354 Hohenfreudenstatt
Wieder sind 25 Jahre schlaraffischen Wirkens an uns vorbeigerauscht, ersichtlich an der Häufig-
keit der Jubiläumsschriften des fürwitzigen Reyches Hohenfreudenstatt. Es waren die zahlreichen
Verleihungen von Erb, Urs und Großursippen von so verdienten Sassen wie Rt Bal d`Hasard II, Rt
Eidamo, Rt I-net, Rt Kürass-oh, Rt Lluja, Rt Tricks, Rt Wort-Fix, Rt Y-grec und Rt Moggele, die Ver-
leihung der höchsten Ehren für Freunde aus den umliegenden Reychen, dem Ehrenritterhelm der
Hohenfreudenstatt, an die Freunde Rt Argentus, Rt Gut-edel und Rt Technofex – alle 409, Rt Florett
und Rt Querl (11), Rt Rostra-nie-nie (89), Rt Schnarcherl (370), Rt Welt-weit (49), Rt Custos (271)
und Rt Paradeiser (327).
Eine neue Ehrung für verdiente Sassen des Uhuversums, um den Namen der Hohenfreudenstatt
im Uhuversum bekannt zu machen, ist die Schärpe „Künder der Hohenfreuden”, die an so illustre
Sassen wie die Rtt Rostra-nie-nie, Quer-fällt-ein (409), Magel-Ahn (267) und Pentragon (86) ver-
liehen wurde.
Absoluter Höhepunkt der vergangenen 25 Jahrungen war das 40. Stiftungsfest der Hohenfreuden-
statt am 8.10. a.U. 144 in den Sälen des Kurhauses zu Freudenstadt; hervorragend ceremoniert
von Rt Glück-auf und-ab. Unser hochverdienter Rt Bal-dHasard II hat fürtrefflich die Chronik der
Hohenfreudenstatt aufgezeigt.
Der Lauf des allgemeinen Zeitgeschehens wurde immer rasanter. Manche Schlaraffen wollten Ex-
klusivität nach außen zeigen, andere das mit überzogenem Traditionalismus aufhalten und dann
nicht vergessen der Versuch, den Individualismus oben anzustellen. Von all diesen Entwicklungen
wurde unser Reych nicht berührt. Es hat sein Niveau bewahrt und ist seinen schlaraffischen Idealen
treu geblieben. Was stattfand, war der Generationenwechsel. Junge, dynamische Sassen, moderne
Menschen unserer Gesellschaft, die Rtt Y-grec, Laible und Pe-Eßle, lösen die hochverdienten Obe-
ren am Thron der Hohenfreudenstatt – die Rtt Fonso, Bal dHasard II und Kürass-oh – ab.
Wie haben es die Sassen der Hohenfreudenstatt den geschafft ? Kunst ist Sinn und Begeisterung für
das Schöne - wohl dem Reych, welches so namhafte Künstler in seinen Reihen hatte und hat wie wir:
die Rtt Colorio, Artis, Atonis und unser amtierender Ceremonienmeister Artik.
Im kleinen Rahmen unserer schlaraffischen Gemeinschaft gilt es, die schlaraffischen Ideale und
letztendlich auch Kultur zu bewahren. Wie großartig unser kleines, aber feines Reych dieses be-
herrscht, erleben wir ständig in unseren Sippungen, von denen viele jährlich wiederkehren, so z.B.
das Turney um die Musikkette, Feuerzangenbowle mit Reimen und nicht zu vergessen die weithin
bekannte Weißwurst-Atzung unseres Kantzlers Rt Lluja mit ächten Weißwürsten zugunsten des
SOS-Kinderdorfes.
Das Reych Hohenfreudenstatt ist ein kleines, fürwitziges Reych, aber das auf hohem Niveau. Unse-
re Burg im Haus Schierenberg ist nicht groß, aber dafür gemütlich und fein.
In Assoziation an unseren Gründungsritter Rt Klein aber Fein. Das Reych Hohenfreudenstatt ist
klein und fein, und wir alle wünschen uns, dass es auch in den nächsten 25 Jahrungen so bleiben
möge.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
355 Castellum Auri Africae
Anschließend an den ersten Bericht über das „hochkarätigste Reych im Uhuversum”, erschienen
a.U. 125 in der Schlaraffen-Chronik, kann das Folgende berichtet werden: Im Norden, sowie in der
südwestlichsten Ecke Südafrikas fanden sich Männer der deutschen Sprache zusammen, die für die
schlaraffische Idee und das schlaraffische Spiel Interesse und Begeisterung zeigten.
Am 20.9. a.U. 127 wurde zu Kapstadt des Reyches jüngste Tochter gezeugt, welche dann am 29.10.
a.U. 129 mit Hilfe des Rt Musi das Licht des Uhuversums erblickte.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Mutter und Töchter verstehen sich prächtig, was ja auch in pro-
fanen Familien der Fall sein soll, wenn sie nicht zu nahe beieinander wohnen. So haben die vier
Reyche z.B. ein gemeinsames Vademecum, sprechen die Sippungstage und Feiern ab, und sind auf
solche Weise auch für Überseegäste, während einer Reise nach Südafrika, alle binnen weniger als
14 Tage zur Sippung zu erreichen. Dadurch wird es für die Gast-Recken möglich den hochbegehrten
Safari-Orden zu erfechsen.
Belebend wirkt, dass jedes Reych, im Rahmen des Spiegels, seinen eigenen Stil entwickelt hat, nach
dem Motto der Toleranz, chacun à son goût.
Ein weiterer Höhepunkt der letzten 25 Jahre im Castellum Auri Africiae war der 27.3. a.U. 148, an
dem wir unsere 1.000 Sippung celebrieren konnten. Zahlreiche Gratulanten aus überseeischen Ge-
markungen erfreuten uns mit Lobreden und nahmen, in unserer „Löwenburg”, zusammen mit den
sesshaften Recken, das Festmahl ein.
Zur Tradition gehören inzwischen die jährlichen Uhusternfahrten der südafrikanischen Reyche, je-
weils vom Gewinner der vorigen Jahrung gestaltet, sowie die Uhubaumfeier, die leider seit etlichen
Jahren schon, aufgrund der zunehmenden Reife der Sassen, ohne Kinder stattfindet.
Die Pflege der deutschen Sprache ist für ausländische Reyche ein besonderes Anliegen. Recken aus
allen Gauen Europas sind in unserem Reych aufzufinden und führen uns dabei die Vielfalt der deut-
schen Sprache vor. Zu empfehlen sind unsere jährlichen Mundart-Sippungen, in welchen allerdings
auch „languages” gemixt werden dürfen.
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