Reych Nr. 215

Gfaller, Rudi

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Gfaller, Rudolf
Titel: Elias
Reych: Nr. 215 Iscula (Bad Ischl), erk.
Geb.: 10.11.1882 in Wien
Gest.: 11.02.1972 in Bad Ischl

Volltext

österreichischer Komponist wld. Sasse (Rt. Lusticus) der Iscula (215),u.a. Schon im Gasthaus des Vaters hatte Rudolf Gfaller eine kleine Bühne für künstlerische Auftritte und im „Carltheater“ von Dir. Karl Blasl übernahm er bereits Kinderrollen. In weiterer Folge begann er ein Studium in der „Dorr´schen Theater- und Musikschule zu Wien“. Im Jahre 1902 erstes Engagement am Fürstlichen Theater Rudolfstadt in Thüringen mit der Auflage, als Schauspieler und Sänger mit Chorverpflichtung zu agieren. Es folgten Engagements in Magdeburg, Stralsund, Wiesbaden und Darmstadt sowie in Tscheschien. Schließlich erhielt er einen Zweijahresvertrag am „Königlich Städtischen Theater“ Olmütz. Vom Winter 1906 / 1907 an war er Mitglied des Ensembles am „Neuen Operetten Theater“ in Leipzig. Dort lernte er die Soubrette Therese Wiet kennen. Mit Willy Wolf als Kapellmeister und dem Paar Rudi Gfaller – Therese Wiet trat der Erfolg ein. 1912 heiratet Rudi Gfaller Therese Wiet und sie verbrachten 18 Jahre am Theater Leipzig. Neben seinen Auftritten als Schauspieler gründete er die Panorama-Künstlerspiele, deren Direktor er von 1926 – 43 war. Bereits in dieser Zeit besaß das Ehepaar Gfaller / Wiet ein Ferienhaus in Bad Ischl, wo in Folge nahezu alle Kompositionen Gfallers entstanden. Bei einem Bombenangriff auf Berlin wurde sein Lebenswerk total zerstört. Ausgebombt flüchtete Gfaller nach Bad Ischl. Dort trat er der Operettengemeinde bei, deren Kuratoriumsmitglied er wurde. Bei den alljährlich stattfindenden Bad Ischler Operettenwochen und am Tag der Operette (1961) trat Rudi Gfaller als Dirigent auf. 1963 erhielt er das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft verliehen. Am 26.8.1966 anlässlich der Feier „500 Jahre Markt Bad Ischl“ wurde im Festzug eine Lokomotive samt Lokführer mitgeführt, ein wahrlich überraschender „Feuriger Elias“, gestiftet von seinen Goisener Schlarffenfreunden. Alle Operetten Rudi Gfallers bestehen aus 3 Akten. Zu seinen bekanntesten Schöpfungen zählen „Der dumme August“ (1915), „Der Mann seiner Frau“ (1917), „Eine Walzernacht“ (1919), „Der glückliche Kiebitz“ (1921), „Hallo hier Garmisch“ (Revue-Operette 1937), „Die Gräfin Bitteschön“ (auch „Die Sacher Pepi“, 1938), „Die himmelblaue Stadt“ (1944) „Madonna Christina! (1944) und „Der feurige Elias“ (1963). A.U. 46 wurde Rudolf Gfaller Prüfling im Reych Strelasundia, ebenda a.U. 48 zum Rt. Lustikus der Florabummler geschlagen. Sein Beruf begründete mehrere Fahrendmeldungen, u.a. nach Olmucia und Lipsia. Nach der uhufinsteren Zeit wurde Rt. Lusticus, wie er sich mittlerweile nannte, a.U. 89 vom Reych Iscula aufgenommen und sesshaft. Er hatte das Amt des Fanfarenmeisters inne und führte den Titel Generaloberst Zinkenmeister, er hatte dieses Amt bis zu seinem Ahallaritt a.U. 113 inne. Text: Rt. Koi gekürzt nach Rt. eF-De-L (215) in DSZ 3/154)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt