319 Stella Alpina
Das hohe Reych Stella Alpina (319) wurde a.U. 92 von ES Glocknerfürst (ErbHkt Rt Fer der Eisbän-
diger, Rt Waschtl von der Goschen und Rt Föhn der Windbeutel) gegründet. Ziehmutter war und ist
das h. Reych. Juvavia und Ziehschwester das h. Reych. Hala Bavarica. Zeitzeuge der Gründung Stel-
la Alpinas, der bereits als „Erzpilger” unseren Gründungsvätern tatkräftig zur beiseite gestanden
ist, ist unser ErbC Rt Schlehemil der gleichzeitig in der Stella die von Rt Don Alfonso (126) initiierte
„Bruderschaft” der Ritter der gelben Feder als Großmeister anführt. Diese Ritter verpflichten sich
in besonderer Weise in ihrem Wirken und ihren Taten die schlaraffische Freundschaft zu pflegen
und aufrecht zu halten. Zudem ist ihnen eine eigene Sippung gewidmet, in der von diesen auch
ausschließlich Eigenfechsungen in schlaraffischem Sinne vorzubringen sind.
Am 5.5. a.U. 142 konnten wir unser 50. Stiftungsfest feiern, das sich eines sehr großen Zuspruchs
erfreuen konnte. Maßgeblich zum Gelingen dieses großen Festes beigetragen hat unsere ErbHkt
OK Rt kW-Fer-Teiler, der leider eine Jahrung danach gegen Ahalla geritten ist. Er hinterlässt in unse-
rem Reych eine sehr große Lücke; war er doch 35 Jahrungen OK und ein künstlerisch gestaltender
Schmierbuchfechser. Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Ritterwappen von ihm gestaltet worden.
Ein weiteres besonderes Datum war der 15.12. a.U. 144 an dem wir uns zur 1.500 Sippung trafen.
Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahrungen die Junkertafel prächtig entwickelt, und so be-
steht die Stella Alpina aus einer guten Mischung aus jungen und älteren Sassen. Dies soll nicht dar-
über hinwegtäuschen, dass nur durch diese Eintritte die Anzahl der Sassenschaft konstant gehalten
werden konnte, sodass deren Zahl zum jetzigen Zeitpunkt in etwa gleich groß ist wie vor 25 Jahrun-
gen. Aber genau diese jungen engagierten Sassen lassen positiv in die Zukunft blicken. Nicht nur,
dass sie zur Gemeinschaft und damit zum schlaraffischen Spiel beitragen, ist ihnen auch die Burg
selbst ein Anliegen. Gerade sie zeigen auch neue Wege auf, Interessenten bzw. Pilger für Schlaraffia
zu begeistern, und es sind auch schon einige interessante Ansätze vorhanden.
Daneben hat sich stillschweigend ein Generationenwechsel vollzogen, in dem verdiente Sassen
unseres Reyches (Rt Geo-Wulf - über 16 Jahrungen Sch, Rt Rudyfer - mehr als 40 Jahrungen als K
und schließlich Rt Schlehemil - eine Jahrung als J und 19 Jahrungen als C , große Verdienste auch als
Reychschronist) von jüngeren Sassen abgelöst wurden. Eine große Bereicherung für unser Reych
stellen auch die erfolgten Eintritte von Rt Tri-Gnom (363) und Rt Lulupus (132) dar, die mittlerweile
als Kantzler und als Junkermeister unseres Reyches tätig sind. Die neu ins Leben gerufenen Som-
merKrystallinen (Sonnwend- und KulturKrystalline), die gemeinsam mit unseren Nachbarreychen
(Hala Bavarica, Truna Bavariae, Juvavia, u.a.) begangen werden, erfreuen sich reger Teilnahme.
Ebenso zeigen die zwischenzeitlich von den hohen Reychen Oenipontana, Porta Tiroliae und Im
Rosenhag initiierten Reychseinritte die große Verbundenheit der Stella Alpina mit den umliegen-
den Reychen. Nachdem sich unsere Tauernburg in einem öffentlichen Gebäude (Finanzamt) be-
findet, hoffen wir, dass wir auch in den nächsten Jahrungen gut darin aufgehoben sind und unsere
Sippungen im Geiste Schlaraffias gestalten können. Diese Sippungen werden auch auf Grund der
exponierten Lage unserer Burg von der Vielzahl der Einritte, auch aus ferneren Reychen, belebt.
Besonders erfreulich ist aber, dass die eigenen Sassen regelmäßig mit Freude und in großer Zahl
zu den Sippungen erscheinen. Wenn es uns gelingt, die Begeisterung und das Engagement unserer
Sassen aufrecht zu erhalten, braucht uns um den Bestand unseres Reyches nicht bange zu sein. Eh-
renschlaraffen des hohen Reyches Stella Alpina sind: Faistauer Anton – ES Saalhofer, Kubin Alfred
– ES Federstrich, Spitzweg Carl – ES Malerfürst, Wallack Franz – ES Glocknerfürst (Reychsgründer).
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
320 Am Tegrinsee
Während in den Jahren von a.U. 125 bis a.U. 149 in allen Bereichen des profanen Lebens ein gewal-
tiger Umbruch und Wandel stattgefunden hat, der auch dadurch gekennzeichnet war, dass sich die-
se Veränderungen immer zahlreicher und in immer kürzeren Zeitabständen einstellten, haben die
Schlaraffen des hohen Reyches „Am Tegrinsee”, dem Kristall in der Krone Bayerns, sich nicht auch
windschnittig in den profanen Trend gelegt, sondern den schlaraffischen Gedanken, unter Wahrung
der Vorgaben der Allmutter Praga, am Tegernsee gepflegt und weitergegeben.
Höhepunkte in diesem Quartal des 21. Jahrhunderts waren die 1.000 Sippung am 14.2. a.U. 127, die
1.500 Sippung am 9.1. a. U. 145 und das 50. Stiftungsfest am 5.5. a.U. 141.
„Strömt herbei Schlaraffenscharen” - so erklang es aus mehr als 400 Kehlen beim festlichen Einritt
zum 50. Stiftungsfest, das im Postsaal zu Bad- Wiessee celebriert wurde. Über 35 Reyche hatten ihre
Sassen zur Festsippung gesandt, und OÄ Rt Don Libretto begrüßte sie, die Burgfrauen und den
Tross unter den Klängen des Fanfarenzuges unserer Mutter Monachia auf das Herzlichste.
Als dann noch ein leibhaftiges Prachtexemplar eines Uhus zur Festbühne getragen wurde, schlu-
gen die schlararaffischen Herzen der Freundschaft aufs höchste. OK Rt Gschichtl und unser ER Rt
Dentex (15) erläuterten in launigen Worten die Geschichte des Reyches, ehe unser Erzschlaraffe Rt
Specht für die Gründung a. U. 92 besonders belobigt und bedankt wurde.
Der Fechsungsteil unter dem Thema „Wie‘s singt und klingt am Tegrinsee”, souverän geleitet durch
OI Rt Hussa, sprühte vor Abwechslung wegen der Fülle des bunten Programms, das von den Freun-
den der benachbarten Reyche sowie der eigenen Sassen dargeboten wurde, wobei die Singguiniker
der Landeshuota und unser Freund Rt Meisterwurz (363) besonders beeindruckten. In gemütlicher
Runde fand das Fest am Sonntagmorgen bei einem gemeinsamen Frühschoppen zur bayerischen
Blasmusik seinen Ausklang.
Beweise für die enge, dauerhafte und herzliche Verbundenheit mit befreundeten Reychen sind die
vielen in dieser Zeit entstandenen, beziehungsweise aus den Jahren davor übernommen und bis
heute quick-lebendig gebliebenen Freundschafts- und Themen-Sippungen :
Wie es singt und klingt am Tegrinsee / Jagd-Wald-Wild-Sippung / Beaujolais-Primeur-Sippung (mit
Im Zillertal und Ob der Isar) / ES- und Filser-Agricola-Sippung (mit Truna Bavariae) / Schneekristall-
Turney / Die flotten 3er (mit Oenipontana und Im Zillertal) / Dreieckssippung (mit Castellum Ero-
latium und Am Grimmingtor) / Faust-Turney-Sippung.
Als Ehrenschlaraffen würdigt unser Reych den Mineraloge und Schriftsteller Franz von Kobell (ES
Brandner Kasper vom Wildanger), den Volksdichter Ludwig Thoma (ES Filser), den Mundartdichter
Karl Stieler (ES Werinher) und den Komponisten Franz Grothe (ES Illusion).
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