Castrum Brigantium

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 207 — Castrum Brigantium. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

207 Castrum Brigantium
In den Jahrungen a.U 124 bis 149 hat Castrum Brigantium einen Generationswechsel erlebt, sich
positiv und mitunter auch weniger positiv entwickelt. Schwer lasteten auf uns zu Anfang dieser Zeit
die Problematik der Überalterung und der Verlust an wertvollen und aktiven Sassen.
Es fiel nicht leicht, geeigneten Nachwuchs zu finden. Doch dank aktiver Werbung sind wir neuen
Freunden begegnet. Heute erfreut sich die Junkertafel starker Besetzung. Sie spielen mit Leiden-
schaft, und wir „Älteren” geben uns Mühe, Vorbild zu sein. Aber sehen wir uns den Verlauf dieser
25 Jahrungen näher an:
Geprägt wurde diese Zeit durch Meilensteine in unserer Reychsgeschichte und markante Persön-
lichkeiten. Auf Castrum Brigantiums Thron waren es vor allem die ErbO Rt Du-Schurl, Reimerl, ASR-
SRA Amourl, Freudeborn und Gaudillio, die den hervorragenden Ruf unseres Reyches weit über die
Gemarkungen hinaus trugen.
ErbO Rt Du-Schurl feierte a.U. 143 sein 30-jähriges Thronjubiläum. Er hat unser Reych nachhaltig
gestaltet und spiegelgerecht geführt. Seine zu den Südtiroler Reychen wiederbelebte enge Bezie-
hung hat zwar zuletzt leider etwas gelitten. Dafür gelang es ihm, die freundschaftlichen Beziehun-
gen zum hohen Reych Wiesbadensia während seiner Amtszeit auszubauen und zu vertiefen. Jahr
um Jahr besuchen wir einander und erleben schöne, herzliche Tage.
Rt Pantscherl erwarb sich als Chefredakteur „Derer Schlaraffen Zeyttungen” von a. U. 130 bis 135 viel
Beifall und auch mit der von ihm vor Jahrzehnten ins Leben gerufenen Uhulympiade. Unser großer
Schlaraffenball, eine über die Gemarkungen der Bodenseereyche hinausgehende schlaraffische Ver-
anstaltung, ging a.U. 148 zum 50. Mal übers Parkett. Der Ball bildet ohne Übertreibung den noblen
Glanzpunkt im Bregenzer Fasching.
Die von a.U. 92 an stattfindende Festspielsippung am Gebhardsberg fand letztmalig a.U. 134 statt.
Zwei Jahre später feierte unser Reych dann sein 75-jähriges Stiftungsfest im Festspielhaus Bregenz.
Zahlreich war die Gästeschar.
An vorderster Stelle standen ASR Rt Riss sowie die landes- und kommunalpolitische Prominenz.
Wir haben in dieser Zeit aber auch herbe Verluste erlitten. Die Rt Orpheus, Klecksel, Ton-Will und
Theo-Kratz sind für immer von uns gegangen. Damit hat sich unser ausgezeichnetes Reychsor-
chester praktisch aufgelöst. Anderen war es noch im hohen Alter beschieden, im Mittelpunkt schla-
raffischer Feste zu stehen: Denken wir mit Freude an die Verleihung der Brillanten zum GU an die
Rtt Amourl, Berging, Jawas, Bascha, Klicks und Blechbaron, sowie die Verleihung des Großkristall
zum GU an die Rt Berging und Bascha. Die in der Region beliebte HeurigenKrystalline, den Kin-
derfasching und das Uhubaumfest. Bei deren Ausrichtung hat sich vor allem unser langjähriger
Burgvogt, Rt Ma Richt´s, Jahrzehnte lang verdient gemacht.
Namhafte finanzielle Investitionen in unsere Burg erweiterten das Platzangebot, verbesserten
Lüftung; Toninstalla­tion und Küche. All dies war nötig, weil die Zahl der Einritte erfreulicherweise
beständig stieg. Freuen können wir uns mittlerweile auch über eine starke Verjüngung der Sassen-
schaft.
Der Alterdurchschnitt von 55 Jahrungen am Thron, getragen von Rt Strichpunkt, A-Shan-Di und
Gambrinus, zeugen von der positiven Entwicklung Castrum Brigantiums. Auf dieser lässt sich er-
folgreich aufbauen, und so sehen wir der Zukunft unseres Reyches mit großen Optimismus ent-
gegen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
208 Babenbergia
In der Rückschau betrachtet waren die letztvergangenen 25 Jahrungen für die Babenbergia eine gute
und glückliche Zeit. Am 30.4. a.U. 134 allerdings hätte dies kein Sasse zu hoffen gewagt, denn da-
mals sippten wir zum letzten Mal in unserer alten, liebgewonnenen Metisburg im Steinernen Haus.
Ein überraschender Besitzerwechsel des Gebäudes trieb uns danach aus dem vertrauten Gewölbe
und bescherte uns eine unsicher scheinende Zukunft.
Uhus Wohlwollen und der Tatkraft einiger Sassen war es zu verdanken, dass die Babenbergen trotz-
dem bereits im Lethemond 134 in ihrer neuen Metisburg sippen konnten. Unter der Regie unseres
OÄ Großfürst Unser Recht-Phil machten sich auch weitere orts- und sachkundige Sassen auf die
Suche nach geeigneten Räumen, die schließlich in den Kellergewölben des alten Waisenhauses am
Kaulberg gefunden wurden. Größere Umbauten waren notwendig bis wld Fürst Unser Reimklex da-
ran ging, den Rittersaal durch seine Fresken prachtvoll zu gestalten und Rt Diabolo - damals noch Jk
Erhard - mit gleicher Freude und Kunstfertigkeit die Atzungsklause heiter und liebenswert ausmalte.
Allerdings wären auch die neuen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichend gewesen, um die große
Schar zu fassen, die a.U. 136 der Babenbergia zu ihrem 75. Stiftungsfest gratulieren wollte und dabei
ihre herzliche Verbundenheit zum Ausdruck brachte. Bei dieser Festsippung auf der Altenburg be-
stieg auch unser langjähriger OÄ Großfürst Unser Keramos, Großkantzler des Metisritter-Ordens,
die Rostra, um mit bewegenden Worten an das Schicksal unserer Mutter, der Hohen Metis, zu
erinnern und den Babenbergen den feierlichen Schwur abzunehmen, der Metis und dem Metisge-
danken, wie ihn der MRO verkörpert, auch in Zukunft die Treue zu halten. Wenige Wochen später
musste Unser Keramos gen Ahalla reiten. Die Babenbergia verlor mit ihm einen ihrer markantesten
und wichtigsten Sassen. In den Ahallafeiern gedachten wir auch zahlreicher anderer Freunde, die
zumeist viele Jahre unser Spiel mit uns spielten und nun in der Erinnerung jedes Einzelnen weiterle-
ben. Diesen schlimmen Lücken steht eine große Zahl neuer Sassen gegenüber, die sich an der Jun-
kertafel schlaraffisches Wissen erwarben und nach und nach auch unserem Spiel wichtige Impulse
verliehen, zu denen nicht zuletzt auch eine deutlich erhöhte Musikalität zählt.
Der von den Rtt Herz-so-Phil, Platschari, Kra-Watt(188) und Olifant(188) neu gestiftete Einritt-Orden
der „Ritter vom Frankenschild” soll zum Besuch der fränkisch-thüringischen Reiche ermuntern und
zugleich deren Zusammengehörigkeit und freundschaftliche Verbundenheit zum Ausdruck brin-
gen. Besonders eng gestaltete sich diese Verbundenheit mit den Freunden aus der hohen Geraha,
zu denen erste Kontakte noch in der Uhufinsternis entstanden.
Die ebenfalls von Babenbergen und Baruthen begründeten, sommerlichen Ritterspiele im Franken-
stadion zu St. Adelhofen konnten a.U. 148 zum dreißigsten Mal erfolgreich durchgeführt werden
und auch die Tour-de-Lulu, die in all den Jahren mit dem Tretross in verschiedene Gegenden Euro-
pas führte, gehört für viele Sassen zur gern gepflegten Tradition des Reiches.
Innerhalb der Sippungsfolge gilt dies auch für zahlreiche besondere Anlässe, wie das Stärkantrinken
bei Rt Gaumulus, die Bremsersippung unseres OI Herz-so-Phil, die Heimat- und Mundartsippung
unseres Rt Aweng-Phil, die von den Rtt Engala und Anglion begründete Forellensippung, sowie die
Feuerzangenbowle von Rt Feuer-Bach, die uns kurz nach Jahresbeginn in der Burg vereint. Das An-
täus-Fest unseres Rt Bene-Lux und das Burghof-Fest sind regelmäßig gern genutzte Möglichkeiten,
selbst während der Sommerung im großen schlaraffischen Rahmen, zum Teil auch mit Burgfrauen
zusammen harmonisch zu feiern. Möge diese Harmonie, die entscheidend den Flug des güldenen
Balls bestimmt, auch in der Zukunft erhalten bleiben.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 337-338