281 Imma Algoviae
Die letzten 25 Jahre waren die erfolgreichsten in unserer 80-jährigen Geschichte. Die etwa 50 Sas-
sen blieben – wie von den Vorvätern gewohnt – eine verschworene Gemeinschaft, die durch ihren
Zusammenhalt Großartiges zu vollbringen imstande war.
So musste die a.U. 89 (1948) gemietete und wiederholt erweiterte Burg durch einen etwa 160 Qua-
dratmeter großen Neubau ersetzt werden. Die Bemühungen darum begannen a.U. 127 (1986) und
konnten im Herbstmond a.U. 130 (1989) mit der Burgweihe der jetzt reychseigenen Burg abge-
schlossen werden.
Die Rtt Silberling und der in Ahalla weilende Frango sammelten bei Hausbesuchen über 70.000
DM Spenden bei den Sassen, die außerdem einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um 100 %
zugestimmt hatten. Die Gesamtbaukosten von rund 250.000 DM sind inzwischen berappt und so
nutzten wir a.U. 148 die sich bietende Möglichkeit zur Erweiterung der Burg, durch den Zukauf von
50 Quadratmetern Grundfläche.
Dadurch werden notwendige Nebenräume für Sitzungen, Archiv, Küche und Garderobe geschaf-
fen. Der Schuldenaufnahme von rund 100.000 Euro plus einer wieder fälligen Beitragserhöhung
stimmte das Reych erneut zu. Wenn dieser Text gedruckt vorliegt, wird die Burgerweiterung schon
vollendet sein. J Rt Libero, der schon einst - um Kosten zu sparen - beim Burgbau mit Freunden
intensiv arbeitete und Rt Climatex, werden auch diesmal wieder kleine Wunder vollbringen.
Die bis zu 70 Sassen, die wir bei den fast nie einrittlosen Sippungen unterbringen können, werden
so künftig noch mehr Komfort genießen. Nachdem inzwischen der eine oder andere Name genannt
wurde, soll schließlich aber auch festgestellt werden, dass die Sassen des Reyches offensichtlich bei
den jeweiligen Wahlen ein gutes Gespür hatten.
Das Vierteljahrhundert, über das es hier zu berichten gilt, begann im Reych mit grundsätzlichen
Veränderungen, nicht nur auf dem Thron, sondern auch bei der profanen Vereinsführung. Mit Rt
Lo Kales der Vielseitige wurde a.U. 125 (1984/85) erstmals wieder ein an Schlaraffenjahren zwar
älterer, dafür aber an Lebensjahren wesentlich jüngerer Sasse auf den Thron und auch zum neuen
ersten Vorsitzenden des profanen Vereins gewählt. Seine Amtsführung bis heute war sicher eine
maßgebliche Voraussetzung für die Verwirklichung der Burgbaupläne.
Schon vor dem Ende seiner über eineinhalb Jahrzehnte währenden „Regierungszeit” erkannte das
Reych die Qualitäten des eloquenten Rt Jederzeyt und Immerfort, der es dann ebenfalls (mit wech-
selnden „Partnern”, den Rtt Frango, Sempronio und Fassko) zu einer etwa gleich langen „Herr-
scherzeit” auf dem Thron brachte.
Vor allem die Feier des 75-jährigen Jubiläums der Imma mit über 300 Gästen wurde zu einem
Höhepunkt der Reychsgeschichte. Rt Jederzeyt amtiert darüber hinaus seit a.U. 140 als Deutscher
Schlaraffenrat. So brachten sich die Sassen der Imma auch für höhere schlaraffische Aufgaben ein,
wie u.a. auch Rt Libero, der nach 11 Jahren auf dem Thron, heute - neben dem Amt des J - auch der
Initiator und Gestalter der schlaraffischen Internetseiten ist.
So ist die Imma Algoviae mit ihren 80 Jahren ein wahrhaft lobenswertes Schlaraffenreych.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
286 Heylbronnen
Die am 26.10. a.U. 115 (1974) eröffnete Burg im „Käthchenhaus” zu Heilbronn, in der mancher
unserer heutigen Sassen zum Ritter geschlagen wurde, war uns 29 Jahre lang gute Heimstatt. Die
stilvolle Burg war aber nur durch die ersteigung von 63 Stufen zu erreichen.
Im Jahre 2002 erwarb die Stadt Heilbronn das Gebäude, indem sich die Kätchenburg befand und
schaffte Verunsicherung über die künftige Nutzung des Hauses. Inzwischen hatte Rt Bayufex den
Baubürgermeister von Neckarsulm, Herrn Grabbe, (heute Rt Harleyking) als Pilger im Reych ein-
geführt. Ein altes Fachwerkhaus in der Neckarsulmer Löwengasse sollte saniert werden und der
dortige Kellerraum schien als Burg geeignet.
Nach langen und mühevollen Vorplanungen durch die Ritter Harleyking, Mc Ernich sowie Immer-I
sollte die Burg mit großem Anteil an Eigenleistung erstehen. Die Hauptlast der Eigenleistung über-
nahmen die Rt Bon-i-fex und Bäng-Kerle.
Heute steht man vor einem einfachen kubischen Bau, der die Garderobe, Toiletten und die Reychs-
rumpelkammer enthält. Eine breite Treppe führt in die Vorburg mit geräumiger Reychsküche und
ein paar Stufen tiefer ist man im Rittersaal mit seinem einzigartigen Ambiente - ein ehemaliger
Gewölbekeller - welcher durch die Rt Croquis, Sigma u.a. ausgestaltet wurde. Im Windmond a.U.
144 wurde die Burg feierlich eingeweiht.
Fünfundsiebzig Jahre Heylbronnen!
Es kam schon etwas dick aufeinander. Der Umzug in die neue, eigene Burg und das große Fest. Es
findet in Neckarsulms „guter Stube”, der Ballei statt, die von den Rittern Prints, Ulk und Wim de
Jong festlich dekoriert wurde. Am 17.4. a.U.145 füllt sich der Saal mit bunten Rüstungen der Sassen
aus 56 Reychen von den Oberschlaraffen Rt Stillborn, Ulk und Wim de Jong herzlichst begrüßt. Rt
Van der Goschen überbringt die Grüße des Allschlaraffenrates und der Sprengelfürst Rt Famoso
übernimmt den Aha. Herzliche Grußworte, vom Mutterreych Baruthia, der Ziehmutter Stutgardia,
den Reychen Onoldia, Wetiflar und Norimberga dokumentieren unsere gegenseitige, freundschaft-
liche Verbundenheit.Das besondere Gedenken gilt dem Gründer unseres Reyches Rt Defrecher der
Hafermahler. Über 450 Sassen mit Tross genießen die gar gewaltigen Feierlichkeiten.
Von unserer schlaraffischen Freundschaft zeugen heute nicht nur die von Sassen des gesamten
Uhuversums besuchten Sippungen in der eigenen Burg, sondern auch die gut besetzte Junkertafel.
Das allzeit fröhliche Reych Heylbronnen hat eine erfreuliche Zukunft vor sich!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s