Dehnicke, Paul

Unbekannt ·Sonstiges

Beschreibung

Ehrenritter ↑ Adonis 1. der Einzige der Allschlaraffia, erkürt vom VIII. Concil zu Turicensis a. U. 55. *18.12.1839 in Berlin, † 24.02.1914 ebenda, deutscher Theaterschauspieler, Sohn des Kaufmanns Albert Dehnicke (27.02.1813 – 14.08.1885) und seiner Frau Auguste Dehnicke geb. Humbert-Droz (03.01.18

Volltext

Ehrenritter ↑ Adonis 1. der Einzige der Allschlaraffia, erkürt vom VIII. Concil zu Turicensis a. U. 55. *18.12.1839 in Berlin, † 24.02.1914 ebenda, deutscher Theaterschauspieler, Sohn des Kaufmanns Albert Dehnicke (27.02.1813 – 14.08.1885) und seiner Frau Auguste Dehnicke geb. Humbert-Droz (03.01.1816 – 04. 06.1879), arbeitete zunächst zwei Jahre lang in einer chemischen Fabrik, um danach eine Stelle bei einer Bank anzunehmen. Da ihm weder das eine noch das andere gefiel, beschloss er Schauspieler zu werden. Seinen ersten Versuch wagte er in Posen. Hierauf schloss er sich einer reisenden Gesellschaft an, mit der er durch Norddeutschland zog. 1862 war er für ein Jahr am herzoglichen Theater in Dessau engagiert, ab 1863 in Berlin am königlichen Schauspielhaus Berlin, wo er als „Bloom“ in Rosenmüller und Finke debütierte. Am Schauspielhaus blieb er 37 Jahre lang bis zu seinem Abschied am 28. Mai 1900. Dehnicke gehörte von 1863 bis 1900 dem Verband des Königlichen Schauspielhauses Berlin an und war als „Darsteller eleganter humoristischer Charaktere und vornehmer Lebemänner“ bekannt. Er war engagiertes Mitglied im Vorstand der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger. Nach seinem Rücktritt leitete er ein Institut für private Aufführungen. Zusammen mit Eduard ↑ Schmidt-Weißenfels war er als Rt Adonis 1. der Einzige Mitbegründer und wie auch Heinrich ↑ Oberländer und Albert ↑ Manthe aktives Mitglied des 1865 gegründeten Reyches Berolina (2). Nach kurzer Krankheit starb Paul Dehnicke im Alter von 74 Jahren in seiner Wohnung in der Berliner Hornstraße. Die Trauerfeier fand am 27. Februar im Burgsaal der „Schlaraffia“ statt, anschließend erfolgte die Beisetzung auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor. Dehnicke ruht dort an der Seite seiner Eltern. An der Vorderseite der Grabstele aus rotbraunem Granit ist ein Bronzemedaillon mit dem Porträt des Toten im Profil angebracht. Geschaffen hat es Albert ↑ Manthe.
Quelle: Lulupedia Import