361 Am Grimmingtor
Die letzten 25 Jahre waren für das kleine Reych im oberen Ennstal sehr ereignisreich und angefüllt
mit fröhlichen und herausragenden Veranstaltungen im Rahmen des Sippungsgeschehens, in de-
nen vor allem der goldenen Ball fleißig flog und auch Duelle nicht gescheut wurden!
So wurde a.U. 127 das 20. Stiftungsfest unter Anteilnahme zahlreicher Sassen aus befreundeten
Reychen, a.U. 132 das 25. Stiftungsfest in der Festburg zu Gröbming mit noch größerer Beteiligung
– es gaben uns der Vorsitzende des ASR Rt Humanist, ASR Rt Calvados und auch das Mitglied des
SRA Rt Ajour die Ehre – gar feierlich und fröhlich begangen. Beide Male herrschte Jubelstimmung,
sowohl bei den Gästen, als auch bei den Sassen! Das Grimmingtor kann eben Feste feiern!
Es war dies alles in der Zeit der noch langjährigen Funktion unserer drei bewährten Oberschlaraffen
Rt Tarzan, Bla Bla und Trara.
Es wurden neue Sippungen, die aus dem Reychsgeschehen nicht mehr wegzudenken sind, ins Le-
ben gerufen (die Weststeirische Schilchersippung von Rt Fahrefroh, die Sauschädelsippung und
das UHU-lympische Schießen von Rt Viedocus) oder andere mit großem Erfolg weitergeführt (die
Dreiecksippung mit 320 und 381 und die Viedogoggerlsippung).
Man machte sich, bedingt durch den Besitzerwechsel des Hauses, in dem sich die Murmelburg
befand, schon a. U. 130 Gedanken, fasste Pläne, eine neue Burg zu bauen, errichtete einen Burg-
baufonds und fand a.U. 135, als plötzlich die Kündigung ins Haus geflattert kam, in den ehemaligen
Betriebsräumen unseres, leider nun wld Rt Pumperl – andere Pläne hatten sich zerschlagen – eine
neue Heimstatt.
Die Pläne dazu lieferte uns Rt Viedocus, die Zeit zum Um- und Ausbau war knapp bemessen (3
Monate!) und so legte jeder der Sassen fleißig Hand an, opferte viele Stunden seiner Freizeit, damit
die neue Burg bis zum Beginn der Winterung bezogen werden konnte.
Diese Phase des unbedingt notwendigen Burgbaues schweißte das Reych richtig zusammen. Am
15. Tag im Lethemond konnte OI Rt Alchimed zusammen mit OÄ Rt Tarzan und OK Rt Trara
die Burgweihe in Anwesenheit von ASR Rt Calvados vornehmen und taufte sie, auf Vorschlag von
weiland Rt Bla Bla, im Angedenken an den verdienstvollen weiland Rt Immi-Knall, auf „Immis Mur-
melburg”.
A.U. 141 wurde uns die Ehre zu Teil, die Reychsfehde zwischen den h. R. Monte Lunach und Ferro-
chalybbsia auszurichten. Es war ein Fest, das seines gleichen suchen musste. Die Festburg war bis
auf den letzten Platz gefüllt und dieses Ereignis noch lange in aller Munde. A.U. 145 wurde unser
Rt Viedocus in den SRA und dann zum LK berufen, eine Auszeichnung auch für unser kleines, aber
stets fröhliches Reych.
Seit fast 10 derer Jahrungen zieren nun die Rt Schmunzelbär, Don Aktivo und Freymuth den Thron
und führen das Reych nach ihren Ideen mit gerechter Hand, Rt Plumbum wird langsam zum „eiser-
nen Kantzler”. Auch wächst an der Junkertafel wieder fröhlicher und eloquenter Nachwuchs heran,
nachdem viel zu frühe Ahallaritte verdienstvoller Sassen (die Rt Fassl, Gneis, Zangerl, Bla Bla, Tar-
zan ) große Lücken hinterlassen haben.
Da in unseren Gemarkungen 4 Reyche, davon 3 in unmittelbarer Umgebung, den Donnerstag
als Uhutag hatten, wurde a. U. 148 beschlossen, den Sippungstag auf den Dienstag zu verlegen,
was sich bisher bewährt. Zahlreiche Einritte von Freunden aus vielen Reychen des Uhuversums
zeigen, dass hier im Geist der Praga und unserer verdienstvollen Altvorderen fröhlich gesippt wird
und Freunde stets willkommen sind! Möge es immer so bleiben!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
362 Alta Carinthia
„Wir sind ehrlich bemüht, nach besten Kräften unseren schlaraffischen Grundsätzen zu dienen.”
Damit schloss unser Chronist seinen Bericht des ersten Vierteljahrhunderts unserer Reychsge-
schichte im letzten Band der Allschlaraffischen Chronik und der nunmehrige Chronist kann ruhigen
Gewissens versichern, dass diese Bemühungen erfolgreich waren.
Wir sippen noch immer in unserer Porciaburg im schönen Renaissanceschloss zu Spittal und
können gegebenenfalls zu festlichen Anlässen die Festräume des Schlosses benutzen. Unser Sas-
senstand hat sich bei rund 60 Sassen eingependelt, eine rührige Junkertafel verspricht wertvollen
Nachwuchs und das Reych hat sich inzwischen eine eigene Note im schlaraffischen Sippungsleben
erarbeitet.
Sieben Erzschlaraffen sind noch dabei und der letzte der Gründungsritter aus unserem Mutterreych
Villa ad aquas, Unser Rt Sterz von Haden nimmt, wenn auch nur zeitweilig, an den Sippungen teil.
Die Schaumlethe-Ordens-Feste (gegründet von Rt Gynost) werden vom nunmehrigen Großmeister
Rt Dukat im Sinne des Gründers weitergeführt. Der zweite Orden unseres Reyches, der Strauch-
Ritter-Orden (Gründer Rt Savenerola, Großmeister Rt Ex-Akt), hat derzeit eine Regenerationsphase
vor sich.
Das Salamanca-Pantoffel-Turney (Großmeister Rt Dentofex) hat schon seit Jahrzehnten Tradition.
Ein silberner Pantoffel war der begehrte Siegeslohn. Ein Hausgesetz, neu gefasst ab a.U. 139 regelt
Bestimmungen dieser Orden und gibt Anweisungen, Ahnen und Ehrentitel betreffend. Einzelne
herausragende Ereignisse mögen das Sippungsleben unseres Reyches schlaglichtartig beleuchten:
Eine Reychsfehde a.U. 127 wider d.h. Reych Claudium forum erforderte umfangreiche Vorbereitun-
gen und durch Uhus Gunst brachte sie den Sieg.
Eine gemeinsame Junkertafelsippung a.U. 129 mit allen Kärntner Reychen in unserer Festburg war
fröhlicher Höhepunkt und ein Beweis der (schlaraffischen) Potenz der Knappen und Junker der
Kärntner Reyche. Gemeinsam mit unseren Freunden der Claudium forum empfing die Alta Carin-
thia die Vorarlberger Reyche zu einer fulminanten Festsippung im Rittersaal des Schlosses a. U. 130.
Dreimal (a.U. 127 in Bad Kleinkirchheim, a.U. 133 am Weissensee, a.U. 139 in Innerkrems) durften
wir die uhulympischen Winterspiele ausrichten und erbrachten nicht nur sportliche Ehren, auch die
Festsippungen in den jeweiligen Wintersportorten wurden lobend und freudig begrüßt. Zur 1.000
Sippung wurde a.U. 143 geladen und a.U. 148 konnten wir zur Festsippung: 40 Jahre Alta Carinthia
eine große Zahl schlaraffischer Freunde in unserer Festburg willkommen heißen. Selbstverständlich
überbrachte auch der Bürgermeister der Stadt Glückwünsche der profanen Welt.
Am 14.3. a.U. 149 feierte das Reych einen Ritterschlag und gebar den Rt Wallenstein. Der Vorsitzen-
de des ASR Rt Ton-DIN, in Begleitung des Ehrenvorsitzenden des SRA ErbO Rt Humanist, gaben
diesem Fest ein besonders festliche Gepräge, zumal Rt Humanist mit dem Stern des Südens unter
Beachtung der Ordensregeln geehrt werden konnte.
Hinzugefügt soll noch werden: Alta Carinthia betreut (gemeinsam mit anderen Kärntner Reychen)
im SOS-Kinderdorf das Haus Kärnten, das von Schlaraffia Austria errichtet wurde. Am Ende soll
auch derer gedacht werden, die heute nicht mehr unter uns weilen, die aber die Grundlagen ge-
schaffen zu dem, was unser Reych bis heute geworden ist: unsere allzeit fröhliche Alta Carinthia.
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