396 Perla Andina
Die Geschichte des stolzen Reyches in der gemütlichen Hauptstadt von Ecuador wird uns durch Rt
Saxulum v.d. Einsiedel,einem „Sassen der ersten Stunde”, in plastischer und sympathischer Form
in seiner umfangreichen Reychschronik nahegebracht.
Er erzählt von den Primordien des Feldlagers, das a.U. 124 dank der Initiative eines deutschen Di-
plomaten, des „Perlvaters” Rt Frohnfex, entstand und eine kleine Sensation in deutschsprachigen
Kreisen von Quito darstellte. Schon zur Coloniegründung, zelebriert von ASR Rt Lukulludens, ritten
33 Recken aus 23 Reychen ein. Der Festakt wurde mit einem Bankett in der Heimburg des Rt Egip-
tocus fortgesetzt, bei dem die Mestizenband spielte.
Der Anlass war auch die Geburtsstunde der Reychshymne von Rt Pizzicato. Die Sanktionsfeier am
16.3. a.U. 125, verbunden mit einer Brückensippung, ist allen als schönstes Fest dieses gastfreund-
lichen Reyches in Erinnerung geblieben. Profane Umstände und wirtschaftliche Schwierigkeiten
führten zur Rückwanderung deutscher Spitzenkräfte aus Handel und Industrie nach Deutschland,
wodurch das Reych große Verluste erlitt.
A.U. 130 zählte die Perla Andina 38 Sassen, von denen 15 fahrend waren. Zum 20. Stiftungsfest, a.U.
144, gab es das 14. Turney um die Äquatorkette. A.U. 147 waren es 20 Sassen, von denen 8 fahrend
gemeldet sind. Schlaraffischer Nachwuchs ist kaum zu finden, doch gilt es als Gnade des Uhu, dass
man einen jungen ecuadorianischen Künstler für Schlaraffia begeistern konnte.
Die Umstände zwangen das Reych dazu, die Zahl der Sippungen in der Burg am Cotopaxi auf zwei
im Monat zu verringern. Aber man sippt gewissenhaft und fröhlich nach Spiegel und Ceremoniale
unter dem Motto „und wenn der ganze Schnee verbrennt, die Asche bleibt uns doch”,denn Ecuador
ist ein Land der gletscherbedeckten Vulkane, die häufig Asche spucken.
Das Reych ist bestrebt, seinen Besuchern stets eine reichliche Probe ecuadorianischer Gastfreund-
schaft zu bieten und ihm die Schönheiten des Landes zu zeigen Wir nehmen unsere Reychshymne
ernst, in der es heißt „hoch Schlaraffia mit Freundschaft und Humor, von Praga zu den Anden, zum
Aequator.”
Das neue System, nur zweimal im Monat zu sippen und den Thron nur mit zweien Oberschlaraffen
zu besetzen, brachte uns eine intensivere Beteiligung und schönere Sippungen. Rt Saxulum warb
effektiv um Einritte zu Perla Andina auf seinen Reisen in Germanien und Brasilien. Bedauerlich war
der Abschied des beliebten, langjährigen OÄ Rt Esox, der nach Germanien zog und in der Nähe von
Berlin sesshaft wurde.
A. U. 147 tagte die 56. Sitzung des SRLA in den Gemarkungen des Ziehmutterreyches Regnum
Novum Granadense. Die Teilnehmer begaben sich am nächsten Tag zu einer Festsippung gen Perla
Andina und einem Ausflug auf den Burgberg Cotopaxi.
Der harte Kern der Perla Andina wird zwar immer kleiner, aber wir sippen froh und pflegen die
schlaraffischen Ideale von Kunst, Freundschaft und Humor mit ganzem Herzen in diesem fernen
Andenreych.
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397 Vitudurum
Anfang und Ende der Berichtsperiode für den 4. Band der Allschlaraffischen Chronik sind für Schla-
raffia Vitudurum von bedeutungsvollen Höhepunkten geprägt.
Am 26.2. a.U. 124 durfte das Mutterreych Turicensis das damalige Feldlager Vitudurum in einer
würdigen Gründungsfeier in den Coloniestand erheben. Dies ermöglichte es dem jungen Uhunest
bereits, einen Legaten an das zu Berolina stattfindende Concil zu entsenden, allerdings noch ohne
Stimmrecht.
Am 2.3. a.U. 125 folgte mit der von ASR Rt Raetus (153) vollzogenen, von rund 300 Gastrecken
begleiteten Reychssanktionierung im zur Festburg erkürten Hotel Römertor zu Oberwinterthur ein
weiterer Höhepunkt. Das junge Reych zählte bereits 31 zumeist außerordentlich ausrittsfreudige
Sassen.
Von Anfang an war das Reych Barcinonensia das Ziel eines jährlichen Ausritts für einige Vitudurum-
Sassen. Der erste solcherartige Ausritt führte dann gleich zu einer Reychsfehde, welche dadurch
hervorgerufen wurde, dass die sich noch im Lerneifer eher zurückhaltenden Vitudurum-Sassen den
Vorwurf des Barcinonesia-Throns, sie seien Schlafkappen, nicht gefallen liessen.
Am 23.3. a.U. 127 endet die blutige Fehde auf dem in Freundschaft zur Verfügung gestellten Schlacht-
feld zu Heylbronnen mit einem Sieg der Vituduren, wodurch deren Weiterbestehen fürs erste ge-
sichert war. A.U. 126 installierte die Vitudurum den 1. Schlossherren-Convent, ein Ritterspiel, das
den die Stadt Winterthur umgebenden, prachtvollen Schlössern aus der Kyburger-Zeit gewidmet ist.
Jährlich findet dieser Convent zu Martini statt und war von allem Anfang an der Sippungshöhepunkt
der jeweiligen Winterung.
Am 24.10. a.U. 128 durfte das noch junge Reych erstmals eine Helvetische Freundschaftssippung
austragen und gleichzeitig die Legaten des Helvetischen Landesverbandes beherbergen. Im Lethe-
mond a.U. 129 führte ein Ausritt eine große Schar Sassen in die Gemarkungen von ES Parsifal. Ein
trauriges Ereignis überschattete die erstmalige Verleihung des Großursippenordens im Reych. Am
3.10. a.U. 131 freute sich eine große Gästeschar, dass Patriarch Fürst Primas, der erste Musikus des
Reychs, diese hohe Auszeichnung erhalten sollte.
Kurz nach der Verleihung, noch während des darauf folgenden Liebesmahles, sattelte Rt Primas in
der Burg sein Rösslein zum Ritt gen Ahalla. Dagegen war es für die Vitudurum eine große Freude,
als am 24.4. a.U. 134 wiederum ASR und Ehrenritter Raetus dem Reych den AHA-Orden überreichen
durfte.
Der lokale Schriftsteller Jakob Christoph Heer (1859-1925), bekannt durch seine Werke „König der
Bernina” oder „An heiligen Wassern”, wurde durch die Vitudurum zum Ehrenschlaraffen „Joggeli”
gekürt. Zu seiner Ehrung findet jährlich eine Joggeli-Sippung statt. Gegen Ende der Berichtsperiode
öffnete sich für die Vitudurum ein neuerlicher Höhepunkt, indem das Reych a.U. 146 den Vorsitz
im Helvetischen Landesverband übernehmen durfte und mit Rt Goldschild den Vorsitzenden des
Landesverbandes, den sogenannten Landesvater, stellen durfte. A.U. 147 wurde dann in der Folge
sein Stellvertreter Rt Logo-viel von den Legaten des LVH zum Mitglied des ASR gewählt.
An der wiederum zu Vitudurum stattfindenden Helvetischen Freundschaftssippung, verbunden mit
dem 25. Stiftungsfest, wird die Vitudurum zum Abschluss der Berichtsperiode den Vorsitz im LVH
an das Reych Berna (70) übergeben.
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