Räumen. R. Pius hat große Verdienste um die Wiedererstehung der Brunsviga.
In der Winterung gg saß Candidus auf dem Thron, a. u. 91 (1950) trat Feil1
J?ehlcMen (Carl Momberg), ein alter Braunschweiger, hinzu, und diese beiden
führten die Brunsviga wi:~der einer neuen Blütezeit entgegen.
R. Burl~ard als Schatzmeister regte den Wiederaufbau des Rittersaales an
u!1d seinen aufopfernden, nie nachlassenden Bemühungen gelang die große Tat.
Schon am 27. XI. a. u. 91 wurde Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung zog sich
bis a. u. 93 (195'2) hin, und am 13. IX. 93 konnte die Burgweihe stattfinden.
Diese erhielt ein besonderes Gepräge durch die Anwesenheit der Hkt. Goschel
bauer.
Die neue Burg sah wieder glanzvolle Feste, so das 70. Stiftungsfest. Das
Reych verjüngte sich und erstarkte. Hkt. Cill1didus mußte a. u. 94 (1953)
beruflich die Brunsviga verlassen, Hkt. Feil1hehlchen blieb der ruhende und
künstlerisch stets anregende Pol auf dem Thron, unterstützt von Hkt. Galm1t
(Oskar Steinert) sowie Hkt. Klaus-Witz CDr. med. Klaus Wrede). Hart griff
mehrere Male Oho zu, alte liebe Sassen ritten gen Ahall. Es seien nur die
weitbekannten R. ümdidus, Burl<ard, JUl1gbom und Rux genannt. Alle bleiben
unvergessen, das Reych blüht weiter. Als alter Brunsviga-Sasse, aus der Zeit
vor dem ersten Weltkriege, sitzt noch R. Fexl der Fixe (Willi Steinhof) an der
RittertafeL Das Reych zählt z. Z. 65 Sassen und ohne Ermüdung sorgt unser
im ganzen Uhuversum bekallllte Erb-Kantzelar Großfürst Opal11 für die uhu
brüderliche Verbindung nach außen und innen.
UHU's Fittid1e besdlirmten
UHU' s Geist ist nicht zu tötel1,
Immerdar Brunsviga Reyd1
Ul1d Sdllaraffen Süm ist treu,
Wenn audl Torel1 einstens stür111tel1
Hoffl1ung, Mut, il1 a/lel1 Nöten
Darauf ein zum Todesstreid1.
Bewähret immer sidt aufs l1eu.
Neu konm Reydl ul1d Burg erste!leH,
Alter Geist gab seil1e Weih',
Niemals wird das Reyd1 vergehen
Wenl1 wir einig sind und treu.
Nr.56 TA R BAT U M
(Dorpat)
gegriindet 13. S. a. u. 24 (1883)
Am 13. des Erntemonds 1583 (1883) erblickte Tarbatum, die zweite Tochter
der Revalia, das Licht der Welt. Während Allschlaraffia im Sommerschlaf ruhte,
hatte Uhu die Grenzmarken seines Reyches durchstreift und durch seine
Getreuen im fernsten Nordosten des bewohnten Erdballes ein Häuflein Pro
faner erweckt und zu den hehren Lehren seines Weltbundes bekehrt. In der
weitberühmten Universitätsstadt Dorpat gelang es dem R. Trol1je, dem ein
stigen Ez der Revalia und der Anregung' der Hkt. Baatltls desselben Reyches
den profanen Ratsherrn Constantin Bonownew und Direktor Eduard Berent
so für Schlaraffia zu
daß dieselben alle Hebel in Bewegung setzten
und binnen kurzem eine stattliche Schar für sich gewannen. Mächtig rührten
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32
Chronik
die Sassen die Leyer, und ihre Gaben erfreuten alle Herzen. Leider aber vel'~
stummten sie bald. Der
Wind aus Rußlands Steppen, der die Revalia
zum Schweigen brachte, übte auch seine verheerende Wirkung auf die Tochter
aus. Infolge Polizeimaßregelung wurde Tarbatum aufgelöst und durch Spruch
des allschlaraffischen Schiedsgerichts 1595 aus den Matrikeln gestrichen.
Nr. 57
L U B E C A (Lübeck)
gegriindet 27. 10. a. tl. 34 (15IH)
Fast ein Vierteljahrhundert mußte vergehen. bis Uhu
auch in der
abwehrbereiten Thoren
geschützten Hansestadt
sind drei. Recken alter
Reyche, denen es trotz
der"kleinbürgerlichen Ansichten und des großen Lübecker
Zopfes"
wie es
der a. u. 50 (1909) edierten Chronica
Allschlaraffias heißt
einige aufgesc<"tlosselle und
künstlerisch
bzw. in teressierte Bürger um sich zu
scharen und sie
den schlaraffischen Gedanken zu be~
geistern, sie mit dem schlaraffischen Braudltum vertraut
zu machen und so ein Fundament zu bilden, das Gewähr
für ein aussichtsreiches und dauerhaftes schlaraffisches Wirken in den Ge
markungen Lübecks bietet.
Auf Antrag des Mutterreychcs Nordhusia wird von der hohen Allmutter
dann am 27. X. a. u. 24 (1883) der Colol1ie Lubeca die Gründul1gsbewilligung
erteilt, deren Erzschlaraffen in der
-
wie folgt -
ver
!autbart werden:Paris I Edler 110ft Lieberkiilm d. h.
Nordhusia, Wolf~
raw der Troubadour d. h. Reyches Hammonia, Flad1s der Kampfhahn d. h.
Reyches Berolina und die Ritter: Neptu/1, Oberol1,
Dampf, Pipin
und Atz111anl1. Außer den genannten Erzschlaraffen zählt die Colonie auc.l, als
Sassen drei Junker und sechs Knappen. Als
werden für die erste
J ahrung erküret: die R. Paris I und Wolfmm als Oberschlaraffen, Fladls
(Kantzellar), NeptlHt (Mars mall),
(Junlcermeister), Da~apf (Smatz
meister) und Oberol1 (Ceremonienmeister). Von der benambarren Ziehmutter
Hammonia treulicb. besmirmt und in schlaraffischen
gut beraten, sippt
die junge Colonie jeden Samstag in ihrer
und bereitet sich emsig
auf die heißersehnte Sanction vor, die dann unter Hinweis auf § 7 a 1.3 des
Spiegels am 27. I. a. Cl. 26 (18 S,) durm den
der hohen Allmutter
feyerlich vollzogen wird.
Die ersten Jahrungen sind für das
Reych
unterstützt durch die
besonders häufigen Einritte der hanseatischen
sehr giückliche, und es
treten schon die für eine geschickte Führung
Nachwuchs~Recken
wie Gemegroß, Bombast und Wad<clawaya hervor, von denen erstgenannter
Jahrzehnte in überragender Funktion den Thron des
Reym'~s zieren soll.
GeY11egroß vertritt dann die Lnbeca bereits auf den Conzilen in Monachia und
Dresdensia und bringt durch seine vielen Einritte in befreundete Reyme immer
-
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