Beschreibung
Gutenberg, Johannes (auch Laden, Henne Gensfleisch zur)
Titel: Gensfleisch der Schwarzkünstler
Reych: Nr. 45 Moguntia (Mainz)
Geb.: um 1397 in Mainz
Gest.: 03.02.1468 ebenda
Volltext
deutscher Erfinder Von Gutenbergs frühen Jahren ist nur wenig bekannt. Er wurde zwischen 1393 und 1403 in Mainz als Patriziersohn geboren. Vermutlich zog die Familie nach Eltville, aber erst 1434 wird Gutenberg wieder urkundlich erwähnt, er ist zu dieser Zeit Goldschmied in Straßburg. Dort erteilte er auch Unterricht und wird als Patrizier geführt. Erste Druckversuche Gutenbergs sind dokumentiert. Ebenso sind bis 1444 zahlreiche Gerichtsverfahren gegen Gutenberg erwähnt, u.a. wegen nicht erfüllten Darlehensgeschäften. Mit einem Darlehen, welches er von dem Mainzer Anwalt Johannes Fust erhielt, richtete er sich 1448 in Mainz eine Druckwerkstatt ein. 1452 begann Gutenberg mit dem Druck der „Vulgata“, der damals gültigen lateinischen Bibelübersetzung. Wegen Streitigkeiten mit Fust musste Gutenberg seine Bibeldruckerei an ihn abgeben, er suchte sich neue Geldgeber und gründete eine neue Druckerei. Die Eroberung Mainz´ durch Adolf von Nassau bewirkte, dass Gutenberg 1462 mittellos nach Eltville in die Verbannung geschickt wurde. Erst 1465 wurde er von Adolf von Nassau begnadigt und mit dem Titel eines „Hofmanns“ versehen, was ihm zumindest die lebenslange Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherte. Am 03.02.1468 starb Gutenberg in Mainz. Gutenbergs Verdienst ist nicht die Erfindung des Druckes, denn dieses Verfahren war seinerzeit schon bekannt. Aber erst Gutenbergs Technik, mit einzelnen Lettern und Satzzeichen zu drucken, die zu dem Ganzen zusammengefügt wurden, revolutionierte den Druck. Zahlreiche Verfeinerungen dieser Vorgehensweise gehen auf Gutenberg zurück, so das Handgießgerät zur Herstellung der Lettern, die Entwicklung einer optimierten Legierung für die Lettern und die Verwendung einer Spindelpresse vereinfachten den Druck. Die Perfektion von Gutenbergs Drucktechnik zeigt sich auch daran, dass diese über 350 Jahre nicht verändert werden brauchte. Gutenbergs Wirken, von dem auch Luther profitierte, indem er seine Bibelübersetzung dem einfachen Mann leichter zugänglich machen konnte, begründete letztendlich das heutige Medienzeitalter. (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt