Porta Ontariae

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 349 — Porta Ontariae. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

349 Porta Ontariae
Unser Reych kann sich sehr glücklich schätzen, denn wir haben keinerlei Schwierigkeiten mit Nach-
wuchs und können freudig auf Pilger, Prüflinge und Knappen schauen, so dass wir heute das zah-
lenmäßig stärkste Reych im LVNA sind.
Tatsächlich liegen bereits 45 Jahrungen hinter uns, auf die wir mit Stolz zurückblicken können. Auch
wenn es hie und da stürmische Zeiten gab, wurden diese von einem stets weisen, diplomatischen
und vorausblickenden Oberschlaraffat unseres Reyches bestens bewältigt und überwunden.
Leider verloren wir in den vergangenen 25 Jahrungen 10 unserer verehrten und geschätzten Sassen,
die wir sehr vermissen, und die in unserer Erinnerung immer mit uns sind und mit uns sippen.
Seit vielen Jahren haben wir eine feste Burg, die durch Begeisterung, selbstlosen Einsatz, nimmer-
müden Fleiß und Zusammenarbeit der Sassen entstand. Durch die künstlerische Hand und das
geniale Können unseres wld Rt Amulett wurde sie zu einem wahren Schmuckstück, das von allen so
oft einreitenden Freunden aus allen Richtungen des Uhuversums bewundert wird.
Am 21.4. a.U. 148 feierten wir unser 45. Stiftungsfest, zu dem der gesamte ASR sowie der SRNA
eingeritten waren. Für die Porta Ontariae war es das zweite Mal, gastgebendes Reych für eine
außereuropäische ASR-Sitzung zu sein, denn vor 31 Jahrungen wurde die erste solche in den Ge-
markungen des seinerzeit noch sehr jungen Reyches Porta Ontariae celebriert, was damals ein
außergewöhnliches, großes Ereignis war.
Mit Recht sind wir stolz darauf, dass seit dem Bestehen der Porta Ontariae unser Reych drei unse-
rer Sassen in den Allschlaraffenrat gekürt worden sind.
Möge Uhus Gunst weiter mit uns sein, sodass wir noch viele Jahrungen in alter Tradition, Harmo-
nie, Freundschaft und in steter Fröhlichkeit, sippen können.
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350 Holmia
Beim Erscheinen dieser Chronik a.U. 150 sind 46 Jahrungen seit der Sanktionierung unseres Rey-
ches vergangen. Es waren Jahre mit Höhepunkten und Problemen - wie überall. Ein Problem war
immer unsere Burg, teils im Keller (z. B. Grevgatan). Seit a.U. 140 können wir jedoch nun in einer
angemessenen Burg im Stockholmer Stadtteil Gubbängen sippen, die mit viel Eigenarbeit zu einem
behaglichen Uhunest ausgebaut wurde.
Ein Problem – auch hier wie überall – stellt natürlich die Frage des Nachwuchses dar, besonders
schwer natürlich in einem nicht deutschsprechenden Land. Wen mag es da verwundern, dass hier
nicht weniger als sieben verschiedene Nationalitäten sich um Uhus Banner scharen.
Dass aber ein so kleines Reych mit seinen Sippungen doch attraktiv ist, beweisen die Einritte bei
uns, wobei ja immer zu berücksichtigen ist, dass das nächstliegende Reych auf dem „Kontinent” –
wie wir hier sagen –, nicht weniger als 900 km weiter südlich liegt. Als nördlichstes Uhureych liegen
wir ja 7° 17’ 37’’ südlich des Polarkreises.
Aber nicht nur die „normalen” Sippungen können wir mit Freunden, von oft weither angereist, be-
gehen, sondern besonders auch die Wellenritte der Holmia, die inzwischen schon zu einer Tradition
geworden sind. Zwar können wir nicht mehr ein ganzes Schiff voll belegen wie wld unser ER Raudi
(Glorimontana) mit der MS „Nordland” oder MS „Regina Maris” – die Schiffe sind inzwischen zu
groß geworden – aber wir haben doch Sippungen mit über dreihundert Gästen auf den verschiede-
nen Kursen der Ostsee feiern können.
Hier sei besonders Rt Franco-Vadius der Oder-Feste gedankt, der neben seiner Aufgabe als OÄ und
K sich viel Mühe mit der Organisation gemacht hat. Eine Besonderheit, bei der unsere Verbindung
zur schwedischen Kultur deutlich wird, sind unsere Luciasippungen Mitte Christmond, bei denen
die Lichterkönigin mit brennenden Kerzen auf dem Kopf erscheint. Diese Sippungen können nun
mal nicht ohne weibliche Teilnehmer geschehen – vielleicht eine besondere Ausnahme im Uhuver-
sum.
So sehen wir so langsam das 50jährige Stiftungsfest auf uns zukommen in Dankbarkeit gegenüber
jenen – wir denken an die Gründungsritter Aha-Dur, Bubi, Früchtchen, Stella und Hüptma, die die
Holmia schufen und jenen, die sie weiter leiteten, wobei hier besonders erwähnt sei Rt Frech der
Tax. Ein Gründungsritter – Rt Hüptma Aleman (163) – und drei Erzschlaraffen leben noch, Söhne
bzw. Schwiegersohn von Gründungsrittern; nur sie können uns noch berichten, wie es zur Grün-
dung der Holmia kam, wer diese Gründungsritter waren und wie sie mit viel Liebe und Enthusias-
mus das nördlichste Uhunest im Uhuversum aufbauten und führten, ein warmes Uhunest nicht nur
für Eingewanderte aus dem deutschen Sprachraum, nein, auch ein Sammelpunkt für andere Na-
tionalitäten – zeitweilig zehn und heute immer noch sieben – die gerne zum schlaraffischen Spiel
beitragen. Erfreuten sich früher die Frühlingsfeste der Holmia, zu denen Scharen von Schlaraffen
mit Burgfrauen und Tross zu Schiff anreisten, großer Beliebtheit, so sind es heute die vom Reych
durchgeführten Wellenritte auf dem „Mare Balticum”.
Neue Beziehungen werden geknüpft, die immer wieder Schlaraffen dazu bringen unsere Wikinger-
burg, seit a.U. 140 in einem südlichen Stadtteil Stockholms gelegen, aufzusuchen. So sind wir aus
ganzem Herzen dankbar den in Ahalla weilenden Gründungsrittern Aha-Dur, Bubi der Schweden-
pünscher, Früchtchen und Stella, die uns dieses schlaraffische Spiel ermöglicht haben, aber auch
all denen die nicht mehr unter uns weilen und dazu beigetragen haben, das schlaraffische Spiel zu
spielen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 434-435