Concilsperiode a.U. 125-130 (ASR-Bericht)

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Bericht des ASR über die Concilsperiode a.U. 125-130, XX. Concil zu Basilea

Volltext

Concilsperiode
a.U. 125 - a.U. 130
Bericht des Vorsitzenden des ASR über die Concilsperiode a.U. 125 bis 130
XX. Allschlaraffisches Concil zu Basilea
Der Berichterstatter befleißigt sich bewusst der Kürze, da über Legatentagung und Concil eine je-
dermann zugängliche Dokumentation besteht.
Die Aufgaben, die während der Concilsperiode a.U. 125 – 130 auf den ASR zukamen, hielten sich im
üblichen Rahmen. Erwähnenswert ist wohl der Ahallaritt der Rtt Codex und Chromos (LVH), wobei
Rt Codex während eines halben Jahres Vorsitzender des ASR war. Zu Ehrenrittern Allschlaraffias
wurden erkürt: Rt Kurella I. der Einzige, Rt Lenau von Mogul Persiflagien und Rt Lyri-Lauterich.
Prunkstück des Concils war ohne Zweifel die Festsippung. Die Räumlichkeiten hierfür boten sich
in Basel besonders günstig an, da die ständigen Einrichtungen der Mustermesse zur Verfügung
standen. Das Thema der Sippung war das Werden des jungen Schlaraffen bis zur Erlangung seiner
Ritterschaft.
Für die Ausgestaltung der Sippung stand den Sassen der Basilea Rt Fitzliputzli (76) zur Verfügung,
der von Berufs wegen gewohnt war, bei solchen Veranstaltungen Regie zu führen. Ein besonders Ge-
präge gaben der Sippung der Einritt aller Reychsbanner sowie der Antritt eines Festorchesters, das
sich aus Musikern der Helvetischen Reyche zusammensetzte. Es trug passende Lieder aus den Lan-
desteilen Helvetiens vor und konnte dabei auf die Unterstützung eines speziellen Chores rechnen.
Die Festsippung wurde eröffnet durch den Flug eines leibhaftigen Uhus vom Balkon des Festsaales
zu seinem auf der Bühne stehenden Pfleger. Auf der Bühne befand sich ein spezieller Thron, auf
dem die Allschlaraffenräte Platz nahmen. In der Mitte saß ein junges Mädchen in der auf Bildern
üblichen Gewandung der Schlaraffia. Im Anschluss an die Sippung gab sich die Gelegenheit für eine
Atzung mit Tanzbeinschwingen. Es wurden ohne Zweifel viele bestehende Freundschaften gefestigt
und neue solche geknüpft. Das Concil war ein Anlass, die Grundwerte Schlaraffias erneut bei jedem
Sassen Wirklichkeit werden zu lassen.
Dem hohen Reych Basilea gebührt Lob für die fehlerfreie und ausgezeichnete Durchführung des
Concils, das wohl allen Teilnehmern in bester Erinnerung geblieben ist. Raetus
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Concilsperiode
a.U. 130 - a.U. 135
Bereits beim Concil zu Basilea a.U. 130 setzte sich ErbO Rt Humanist das Ziel, das nächste Concil
a.U. 135 zu Vindobona mit einer Praga-Gedenksippung zu eröffnen.
Damit ist auch bereits ein Punkt der Aufgabenzielsetzung des Allschlaraffenrates in der Concilspe-
riode a.U. 130 bis a.U. 135 angesprochen: das Fallen des Eisernen Vorhanges mit der sogenannten
Ostöffnung hieß den ASR umgehend zu reagieren. Die vordem in der Stammrolle gebräuchliche
Bezeichnung „derzeit nicht bestehend” musste neu überdacht und definitiv geregelt werden. Es
wurde festgeschrieben, welche Reyche durch die politischen Wirren der letzten Jahrzehnte endgültig
als „erloschen” gelten mussten, einschließlich der Praga.
Sodann waren ehemalige Reyche, die sozusagen „im Verborgenen geblüht” hatten, auf ihre Fähig-
keit des Weiterbestehens zu prüfen und es mussten für diese entsprechende Wege und Hilfestel-
lungen aufgezeigt werden. Nun, das ist mittlerweile mit deren Wiedereingliederung in Allschlaraffia
beglückende Wirklichkeit geworden. Den Legaten der 230 Reyche, die bei der Legatentagung zum
Concil a.U. 135 vertreten waren (einschließlich der damals bereits wieder eingegliederten Lipsia
und des Castrum Plaviense) konnte der Vorsitzende berichten, dass insgesamt acht ehemaligen
Reychen das schlaraffische Weiterbestehen anerkannt werden konnte, nämlich den Reychen Lipsia
(3), Suerina (79), Vimaria (85), Erforda (109), Potsdamia (111), Budissa (136), Castrum Plaviense
(172) und Geraha (291). Ihnen wurde eine Frist von längstens 10 Jahren gesetzt, innerhalb welcher
sie den Nachweis ihrer schlaraffischen Lebensfähigkeit erbringen sollten. Das war am Tage des
Concils bereits bei drei nicht erloschenen Reychen geschehen, sodass die Lipsia, Erforda und Cas-
trum Plaviense bereits wieder zu Allschlaraffia gehörten. Die fünf restlichen Reyche konnten nach
und nach folgen.
Die zweite gewichtige Aufgabe für den ASR bestand in der Umstellung der schlaraffischen Daten-
verwaltung auf EDV.
Die Landesverbände Deutschland und Austria haben, technisch aufeinander abgestimmt, diesen
Schritt jeder für sich getan und jeweils eine respektable Datenbank erstellt. Das Angebot des LVD,
die Datenspeicherung auch für die Landesverbände Helvetica, Lateinamerika und Nordamerika
gegen Kostenersatz zu übernehmen, wurde akzeptiert, sodass eine vollständige Datenbank aller
Landesverbände eingerichtet wurde - eine wichtige Voraussetzung für die seitdem rationeller und
dadurch billiger zu erstellende Stammrolle. Festhaltenswert ist auch noch der Umstand, dass erst-
malig mit dem Vorsitzwechsel auch die Chefredaktion Derer Schlaraffia Zeyttungen von Austria (Rt
Pantscherl, 207) übernommen wurde.
Humanist
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Quelle: Chronik Band IV, S. 30-31