318 Aquae Salis
Mit den Worten: „...und der Chronist glaubt diesmal mit mehr Recht zuversichtlich in die Zukunft
blicken zu können”, beschloss Rt Pharma heut unseren Chronikteil in der Ausgabe a.U. 101-125. Die
vergangenen 25 Jahrungen bestätigen diese Hoffnung.
Die Standesmeldung im Lenzmond a.U. 149 zählt 40 Sassen und 3 Prüflinge. Wahlwürden und Äm-
ter sind bestens besetzt. Es gibt eine gute Mischung an Altersjahrgängen. Rt Pharma heut ist mit
seinen 90 Lebensjahren – davon 55 in Schlaraffia – unser Vorbild und Reychsgewissen.
Es wird äußerst fröhlich und spiegelgerecht gesippt, wobei die musikalische Richtung besonders
mitschwingt. Wld Rt Notenschreck als Schöpfer der Reychshymne und weiland Rt Gschafterl bleiben
als Erfinder der O Musika-Sippung in Erinnerung, wld Rt Pfannhäuser durch seine Mundartvorträge
und Blitzprotokolle, und heute prägen die witzig-scharfen Fechsungen des Rt Ech und die musikali-
schen Vorträge des Rt Randi (Reychsorchester) neben vielen anderen das Sippungsgeschehen.
In besonderem Glanz ließ das 50. Stiftungsfest in der 1.434 Sippung am 28.10. a.U. 141 unsere
Aquae Salis erstrahlen. Herrlichkeit Graubaß, der a.U. 149 sein 25. Thronjubiläum feierte, konnte
in der Festburg im großen Saal des Kurhauses 209 Anwesende (30 eigene, 119 eingerittene Sassen
und 60 Burgfrauen) begrüßen.
Getrübt wurde die gute Stimmung im Reych eigentlich nur durch eine Schwarzkugelung, die aber
im positiven Sinn zu einer Neufassung unseres Hausgesetzes führte. Auch die Sorge um unsere
schlaraffische Heimstätte warf einen Schatten über unser Reych: In der Sommerung a.U. 133 wurde
das Haus, in dessen Dachgeschoss sich unsere Burg befand, verkauft, und wir mussten unsere
Burg aufgeben.
Wichtige Bauteile einschließlich der wappengeschmückten Thronwand wurden abgetragen und
gelagert. Auf dem Umweg über eine Notburg im Alpenvereinsheim gelang es, die Räume des ehe-
maligen Gasthauses „Zum goldenen Hirschen” im Erdgeschoss unseres alten Burggebäudes zu
kaufen. Umbaupläne unseres Rt Kran (verdienter ErbK und Meister des Schmierbuches) führten
zur Neugestaltung der Räume unter Einbeziehung der abgetragenen Bauteile aus der vorigen Burg.
Mit großer Eigenleistung der Sassen und mit Hilfe vieler Burgbauspenden befreundeter Sassen und
Reyche entstand unsere neue Heimstätte. In der 1.347 Sippung am 3.10. a.U. 138 konnte Herrlichkeit
Pimi in einer eindrucksvollen Feier unsere neue Burg einweihen. Dazu ertönte das von Rt Pharma
heut gestiftete elektronische Klavier zum ersten Mal.
Irgendwie beflügeln Besitzerstolz und das Bewusstsein der in Gemeinschaft erbrachten Leistung
das Leben in unserem lieben, fröhlichen Reych und prägen auch die Eigenheit unserer Sippungen
mit, die von vielen Freunden gerne besucht werden.
Dazu trägt auch unsere Styxin Christa bei, die uns seit a.U. 130 hervorragend versorgt. Eine neue
Lethekultur wurde durch Rt Bohr-do angeregt und von Rt Purzelreim (unserem bewährten C und
Kellermeister) weitergeführt; dazu kommen die Leistungen der Junkermeister der vergangenen 25
Jahrungen (Rtt Ech, Kran, Fixirrt, Alfa-Betus und jetzt PE-ES), die durch eine fröhlich-strenge Er-
ziehung für die richtig schlaraffische Einstellung unseres Nachwuchses verantwortlich zeichnen.
Unser Diplomatisches Korps wurde auf Anregung von WA Rt An-dreh um den „Salzadel” erweitert
und „Loserorden” und „Hausorden” nach Entwürfen von Rt Kran neu gestaltet. So können wir wei-
terhin unter Uhus Fittichen einer rosigen Zukunft entgegensehen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
319 Stella Alpina
Das hohe Reych Stella Alpina (319) wurde a.U. 92 von ES Glocknerfürst (ErbHkt Rt Fer der Eisbän-
diger, Rt Waschtl von der Goschen und Rt Föhn der Windbeutel) gegründet. Ziehmutter war und ist
das h. Reych. Juvavia und Ziehschwester das h. Reych. Hala Bavarica. Zeitzeuge der Gründung Stel-
la Alpinas, der bereits als „Erzpilger” unseren Gründungsvätern tatkräftig zur beiseite gestanden
ist, ist unser ErbC Rt Schlehemil der gleichzeitig in der Stella die von Rt Don Alfonso (126) initiierte
„Bruderschaft” der Ritter der gelben Feder als Großmeister anführt. Diese Ritter verpflichten sich
in besonderer Weise in ihrem Wirken und ihren Taten die schlaraffische Freundschaft zu pflegen
und aufrecht zu halten. Zudem ist ihnen eine eigene Sippung gewidmet, in der von diesen auch
ausschließlich Eigenfechsungen in schlaraffischem Sinne vorzubringen sind.
Am 5.5. a.U. 142 konnten wir unser 50. Stiftungsfest feiern, das sich eines sehr großen Zuspruchs
erfreuen konnte. Maßgeblich zum Gelingen dieses großen Festes beigetragen hat unsere ErbHkt
OK Rt kW-Fer-Teiler, der leider eine Jahrung danach gegen Ahalla geritten ist. Er hinterlässt in unse-
rem Reych eine sehr große Lücke; war er doch 35 Jahrungen OK und ein künstlerisch gestaltender
Schmierbuchfechser. Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Ritterwappen von ihm gestaltet worden.
Ein weiteres besonderes Datum war der 15.12. a.U. 144 an dem wir uns zur 1.500 Sippung trafen.
Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahrungen die Junkertafel prächtig entwickelt, und so be-
steht die Stella Alpina aus einer guten Mischung aus jungen und älteren Sassen. Dies soll nicht dar-
über hinwegtäuschen, dass nur durch diese Eintritte die Anzahl der Sassenschaft konstant gehalten
werden konnte, sodass deren Zahl zum jetzigen Zeitpunkt in etwa gleich groß ist wie vor 25 Jahrun-
gen. Aber genau diese jungen engagierten Sassen lassen positiv in die Zukunft blicken. Nicht nur,
dass sie zur Gemeinschaft und damit zum schlaraffischen Spiel beitragen, ist ihnen auch die Burg
selbst ein Anliegen. Gerade sie zeigen auch neue Wege auf, Interessenten bzw. Pilger für Schlaraffia
zu begeistern, und es sind auch schon einige interessante Ansätze vorhanden.
Daneben hat sich stillschweigend ein Generationenwechsel vollzogen, in dem verdiente Sassen
unseres Reyches (Rt Geo-Wulf - über 16 Jahrungen Sch, Rt Rudyfer - mehr als 40 Jahrungen als K
und schließlich Rt Schlehemil - eine Jahrung als J und 19 Jahrungen als C , große Verdienste auch als
Reychschronist) von jüngeren Sassen abgelöst wurden. Eine große Bereicherung für unser Reych
stellen auch die erfolgten Eintritte von Rt Tri-Gnom (363) und Rt Lulupus (132) dar, die mittlerweile
als Kantzler und als Junkermeister unseres Reyches tätig sind. Die neu ins Leben gerufenen Som-
merKrystallinen (Sonnwend- und KulturKrystalline), die gemeinsam mit unseren Nachbarreychen
(Hala Bavarica, Truna Bavariae, Juvavia, u.a.) begangen werden, erfreuen sich reger Teilnahme.
Ebenso zeigen die zwischenzeitlich von den hohen Reychen Oenipontana, Porta Tiroliae und Im
Rosenhag initiierten Reychseinritte die große Verbundenheit der Stella Alpina mit den umliegen-
den Reychen. Nachdem sich unsere Tauernburg in einem öffentlichen Gebäude (Finanzamt) be-
findet, hoffen wir, dass wir auch in den nächsten Jahrungen gut darin aufgehoben sind und unsere
Sippungen im Geiste Schlaraffias gestalten können. Diese Sippungen werden auch auf Grund der
exponierten Lage unserer Burg von der Vielzahl der Einritte, auch aus ferneren Reychen, belebt.
Besonders erfreulich ist aber, dass die eigenen Sassen regelmäßig mit Freude und in großer Zahl
zu den Sippungen erscheinen. Wenn es uns gelingt, die Begeisterung und das Engagement unserer
Sassen aufrecht zu erhalten, braucht uns um den Bestand unseres Reyches nicht bange zu sein. Eh-
renschlaraffen des hohen Reyches Stella Alpina sind: Faistauer Anton – ES Saalhofer, Kubin Alfred
– ES Federstrich, Spitzweg Carl – ES Malerfürst, Wallack Franz – ES Glocknerfürst (Reychsgründer).
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o -
[… Fortsetzung im Originalband]