet und
durchgeführt.
Der Concilsort selbst war eine Reise wert. Dank seiner einmalig schönen Lage ist Luzern weltweit
bekannt. Eingebettet zwischen sanften Hügelzügen liegt die Stadt am Ausfluss des Vierwaldstätter-
sees, ihr Gesicht den von Dichtern und Komponisten verherrlichten Alpen zugewandt.
Alle Anlässe fanden im KKL (Kultur- und Kongresszentrum) statt. Im Saal „Luzern“ versammelten
sich die Legaten und Geleitritter zur Legatentagung. Der Vorsitzende, Rt Schilf, eröffnete die Tagung
mit der Verehrung der Allmutter Praga. An der Legatentagung in Köln wurde der Allschlaraffenrat
beautragt, Spiegel und Ceremoniale überprüfen zu lassen und die Ergebnisse dem jetzigen Concil
vorzulegen. Die den Legaten vorliegenden synoptischen Unterlagen sind das Ergebnis von über
lange Jahre hinweg gesammelten Anregungen, die aus zahlreichen Reychen beim Allschlaraffenrat
vorgebracht und von der Spiegelkommission behandelt worden sind. Damit wurde es möglich, über
Vorschläge im ganzen und einzeln abzustimmen.
Die Diskussionen, Änderungsanträge und Abstimmungen gingen zügig über die Bühne. Eine Ent-
scheidung über die Altersorden wurde nach längeren Diskussionen zum nächsten Concil verscho-
ben. Alle beschlossenen, neuen Formulierungen sind seit diesem Concil in Kraft. Nach redakti-
oneller Überarbeitung wird der Druck des neuen Spiegels in Auftrag gegeben und den Reychen
zugestellt.
Bei der Allschlaraffischen Stammrolle handelt es sich um einen „Dauerbrenner“. Der ASR ist der
Meinung, dass diesem leidigen Thema die Wichtigkeit etwas abzusprechen sei. Die Stammrolle in
der jetzigen Form ist handlicher und vor allem auch kostengünstiger geworden. Diese Form soll
beibehalten werden. Es soll aber eine CD-Rom mit schlaraffischen Daten beigefügt werden. Wer, wie
wir, Traditionen bewahren muss, sollte sich trotzdem auch modernster Mittel bedienen. So wurde
im Internet ein Uhunetz installiert, das höchsten Anforderungen genügt.
Ebenso verfügt unser Bund jetzt über eine zentrale Datensammelstelle. Dort werden die Daten für
Stammdatei, Stammrolle, „Der Schlaraffia Zeyttungen“ und die Sippungsfolge gespeichert. Diese
„Datenzentrale Allschlaraffia“, so heisst sie offiziell, ist ein Instrument des Allschlaraffenrates und
steht jedem Landesverband und jedem Reych zur Nutzung offen.
Mit diesen neu geschaffenen Einrichtungen kann weniger bürokratisch, effizienter und kostengüns-
tiger gearbeitet werden. Der Allschlaraffenrat bemüht sich ohnehin in allen Bereichen die Kosten
zu senken. Zur 150-Jahrfeier Allschlaraffias soll ein Band 4 unserer Chronik gedruckt werden. Vielen
Sassen sind die Melodien unserer Klangbuches so vertraut, dass sie textliche Unzulänglichkeiten,
die zum grössten Teil mit den veränderten Zeiten zusammenhängen, gar nicht mehr bemerken.
Im Interesse unseres schlaraffischen Nachwuchses wird es unumgänglich das Klangbuch zu revi-
dieren. Eine Allschlaraffische Liederkommission wird in absehbarer Zeit eine neue Ausgabe vorle-
gen. Die Berichte des alten und des neuen Chefredaktors DSZ sowie die Antrittsrede der künftigen
Vorsitzenden des ASR, Rt Ton Din aus dem LVA rundeten eine allseitig mit Zufriedenheit aufgenom-
mene, sachlich und effizient verlaufene Legatentagung ab.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Am Abend wurde die Festsippung im „Salle blanche“, einem der schönsten Konzertsäle der Welt
mit einer einzigartigen Akustik, abgehalten. Unter dem Motto: „Schlaraffia bleibt jung“ erfreuten
ernste und heitere Beiträge in Wort und Ton die Festbesucher.
Ein gut besuchter Frühschoppen rundete anderntags die Concilstage in Luzern ab, das sich den
Schlaraffen in prächtigstem Herbstwetter präsentiert hat. Dabei wurde den Teilnehmern ein buntes
und fröhliches Allerlei von Musik und Brauchtum rund um den Vierwaldstättersee geboten.
Schilf (153)
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Schlaraffische
Einrichtungen
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Quelle: Chronik Band IV, S. 69-71