Reych Nr. 278

Wunderlich, Fritz

Unbekannt ·V-Z

Beschreibung

Wunderlich, Fritz
Titel: Belmonte
Reych: Nr. 278 Palatium Barbarossae (Kaiserslautern)
Geb.: 26.09.1930 in Kusel
Gest.: 17.09.1966 in Heidelberg

Volltext

deutscher Tenor Wunderlich wuchs in als Sohn eines Kapellmeisters und einer Violinistin in einfachen Verhältnissen im pfälzischen Kusel auf. Nach dem frühen Tod des Vaters gab seine Mutter Musikunterricht, auch ihrem Sohn brachte sie verschiedene Instrumente bei. Von 1950 – 55 studierte Wunderlich an der Musikhochschule in Freiburg zunächst Waldhorn (seine Liebe galt der Jagd), bis seine Stimme entdeckt und gefördert wurde. Nebenbei finanzierte er seinen Lebensunterhalt mit Unterhaltungs- und Tanzmusik. 1954 brillierte Wunderlich als Tamino in der „Zauberflöte“, was zu einem Engagement an der Württembergischen Staatsoper in Stuttgart führte. Hier wurde er mit seinem Tamino über Nacht zum Sein Weg führte ihn von der Bayerischen Staatsoper zur Wiener Staatsoper, der er von 1962 bis zu seinem Tod angehörte. Auch die Salzburger Festspiele bezauberte Wunderlich mit seiner klaren, über zwei Oktaven ausgeglichene Stimme. In seiner Freundschaft zu Hermann Prey fand Wunderlich auch eine künstlerischen Ergänzung. Den Höhepunkt seiner Karriere, ein Auftritt an der Metropolitan Oper New York, sollte Wunderlich nicht mehr erleben. Kurz vor diesem Engagement zog er sich bei einem Treppensturz tödliche Verletzungen zu. Die Fachwelt ist sich heute einig, dass er in den nur 7 Jahren seiner Weltkarriere der beste Mozart- Interpret unserer Tage war, und ihm nur durch dieses tragische Unglück Rollen wie der Radames oder Lohengrin versagt blieben. Nicht nur klassische Rollen, wie der Tamino, der Belmonte (Entführung aus dem Serail), der Almaviva (Der Barbier von Sevilla) und nicht zuletzt der Palestrina in Hans Pfitzners gleichnamigen Oper prägte Wunderlich, auch die leichte Unterhaltung war sein Metier, hier zu nennen seine eigene Interpretationen von Schubert-, Schumann- und Beethovenliedern bis hin zum von ihm geschriebenen „Kusellied“ einer Ode an seine Heimat, die zur Kulseler „Nationalhymne“ wurde. (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt