Theotmalli

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 393 — Theotmalli. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

393 Theotmalli
In den folgenden 25 Jahren bekam das Reych durch besonnene Führung und aktive Sassenschaft
Reife und Stabilität. Es fand der erste Ritterschlag statt, die erste Ehrenrittererkürung und der Ein-
rittsorden des „Arminiusritters” wurde am 1.10. a.U. 125 durch Rt Spätzünder erdacht und sankti-
oniert.
Am 5.1. a.U. 126 wurde in der Stadthalle zu Detmold das „ausgefallene 100. Stiftungsfest” der erlo-
schenen Colonie 75 gefeiert. Eine neue Grotenburg, in der die Junkertafel nach Sippungsende nicht
die Burg abbauen musste, wurde am 29.9. a.U. 127 in Heiligenkirchen eingeweiht.
A.U. 128 wurde Christian Dietrich Grabbe zum Ehrenschlaraffen „Zwiespalt” und a.U. 137 Johan-
nes Brahms zum Ehrenschlaraffen „Maestoso” gekürt. Am 10.11. a.U. 131 wurde dem Reych der
AHA-Orden in der Stadthalle zu Detmold verliehen. In einer Junkertafel-Fehde mit dem Reych Os-
senbrugga (195) trug die Junkertafel der Theotmalli den Sieg davon. Fehdegrund war, dass die Jun-
kertafel der Ossenbrugga aus der Grotenburg den „Herrmann” stahl. Austragungsort war die Burg
der „hohen Porta Westfalica”.
Im Eismond a.U. 145 konnte das Reych unter Führung des Rt Laborator einen Teil des ehemaligen
Hotels „Forelle” in Detmold-Belebeck zum Umbau zur eigenen Grotenburg käuflich erwerben. Die
Burgweihe fand am 8.11. a.U. 145 in Anwesenheit des Patenuhus von der Adlerwarte Belebeck statt.
Die Patenschaft besteht seit a.U. 129.
A.U. 147-150 gehen die Arbeiten an der Burg und in der Burg ihrer Vollendung entgegen. In Wür-
digung der Verdienste des Rt Laborator um Burgerwerb und Burgbau wird das „Reychsstübchen”
zum „Laboratorium” umgetauft. Die Gestaltung des Burghofes wird in Angriff genommen und
die gärtnerische Gestaltung begonnen. Die traditionellen Sommerfeste finden vor und in der Burg
statt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
394 Grosse Goldgrube
Wir schreiben a.U. 112, Rebellen, Abenteurer und Glücksritter scharen sich um den erfahrenen
Goldgräber Rt Luftikus der nach der Gründung des Castellum Auri Africae, dem ersten Reych in Af-
rika, die Notwendigkeit sah dem Uhu ein weiteres Nest auf dem afrikanischen Kontinent zu bauen.
Bald darauf steckte er mit seinen Freunden seine Claims ab und das Schürfen nach schlaraffischem
Gold begann. Allmählich verschafften sich Spiegel und Ceremoniale Respekt bei den rauen Gesel-
len des Goldgräberlagers. Man sippte, unternahm Schlemmerreisen, gewann neue Pilger, zählte
Knappen, erhob sie zu Junkern und schlug sie zu Rittern. In der langen Stammtischzeit wurden
Freundschaften geschlossen, allschlaraffische Kontakte gesucht, gefunden und gepflegt.
So sicher waren sich die Freunde ihrer schlaraffische Zukunft, dass man sich entschloss eine eigene
Burg zu bauen. Voll schlaraffischer Lust, getragen von Freundschaft, gewidmet der Kunst und dem
Humor, durchwoben von Geist und Herz, vergingen 9 Jahrungen fröhlicher schlaraffischer Gold-
grubenvorgeschichte. A.U. 121 war es dann so weit. Das Castellum Auri Africae entschloss sich,
motiviert durch den ASR-Vorsitzenden Rt Florett, zur Adoption der eigenwilligen Tochter.
Die Gründungsbewilligung erfolgte am 1.2. a.U. 122, OÄ Rt Berolino übernahm als erster Goldgrüb-
ler offiziell die Funktion der Colonie Grosse Gold Grube. Die hartnäckigen Goldgräber hatten es
geschafft sich ihren Herzenswunsch, ein Entrée in den Bund Allschlaraffia zu erfüllen. Die Colonie
sippte von da an in herzlicher Atmosphäre unter den wachenden Augen der Mutter und gelenkt von
ihrem Ehrengründer Rt Luftikus und den Gründungsrittern Habibi, Sultan und King. Am 23.10. a.U.
123 war dann der große Tag gekommen an dem dann der ASR-Vorsitzende Rt Musi in einer bewe-
genden Sanktionsfeier das Reychszepter an OÄ Rt Waterkant übergab und die Grosse Gold Gru-
be in die Unabhängigkeit entließ. Es folgten 10 Jahrungen der Konsolidierung. Das Reych wuchs,
Freundschaftsbande mit der Schwester in Pretoria und der Mutter wurden gefestigt und weltweite
Verbindungen gepflegt. Die alte Burg kam in die Jahre, eine neue musste her. Rt Waterkant und Rt
Künstenar ergriffen die Initiative der Sicherung eines Grundstückes und der Finanzierung. Es war
die Begeisterung der Sassen, ihr freiwilliger Einsatz und ihre Spendenfreudigkeit, die wohlwollende
Unterstützung vieler Goldbarone im weitem Uhuversum und Spenden aus der profanen deutschen
Gemeinschaft , die den Wunsch Wirklichkeit werden ließen. Wie schon die alte Burg, wurde auch
die neue ein trutziger Rundbau, strohbedeckt gleich dem Kraal des Zulukönigs. Die Burgweihe a. U.
132 war der festliche Rahmen für die AHA-Verleihung durch ASR Rt Riss. Das schlaraffische Spiel in
Südafrika wurde weiterhin fröhlich gespielt. Mit 12 Goldeselturneys wurden regelmäßig Freunde aus
dem Uhuversum geladen an unseren Sippungen teilzunehmen. Schlemmerreisen, Uhusternfahr-
ten, Theaterbesuche, Golf­turniere und viele fröhliche Krystallinen mit Mutter- und Schwesterreich
stärkten die schlaraffische Freundschaft unter dem Kreuz des Südens. Unseren Erbwürdenträgern
Rtt Waterkant, Blitzerl, Mosterl, Thuringo, Hokus Fokus, Ramerl, Abacchus und Schmeh-Tandler ist
es zu verdanken dass es uns gelang über all die Jahre das schlaraffisches Niveau in unserem Spiel
hoch zu halten. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, dass die Grosse Gold Grube bis heute
ein Anziehungspunkt für gleichgesinnte deutschsprachige Freunde ist und wir zuversichtlich in die
Zukunft sehen können. Haben wir Schlaraffen doch nicht nur die Aufgabe uns in einem geselligen
Spiel zu erfreuen sondern uns auch verpflichtet, interessierten Landsleuten und deutschsprachigen
Bürgern in Südafrika, eine Oase deutscher Kultur und Geistesgutes zu bieten.
Mit dem 25. Stiftungfest haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer Reychsgeschichte erreicht
und wir sehen mit großer Zuversicht in die Zukunft.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 478-479