Reych Nr. 422

Goya, Francisco de

Unbekannt ·G-I

Beschreibung

Goya, Francisco de
Titel: el Caprichoso
Reych: Nr. 422 Perla Costa Blanca (Alicante)
Geb.: 30.03.1746 in Fuendetodos
Gest.: 16.04.1828 in Bordeaux

Volltext

spanischer Maler Goya war der Sohn eines Vergolders, doch da der Bruder die Werkstatt übernahm, musste sich Francisco umorientieren und lernte zunächst bei José Luzàn Malerei. Sein Weg führte ihn zunächst in die königliche Teppichmanufaktur, darauf wurde er Akademieprofessor und 1786 zum Hofmaler unter Karl III. ernannt. Die Intrigen am spanischen Hof sowie Auseinandersetzungen mit der Academia San Fernando erschwerten sein Arbeiten, dennoch entstanden zahlreiche Altarbilder und religiöse Fresken. Von Anton Raphael Mengs wurde Goya an die königliche Tapisserie-Werkstätten geholt, wo er volkstümliche Szenen für die Teppiche entwarf. Seine Portraits des Adels und des spanischen Königshauses überraschten in ihrem extremen Realismus. Bei der Darstellung der Familie Karls IV. bringt sich Goya selbst als Betrachter der Szene in das Bild ein. Eine Erkrankung im Jahr 1792 führte zu einer völligen Taubheit. Auch Goyas Arbeiten ändern sich, er wendet sich politischen und sozialen Themen zu, in 80 Aquatinta-Radierungen („Los Caprichos“, ca. 1796/97) prangert er in satirischer Weise das spanische Gesellschaftsleben, Kirche und Adel an, in „Desastres de la Guerra“ (Die Schrecken des Krieges, 1810 – 20) die napoleonische Herrschaft und den spanischen Unabhängigkeitskrieg. Die „Erschießung der Aufständischen“ (1814) ist eines der bekanntesten und in der dargestellten Grausamkeit beeindruckendstes Bild. 1815 musste er sich vor der Inquisition für „Die nackte Maja“, ein für seiner Offenheit kritisiertes Gegenstück zu „Die bekleidete Maja“, rechtfertigen, was zur Absetzung als Hofmaler führt. 1816 entstanden mit „Tauromaquia“ 33 Radierungen mit Stierkampfszenen. Kurz nach seiner Wiederernennung als Hofmaler zog sich Goya 1819 auf sein Landhaus zurück, seine dortigen Wandbemalungen sind wegen ihrer Düsternis als „Pinturas Negras“ (Schwarze Bilder) Aufgrund der für ihn gefährlichen politischen Verhältnisse zog Goya 1824 nach Bordeaux, wo letzte Arbeiten entstehen. Am 16. April 1828 stirbt Goya, sein Leichnam wurde 1901 nach Spanien zurückgebracht und fand 1919 seine letzte Ruhestätte in der Eremita de San Antonio de la Florida in (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt