Hohentübingen

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 327 — Hohentübingen. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

327 Hohentübingen
Es schien das Schicksal unseres Reiches zu sein, in der Universitätsstadt Tübingen nur schwer eine
ständige Bleibe zu finden. Jedenfalls brachten auch die Jahre ab a.U. 124 viele Burgwechsel mit sich.
Die „Parkgaststätte” („die kleinste Burg des Uhuversums”), die Gaststätte „Herzog Ulrich” und
die Burg der Trutze Achalm (338) waren zunächst unsere Heimat. Eine passende Burg fanden wir
endlich dank unseres weiland Rt Lord Kork-Ex a.U. 129 im Schützenhaus zu Tübingen-Weilheim, wo
wir uns sehr wohl fühlen. Sie erfüllt in jeder Hinsicht die Bedürfnisse unseres kleinen Reiches, bietet
uns aber auch die Möglichkeit, im gleichen Gebäude eine Festsippung mit weit über 150 Personen
zu zelebrieren.
In den letzten 25 Jahren fand im Reich ein Generationenwechsel statt. Die letzten Erz-Schlaraffen
sind gen Ahalla geritten (ER Skipps (15) a.U. 134 und Rt Nelson a.U. 140); eine neue Generation ist
herangewachsen, die bewusst darauf achtet, Bewährtes zu erhalten, aber auch Neues zu wagen. So
ist uns die Tradition des alle 2 Jahre durchgeführten Blitzreiterturneys eine Verpflichtung und ein
Höhepunkt der jeweiligen Winterung.
Derzeit sind 14 Schlaraffen stolze Träger dieses Ordens. Ebenso wird an der Tradition der „Freund-
schaftssippung” festgehalten, eine Sippung der Nachbarreiche Under Teck (333), Trutze Achalm
(338) und uns, mit im jährlichen Turnus wechselndem Ort. Eine andere Tradition haben wir a.U. 148
geändert: die vor 25 Jahren als Krystalline begonnene EHE-Neujahrfeier hatte sich sehr schnell zu
einer Burgfrauenfestsippung mit Tanz und Buffet gemausert - mit jährlich steigenden Einrittszah-
len, die wir dank unserer Festburg leicht meistern konnten. Nicht meistern konnten wir dagegen die
Wetterbedingungen im Eismond, so dass wir a.U. 149 unsere jährliche Festsippung probeweise als
„Fliedersippung” im Ostermond feiern.
Neu ist die seit a.U. 136 jährlich wechselnde „Sippung der drei hohen Reiche Hohenfreudenstadt
(354), Hohenschramberg (409) und uns, die die Beziehungen dieser Reiche untereinander fes-
tigt, ganz zu schweigen von dem sowieso sehr guten Verhältnis zu unserer Tochter Hohenfreuden-
stadt.
Ebenso neu und im Uhuversum wohl einmalig ist die seit a.U. 139 durchgeführte gemeinsame
JuKnaSi unserer Junkertafel mit der der Trutze Achalm (338). Gerade die gemeinsame Vorbereitung
hilft, Freundschaften zu begründen. Im Dienste der Freundschaft steht auch die schon Tradition
gewordene AtzungsKrystalline vor der Sippung, ebenso eine besondere Eigenheit unseres Reiches.
Hier hat man Zeit, ein privates Wort mit anderen Schlaraffen zu wechseln und so einander besser
kennen zu lernen, was man ja während der Sippung nicht kann.
A.U. 143 konnte unser Reich auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken, was mit einer Festsippung
im Hotel Stadt Tübingen und großem Rahmenprogramm gefeiert wurde. Im Windmond a.U. 146
zelebrierten wir gar die 1.500 Sippung, verbunden mit einem dreifachen Ritterschlag.
Sind wir mit derzeit 37 Sassen auch kein großes Reich, so hat vielleicht gerade dieser Umstand dazu
geführt, dass wir recht schwungvoll sippen. Wir sind ein Reich, in dem viel gelacht wird, ein Reich
mit sehr lebendiger Junkertafel, in dem Blitzfechsungen besonders gewürdigt, ja geradezu provo-
ziert werden. So schauen wir voller Zuversicht in die nächsten 25 Jahre.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
328 Castellum Noricum
Die letzten 25 Jahre im Reychsgeschehen Castellum Noricums waren geprägt von bewährter Tradi-
tion unserer Altvorderen, als auch von der Gestaltungskraft der nachfolgenden Generation. So fand
bald nach der Gründung des „Montag- Reyches” Monte Lunach a.U. 128 die erste Gemeinschafts-
sippung statt, die seither jährlich abwechselnd in 328 und 400 abgehalten wird. A.U. 149 gesellte
sich auch das h. Reych Castellum Erolatium zu dieser Freundschaftssippung dazu, sippen unsere
Freunde doch seit Beginn der Winterung a.U. 149/150 ebenfalls am Montag.
Ein „Knappen- und Junkerturney” fand erstmals a.U. 131 statt, bei dem es die von Rt Unser Fetzerl
gestiftete Junkerkette zu erringen gilt. Beim 40. Stiftungsfest a.U. 133 in der Martiniburg konnten
wir 48 Sassen befreundeter Reyche begrüßen. Unserem Erzschlaraffen Rt Hinko aus dem h. Reych
Grazia wurde der Ehrenhelm verliehen.
A.U. 137 richtete unser Reych die „Freundschaftssippung der steirisch-kärntnerischen Reyche” im
profanen Reichenfels aus. Diese Traditionssippung wurde a.U. 103 von Castellum Noricum ins Le-
ben gerufen und wird nach einer mehrjährigen Pause auf Initiative von ASR Rt Ton DIN seit a.U. 148
weitergeführt. Die 1. „Noricanische Klangwolke” ertönte unter der Leitung von Rt Der Don Fagott
a.U. 141 im Uhuversum. Ab der Jahrung a.U. 142 wurde der „Neujahrsempfang unseres diplomati-
schen Korps” mit Schaumlethe-Labung eingeführt, der sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut.
Ein Höhepunkt war a.U. 143 das 50. Stiftungsfest. 178 Sassen aus 38 Reychen gaben uns im Festsaal
des Judenburger Veranstaltungszentrums die Ehre ihres Einrittes. Am Vortag dieses Festes wurde
die seit a.U. 94 bestehende Freundschaftssippung mit den h.R. Brema (52) und Berna (70) gefeiert.
Nach 30 Jahrungen in unserer „Martiniburg” musste sich unser Reych um eine neuen Burg um­
sehen, da der angebotene Mietvertrag die Leistungsfähigkeit unseres Reychssäckels bei weitem
überstieg. Rt Unser Teleandros fand Räumlichkeiten die uns geeignet erschienen, und baute sie
unter Mithilfe tatkräftiger Sassen in einem dreimonatigen Kraftakt zur „Ulrich-von-Liechtenstein-
Burg” aus. Ein Abdruck der Hände unseres Burgbaumeisters ziert unser wunderschönes Uhunest
und wird auch noch in vielen Jahrungen daran erinnern, wer der Motor, Ideenlieferant und uner-
müdliche Arbeiter war, dem wir unser schönes Zuhause verdanken. Den Namen erhielt unsere
Burg, wie auch schon die erste Burg Castellum Noricums „Am Lichtenstein”, von unserem a.U. 134
zum ES „Frauenlob” erkürten Minnesängers „Ulrich von Liechtenstein”. Die Stammburg des be-
rühmten steirischen Ritters ist von unserer neuen Heimstätte aus zu sehen, den alljährlichen Burg-
frauenabend celebrieren wir als „Minnesängersippung”. Seit a.U. 98 wird jeder Vortrag zum Thema
mit einer silbernen Rose auf grünem Band belohnt. In den letzten 25 Jahren fanden nachstehende
GU-Feiern statt: A.U. 128 für Rt Unser Großer Wexel und Rt Unser Lieber Marion, a.U. 136 für Rt Un-
ser Lieber I-tu-rama, a.U. 138 für Rt Unser Lieber Nickel (der letzte Ez in unserem Reych) und a.U.
149 für Rt Lexi- Graf. Die Brillanten zum GU-Orden erhielten a.U. 138 Rt Unser Lieber Marion und
a.U. 146 Rt. Unser Lieber I-tu-rama. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass seit a.U. 146 die Chefredak-
tion „Der Schlaraffia Zeyttungen” vom ASR unserem Rt RAM, der auch seit a.U. 141 unermüdlich
als Kantzler für unser Reych tätig ist, übertragen wurde. Rt RAM hat unsere Vereinspostille völlig
neu überarbeitet, den Erfordernissen unserer Zeit angepasst, in Farbe gestaltet und dafür viel Lob
aus dem ganzen Uhuversum empfangen. Eine Bestätigung seiner fruchtbringenden Arbeit erfuhr er
durch den Landesverband Deutschland, der ihm auch in der nächsten Concilsperiode das Vertrauen
schenkt, sodass wir uns auch nach dem Concil der Herzen am Bodensee über weitere 5 Jahrungen
aktuelle und interessant gestaltete Informationen aus der Hand von Rt RAM freuen dürfen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 412-413