Beschreibung
Groth, Klaus Johann Prof. Dr.
Titel: Lütt Matten
Reych: Nr. 343 Bi de hoge Brüch (Rendsburg)
Geb.: 24.04.1819 in Heide
Gest.: 01.06.1899 in Kiel
Volltext
deutscher Dichter Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Tondern wurde er 1841 Lehrer an einer Mädchenschule in Heide. Von 1847-52 lebte er auf der Insel Fehmam, wo er die meisten seiner plattdeutschen Gedichte verfasste und mit Müllenhoff eine plattdeutsche Orthographie ausarbeitete. 1853 ging er zur weiteren Ausbildung nach Kiel, bereiste später Deutschland und die Schweiz. Nach seinem 2jährigen Aufenthalt in Bonn habilitierte er zum Dr. phil., und wurde 1866 Professor an der Kieler Universität. Seinen Ruhm als Dichter begründete er vor allem durch den „Quickborn", einer Sammlung von stimmungsvollen lyrischen Gedichten, volkstümlichen Liedern und Balladen in dithmarscher Mundart (1853) mit Illustrationen von Speckter und 1856 von F. A. Hoffmann ins Hochdeutsche übertragen. 1855-59 arbeitete er an einem 2-bändigen Werk „Vertälln“ mit einer Reihe von kulturhistorischen dithmarscher Dorfgeschichten. Seine hochdeutschen Gedichte „Hundert Blätter" fanden geringeren Beifall. Von seinen übrigen Werken in plattdeutscher Sprache verdienen die Kinderreime mit Illustrationen von L. Richter unter dem Titel „Voer de Goern" und die epische Dichtung „Rothgeter - Meister Lamp un sin Dochder" (1862) besondere Erwähnung. Später erschien ein zweiter Teil des „Quickborn“ (Volksleben in plattdeutscher Dichtung dithmarscher Mundart) sowie „Ut min Jungsparardies" und eine Reihe linguistischer Abhandlungen mit dem Titel „Über Mundarten und mundartige Dichtungen". 1875 erhielt er den Schillerpreis. 1914 wurde in seinem Geburtshaus ein Klaus-Groth-Museum eingerichtet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt