Es ist 07.00 Uhr morgens, ein ganz normaler Wochentag. In der Heimburg des Rt RAM regt sich
schon alles was Beine hat, denn die Arbeit ruft den Hausherrn und seinen Burgknappen Fabian zum
täglichen Frondienst.
Auch Burgfrau Martina werkt schon in der Küche, um für den gesamten Tross das Frühstück auf den
Tisch zu stellen, Burgmaid Melanie kommt gerade mit dem weißen Fellbündel Babsi (dem Wächter
der Heimburg) von draußen und setzt sich ebenfalls fröhlich an den Frühstückstisch.
Als letzter gesellt sich Rt RAM zu der Runde, er kommt gerade aus den Tiefen seiner Heimburg,
denn unten im Keller liegt versteckt, ruhig und im Halbdunkel die DSZ-Redaktion.
Ein 16 m2 großer Raum, vollbepackt mit elektronischen Geräten, Kommunikationseinrichtungen,
jeder Menge Regale, Ordner und... und... und...
Da stehen mittlerweile fünf Computer, ein großer Laserdrucker, ein A3-Farbdrucker, das Telefon,
ein Faxgerät, ein Anrufbeantworter, mehrere Bildschirme, diverse kleine Helferlein wie Kartenlese
geräte, Internetanschlüsse, Router, Festplatten für die Datensicherung, USB-Hub und... und... und...
Das Fax ist der Grund, warum der Hausherr täglich frühmorgens in den Keller geht, denn dieses
wird vor Arbeitsbeginn auf das Mobiltelefon umgeschaltet, damit die DSZ-Redaktion - neben der
Mobiltelefonnummer - auch über das Festnetz erreichbar ist.
Gegen 8 Uhr morgens wird es ruhig in der Heimburg von Rt RAM, die verlassen dasteht und auf
die Rückkehr der Familie wartet. Die Stunden vergehen wie im Fluge, langsam senkt sich die Sonne
hinter dem Horizont. Alle sind daheim, es fehlt nur noch Rt RAM.
Gegen Glock 7 d. A. der vertraute Klang des Stinkrosses, jetzt ist auch der Burgherr da. Aber die
Wiedersehensfreude ist nur kurz. Schuhe ausgezogen, eine Kanne Kaffee in der linken Hand, die
Post vom Tag in der anderen - so geht es auf direktem Wege in den tiefen Keller. Es naht, wie beina-
he alle 4 Wochen (außer in den Sommermonaten), der Drucktermin für die nächste Ausgabe „Der
Schlaraffia Zeyttungen”.
Die Familie weiß, dass der Papa zuhause ist, hat sich aber daran gewöhnt, dass der Chef des Hau-
ses meist im Keller zu finden ist, wo er inmitten von Papierbergen und elektronischen Geräten sitzt
und dafür sorgt, dass mehr als 10.000 Schlaraffenbrüder weltweit pünktlich ihre Vereinspostille im
Postkasten finden.
Wenn für viele der Tag vorbei ist, beginnt in der DSZ-Redaktion der echte „Arbeitstag”. Jetzt ist
alles Routine. Stromleiste einschalten, alle PC‘s auf „ON”, den Drucker aktiviert, den Scanner, die
Monitore, den USB-Hub und diverse andere Geräte – nach wenigen Minuten ist die DSZ-Redaktion
arbeitsbereit und das leise Summen von gut und gerne 15 Lüftern verrät, dass hier elektrische Ge-
räte in Betrieb stehen.
Jetzt geht es richtig los!
Während die Datensicherung vollautomatisch abläuft und die wertvollen Daten auf einer externen
Festplatte spiegelt, geht es ab ins Internet. Die Mailbox wird aktiviert und die tägliche Post abge-
rufen.
Hinter den Kulissen
Ein Arbeitsalltag in der DSZ-Redaktion a.U. 150
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Jedes ankommende Mail wird sofort dem richtigen Ordner zugewiesen, damit nichts verloren geht.
Die Ordner verfügen alle über Reychsnummern und Reychsnamen, sodass auch noch nach mittler-
weile fast fünf Jahren per Knopfdruck gesagt werden kann, wieviele Berichte jedes Reych abgeliefert
hat, wann diese eingetroffen sind und in welcher DSZ-Ausgabe diese veröffentlicht wurden.
Die Maildatenbank umfasst mittlerweile knapp 6.900 e-mails. Bilder, Texte, Berichte, Graphiken
und Zeichnungen, Leserbriefe, Buchvorstellungen und vieles andere mehr füllen inzwischen meh-
rere Festplatten und DVD‘s - schließlich soll ja nichts verloren gehen.
Strenge Trennung in diverse Kapitel der Zeitung: Ahallaritte, Reychsberichte, offizielle Mitteilungen
der Landesverbände, Serien, Leserbriefe, etc., dazwischen Wünsche, Bitten, Ankündigungen, Termi-
ne, Änderungen und... und... und...
Fechsungen, Graphiken, persönliche Anliegen einzelner Sassen, unzählige Anfragen und Bitten um
Hilfestellungen - mittlerweile ein in absoluten Pfaden angelegter Weg – jederzeit nachvollziehbar.
Zügig geht die Arbeit voran, viele e-mails sind zu beantworten. Nachhacken, Rückfragen, Bitte um
Übersendung von Bildern, technische Hilfestellung bei der Datenübertragung und... und... und...
Langsam geht es auf Mitternacht zu und während in vielen Schlaraffenburgen des Uhuversums das
Schlusslied gesungen wird, verlöschen auch in der DSZ-Redaktion die Lichter.
Auf leisen Sohlen schleicht sich ein einsamer Ritter durch seine stille Heimburg – der Tross schläft!
Ohne Geräusche in die eheliche Kemenate, noch ein paar Minuten geistige Nachbearbeitung und
dann ein Hinübergleiten in die Traumwelt Uhu‘s...
Der Morgen kommt bestimmt - und damit auch der nächste Arbeitstag in der DSZ-Redaktion. Rund
100 bis 130 Stunden pro Monat sind notwendig, um aus den Berichten, Mitteilungen, Anzeigen,
zahlreichen Bildern, Fechsungen, Ritterarbeiten u.v.a.m. unsere monatliche Postille zu gestalten.
Die moderne PC-Ausstattung, die perfekte Zusammenarbeit mit der Datenzentrale, die Pünktlich-
keit der Landesredakteure, aber auch der Umstand, dass immer mehr Freunde im Uhuversum auf
die elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten zurückgreifen – und nicht zuletzt die Toleranz
meiner Familie – sind die Eckpfeiler, auf denen das Gerüst der DSZ fest verankert ist.
Es sind beinahe 5 Jahrungen seit der ersten Ausgabe vergangen – und.... es macht immer noch
Spaß!
RAM (328)
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das Allschlaraffische
Orchester (ASO)
25 Jahrungen im Zeitraffer
Als am 2. Wonnemond a. U. 122 zum 100. Stiftungsfest der Asciburgia die grandiose Festkantate
„Die Friedensfeier“ nach den von Rt Juricello zusammengestellten Texten von Friedrich Hölderlin
(ES Hyperion), die Rt Kannalles in genialer Weise in Töne gesetzt hatte, verklungen war, wurde der
Wunsch, der Musik eine überregionale allschlaraffische Basis zu schaffen, immer vernehmlicher.
Auf die Frage des Organisators des 100. Stiftungsfestes, Rt Tonio, an die Musici, ob man sich ein
weiteres gemeinsames Musizieren vorstellen könne, haben alle anwesenden 40 Musici begeistert
die Hand gehoben. Das war die Geburtsstunde des Orchesters bei der Mittagsatzung im Hotel-
Restaurant „Wilder Mann“, wo auch nach der uhufinsteren Zeit, das Reych Asciburgia wieder er-
standen war.
Die Folge war die Gründung des zunächst so genannten „ersten Allschlaraffischen Orchesters“ am
19. 06. a. U. 123 (1982). Seither sind 25 Jahrungen ins Land gegangen und es erscheint an der Zeit,
aus Anlass des 25. Stiftungsfestes des Orchesters einen Rückblick zu werfen. Dieser kann nicht
anders als eine großartige Erfolgsgeschichte bezeichnet werden, die einmalig in unserem der Kunst
verschworenen Freundschaftsbund ist.
Den langen glorreichen Weg des Ensembles, das mittlerweile in „Allschlaraffisches Symphonie -
Orchester“ umbenannt wurde, im Einzelnen nachzuzeichnen, ist hier nicht der Ort. Hierzu sei auf
die Dokumentationen in den Akten des ASO, die von seinem 1. Vorsitzenden Rt Tonio (29) geführt
werden, verwiesen. Wer sich für die 74 Konzerte, die das ASO seither mit Bravour veranstaltet hat,
näher interessiert, kann aus den Programmen, die dazu jeweils herausgegeben wurden und aus
den Rezessionen, Würdigunge
[… Fortsetzung im Originalband]