Beschreibung
Steinfeld, Karl-Heinz
Geb.: 17.07.1924
Gest.: 17.07.1996
Volltext
deutscher Musiklehrer und Komponist wld. Sasse des h.R. Hohenfreudenstatt Rt. Atonis der Klavisimpl, trat am 06.12.104 in Schlaraffia ein und war Gründungsritter im Reych Hohenfreudenstatt, Erbzinkenmeister und Schlaraffenrat. Seine Schul- und Berufsentwicklung war von den Kriegsjahren geprägt. Er studierte Musik, begann aber seine berufliche Laufbahn als Tanzmusiker, denn die Amerikaner und Franzosen wollten nach dem Kriege Ihr Vergnügen in den Offizierscasinos. Dieses Leben machte ihm so viel Spaß, dass er eine Band mit 5 Mann gründete und dann in Schweden jahrelang in den Seebädern musizierte. Er schrieb später ein Buch, indem er die Facetten des Tanzmusikers sehr lustig beschrieb, indem fast jeder Auftritt abends dann eine entsprechende "Dolce Vita- Verlängerung" bis in die Puppen hatte. Nach ein paar Jahren und gesetzterem Alter kehrte er nach Deutschland, genauer nach Freudenstadt, zurück und widmete sich sehr intensiv dem Musikleben. Die war aufgeteilt in 4 Sparten, Musikunterricht auf dem Klavier und der Heimorgel, Kompositionen Schwarzwaldliedern (Ferienbetrieb Schwarzwald), Arrangement und Lektor für Musikunterricht und Chöre und Chorleitung. Mit all seiner Erfahrung aus der Bandzeit gründete er den "Karl-Heinz-Steinfeld-Chor" Aus den anfänglichen Auftritten im Schwarzwald wurde auch bald der Südwestrundfunk auf ihn aufmerksam, Rundfunk-,und Fernsehaufnahmen in Baden- Baden folgten. Bekannt ist die Zusammenarbeit mit Rolf Schneebiegl (Rt Cornetto) und seinen Schwarzwaldmusikanten. Aus einem Hobbychor wurde ein Qualitätschor neben Gus Backus und dem Bodo-Lukas-Chor. Das Repertoire entwickelte sich auch international, sodass auch mal "Oh happy day“ oder „Ol´ man river" und vieles mehr zu hören war. Dies führte zu vielen internationalen Konzerttourneen, die den Hobbysängern zuviel abverlangte, sodass nach ein paar Jahren sich zuwenig Nachwuchs einstellte. Die Anforderungen waren hoch, musste doch das ganze Repertoire auswendig gesungen werden. Sein schlaraffisches Leben war auch sehr intensiv. Als brillanter Zinkenmeister und ein Freund der Geselligkeit war er ein sehr fleißiger Ausreiter. Seine Freizeit im Sommer verbrachte er gerne in Kanada, später in Schweden in seinem eigenen Sommerhäuschen. Von dort ist er auch gen Ahall geritten. (Text: Rt Taschtler (401))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt