Beschreibung
Mosen, Julius
Titel: Andreas Hofer
Reych: Nr. 110 Oldenburgia (Oldenburg)
Geb.: 08.07.1803 in Marieney
Gest.: 10.10.1867 in Oldenburg
Volltext
deutscher Jurist und Dichter Der Vater von Julius Mosen war Lehrer und schickte seinen Sohn auf das Gymnasium in Plauen. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaft an der Universität in Jena, arbeitete als Referendar in Markneukirchen, wurde Aktuar in Kohren und schließlich Advokat in Dresden (1834). Der Ehe mit seiner Frau Minna, geb. Jungwirth, entsprangen die beiden Söhne Erich und Reinhard. Als Dichter trat Mosen zuerst mit dem „Lied vom Ritter Wahn" (1831) auf, worin er das Absterben der hellenischen Welt und die Sehnsucht nach den Verheißungen des Christentums schildert. Ein Gegenstück hierzu ist das epische Gedicht „Ahasver“ (1838). Frischer und volkstümlicher sind seine „Gedichte“, die balladenähnlich aufgebaut sind: „Die letzten Zehn vom vierten Regiment", „Andreas Hofer" und „Der Trompeter an der Katzbach". Als Erzähler trat er mit seinen „Novellen" und „Bilder im Moose" hervor. Er schrieb ferner das historische Schauspiel „Heinrich der Finkler", die Trauerspiele „Cola Rienzi", „Die Bräute von Florenz", „Kaiser Otto III.", „Herzog Bernhard" und „Der Sohn des Fürsten". Ein meisterhaftes Bild aus dem Völkerleben bietet der Roman „Der Kongress von Verona". 1844 ging Mosen als Dramaturg an das Hoftheater in Oldenburg, jedoch war sein Wirken leider schon seit 1848 durch eine unheilbare Krankheit unterbrochen, die zuletzt in völlige Lähmung überging. Er fand seine letzte Ruhe im Gertrudenfriedhof in Oldenburg. In Marieney wurde dem großen Dichter seiner Zeit 1903 ein Denkmal gesetzt. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt