Beschreibung
Keilberth, Joseph (auch schlaraffisch vorgeprägten Familie auf. Sein Vater war Solocellist des Badischen Hoforchesters)
Titel: Tristano
Reych: Nr. 208 Babenbergia (Bamberg)
Geb.: 19.04.1908 in Karlsruhe
Gest.: 20.07.1968 in München
Volltext
deutscher Dirigent und Konzertmeister Der am 19.04.1908 in Karlsruhe geborene Joseph Keilberth wuchs in einer sowohl musikalisch als und Sasse der Carolsuhu. Als 17 jähriger wurde Keilberth Kapellmeistervolontär am Badischen Landestheater, mit 20 dirigierte er dort den „Freischütz“, im gleichen Jahr wurde er Schlaraffe der Carolsuhu und später zum Ritter Kna-Mottl der Zartbesaitete. Prägend für seinen beruflichen Weg wurden Hans Pfitzner und Richard Strauss. Sein Dirigat ist gekennzeichnet von individualkreativer Freiheit, die er seinen Musikern ließ. 1935 setzte er sich gegen Herbert von Karajan durch und wurde er Opernchef in Karlsruhe, ein Jahr später debütierte er mit den Münchner Philharmonikern. Sein weiterer Weg führte ihn über Berlin nach Prag zum Deutschen Philharmonischen Orchester. Vor allem seine Wagneraufführungen wurden zu seinem Leidwesen von den damaligen Machthabern missbraucht. Seine Musiker konnte er als „unabkömmlich“ deklarieren, was diesen eine Einberufung in den Militärdienst ersparte. Nach dem Krieg kam die Aussiedlung nach Dresden, wo er als Leiter der Dresdner Staatskapelle eingesetzt wurde. Trotz hoher Ehrungen verließ er alsbald die DDR und zog nach Bamberg, wo er die Bamberger Symphoniker international zu großem Ruhm führte. 1949 lehnte Keilberth eine Berufung als Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper ab und entschied sich, als Chefdirigent in Bamberg zu bleiben. Sein künstlerischer Höhepunkt waren seine Dirigate bei den Wagnerfestspielen in Bayreuth 1952 – 65. 1959 gab er dem Drängen nach und übernahm die Bayerische Staatsoper. Am 20.07.1968 brach er bei einer Aufführung von Tristan und Isolde zusammen und verstarb. Seitdem hat die Bayerische Staatsoper die Noten dieses Stückes an der Stelle markiert, an der Keilberth seinen Taktstock aus den Händen legte. Der große Konzertsaal der Bamberger Symphonie wurde nach Joseph Keilberth benannt. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt