Reych Nr. 11

Schmidt-Weißenfels, Eduard

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Schmidt-Weißenfels, Eduard Dr.
Titel: Plato, der griechischer Bummler
Reych: Nr. 11 Stutgardia (Stuttgart)
Geb.: 01.09.1833 in Berlin
Gest.: 24.04.1893 in Bozen

Volltext

deutscher Schriftsteller Urschlaraffe des H.R. Praga, weiland Sasse der H.R. Berolina und Stutgardia Ritter Plato der Griechische Bummler ist Ehrenritter Allschlaraffias und darüber hinaus Ehrenschlaraffe des Reyches Berolina, dessen Begründer er war und des Reyches Stutgardia. Ritter Plato war ein bekannter, ja berühmter Schriftsteller, der ein recht bewegtes und unglaublich arbeitsreiches Leben führte. 1848 war er Sekretär der preußischen Nationalversammlung, seit 1851 Journalist in Pans, London, Berlin, Prag und Stuttgart. Er veröffentlichte zahlreiche, meist geschichtliche Romane und Erzählungen, wie z.B. „Polignac" (2 „Sturmleben" literaturgeschichtliche Werke, wie „Charaktere der deutschen Literatur" (2 Bände), „Fürst Metternich" (2 Bände) und „Ferdinand Freiligrath". Nach seiner eigenen Angabe wurde Plato bereits am 1. des Wonnemonds 1559 „Ritter in Schlaraffia". Das ist wohl so zu verstehen, dass er schon vor dem denkwürdigen 10. des Lethemonds 1559 an der Kristallisierung der werdenden Schlaraffia mitschuf. Ein Gleiches wird wohl von allen den „dreizehn“ gelten, die Karl II. um sich versammelt hatte. Am 24. des Brachmondes 1561 verlässt Plato Prag, um gen Berlin zu ziehen. Elf Jahre später übersiedelt er von dort nach Stuttgart. Sein Herz blieb aber fest an seiner Schöpfung, der hohen Berolina, hängen, denn in Stuttgart trat er zunächst nicht in das a.U. 20 durch Colonia Agrippina gegründete Reych Stutgardia ein. Es scheint auch, dass seine recht schwankende Gesundheit die Teilnahme an dieser Neugründung verhinderte. Doch am 7. des Lethemonds a.U. 25 wurde er in Stutgardia sesshaft und bestieg alsbald als Oberschlaraffe der Kunst den Thron dieses Reyches, dessen Zierde er wurde. Die glänzende Art seiner Reden, seine prachtvollen Prologe und die unübertrefflichen, geistvollen Vorträge werden von seinen Zeitgenossen aufs höchste gerühmt. Sein vornehmstes Streben war, Schlaraffia auf einem hohen Niveau zu erhalten. Er selbst war ein Mann von feinster Bildung und reichsten Kenntnissen. Und so drängte er stets auf strenge Auswahl der in Schlaraffia Aufzunehmenden. Am 24. des Ostermonds a. U. 34 ritt Plato nach längerer Bresthaftigkeit zu Bozen, wo er Heilung von seinen Leiden gesucht hatte, in Ahalla ein. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt