Beschreibung
Vondel, Jost van den (auch gerne von dem Chor Gebrauch. Sein Märtyrerdrama „Palamedes" (1625) brachte einen ersten)
Titel: Gysbrecht van Aemstel
Reych: Nr. 10 Amstelodamia (Amsterdam)
Geb.: 17.11.1587 in Köln
Gest.: 05.02.1679 Amsterdam
Volltext
niederländischer Dichter Seine Eltern waren wegen ihrer Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft der „Wiedertäufer“ aus Antwerpen nach Köln geflüchtet und zogen später nach Amsterdam. Dort übernahm Joost van den Vondel 1608 das väterliche Strumpf- und Seidenwarengeschäft. Er beteiligte sich lebhaft an den politischen und kirchlichen Streitigkeiten, wurde 1641 katholisch und schuf leidenschaftlich erfüllte Spottgedichte, geschichtliche, vaterländische und kirchlich religiöse Gedichte und Dramen und übersetzte die Psalmen Ovids und Vergils. Bei der Gestaltung von 32 Dramen ging er oft von dem Vorbild Senecas und der griechischen Klassiker aus und machte dabei Erfolg. Besonders geglückt war sein historisches Schauspiel „Gysbrecht van Aemstel", das 1636 anlässlich der Eröffnung des Amsterdamer Theaters zur Uraufführung gelangte, sowie „Maria Stuart", „Die Löwendalers" und „Jephta“. Den Aufstand des batavischen Rebellenführers Claudius Civilis im Jahre 70 behandelte er in seinem Drama „De Batavische Gebroeden" (1640). Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens war das tiefreligiöse Mysterienspiel „Luzifer“, das auch ins Deutsche übersetzt wurde. Kurz nach dem Tode des Heroen hatte sich der Klassizismus auch in den Niederlanden endgültig durchgesetzt. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt